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Intern. Aktienindices keine starke Performance erw.


10.06.08 14:02
Swiss Life

Zürich (aktiencheck.de AG) - Die Rückkehr von Stagflationsängsten ausgelöst durch die Energiepreishausse, die anhaltende Immobilienkrise und deren potenzielle Auswirkungen auf den US-Konsumenten haben zur gestiegenen Risikoaversion unter Investoren beigetragen, so die Experten von Swiss Life.

Die vorangegangene starke Rally schien übertrieben, so die Experten von Swiss Life. Darüber hinaus habe die gefallene Volatilität bereits eine Selbstzufriedenheit der Anleger angezeigt, die zu Zeiten erhöhter Unsicherheiten in Bezug auf die Wirtschaftsentwicklung und den Zustand von Unternehmensbilanzen gefährlich erscheine.

Es bleibe fraglich, ob alle potenziellen finanziellen Verluste bereits offen gelegt worden seien, insbesondere da der Hypothekenmarkt mit einer starken Hebelwirkung ausgestattet sei und da die unterliegenden Häuserwerte nach wie vor am Sinken seien. Allerdings seien es nun die stark gestiegenen Preisindices rund um den Globus, die den Anlegern zu Schaffen machen würden.

Höhere Rohstoffpreise würden Druck auf die Margen ausüben. Obwohl sich die Bewertungen auf attraktiven Niveaus befinden würden, würden die Experten trotzdem in der kurzen Frist keine starke Performance der Aktienindices erwarten.

Der Ölpreis, der letzthin wohl sehr stark von Spekulanten angetrieben werde, dürfte der Hauptbestimmungsfaktor für die Märkte und den Risikoappetit der Anleger bleiben und werde somit den potenziellen Kursgewinnen Zügel anlegen. (Ausgabe Juni 2008) (10.06.2008/fc/a/m)