Großer Sparplan-Check: Diese flexiblen Mischfonds sind wahre Schätze


31.07.19 14:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Wegen der Mini-Zinsen entdecken immer mehr Deutsche Fondssparpläne als echte Alternative, so die Experten von "FONDS professionell".

Ausgewogene Mischfonds, die je nach Marktlage mal in Anleihen und mal in Aktien aus aller Herren Länder investieren könnten, würden derzeit nicht gerade zu den Lieblingen der Anleger gehören. Das zeige zumindest ein Blick auf die Mittelzu- und Abfluss-Statistik des Datenbankanbieters Mountain View. Demnach hätten Investoren im ersten Halbjahr knapp vier Milliarden Euro aus der Fondsgruppe abgezogen. Den auf Zehn-Jahres-Sicht weniger rentierlichen, anleihenorientierten Pendants hätten sie hingegen 14,82 Milliarden Euro anvertraut.

Dabei hätten Investoren, die sich Mitte 2009 im Rahmen eines Sparplans für einen ausgewogenen Mischfonds entschieden und monatlich regelmäßig 100 Euro in das Produkt investiert hätten, weitaus besser abgeschnitten als mit dem anleihenbetonten Gegenstück: In zehn Jahren hätten sie mit der letztgenannten Kategorie durchschnittlich mickrige 0,9 Prozent per annum verdient. Bei den flexiblen Mix-Portfolios wären es immerhin 2,1 Prozent gewesen.

Einige Portfoliomanager aber hätten ihre Sache noch weitaus besser gemacht. "FONDS professionell ONLINE" habe die jüngste Auswertung des Bundesverbands Investment und Asset Management (BVI) per 30. Juni 2019 unter die Lupe genommen: Nach den "anleihebetonten Mischfonds" würden die Experten im zweiten Teil ihrer siebenteiligen Fondssparplan-Serie zeigen, was Anleger bei einer monatlichen Einzahlung von jeweils 100 Euro und nach Abzug aller Fondskosten sowie der Ausgabeaufschläge auf zehn Jahre gerechnet mit den performancestärksten Portfolios aus der Kategorie "Mischfonds ausgewogen, global" hätten verdienen können.

Platz 10: Wer sich vor zehn Jahren im Rahmen eines Sparplans für den Profi-Balance von Union Investment entschieden und das Portfolio seither monatlich mit 100 Euro bespart habe, der sei heute um 2.960 Euro reicher.

Platz 9: Der MultiManager Fonds 3 stamme aus dem Hause KAS Investment Servicing und habe bekannte Fonds wie den Loys Global oder den Magellan in seinem Portfolio. Mit der Investmentphilosophie der beiden Fondsmanager Holger Bachmann und Markus Baumgartner seien die angesparten 12.000 Euro auf 15.257 Euro angewachsen.

Platz 8: Der UniStrategie:Ausgewogen habe mit einem Gewinn von 3.540 Euro jedenfalls deutlich mehr abgeworfen, als sein Pendant Profi-Balance (2.960 Euro). Dennoch habe der UniStrategie:Ausgewogen im Halbjahresvergleich einen Rang abgeben müssen.

Platz 7: Der Substanz-Fonds von Oddo BHF AM werde vom Münchener Vermögensverwalter Hartz, Regehr & Partner beraten und habe für Sparplananleger bei diesem Rechenbeispiel 3.787 Euro erwirtschaftet - nach Abzug der fondsinternen Kosten und des Ausgabeaufschlags.

Platz 6: Neu in das Ranking eingezogen sei der ZukunftsPlan III von der Deka. Dank einer Geldvermehrung von 3.843 Euro schaffe es das Portfolio bei dieser Berechnung auf Anhieb auf den sechsten Platz.

Platz 5: Sparplan-Investoren des Allianz Strategiefonds Balance - A - EUR dürften sich über eine Geldvermehrung von 4.041 Euro freuen. Damit habe das Portfolio seine Platzierung im Halbjahresvergleich erfolgreich verteidigen können.

Platz 4: Für treue Sparplananleger, die in das Portfolio monatlich 100 Euro eingezahlt hätten, habe Fondsmanager Matthias Gruber mit seinem DWS Strategieportfolio IV in den letzten zehn Jahren 4.097 Euro erwirtschaftet. Damit sei das Produkt im Vergleich zum Jahresende 2018 zwei Ränge emporgeklettert.

Platz 3: Der Acatis - Gané Value Event Fonds habe seine Top-Platzierung bei der BVI-Sparplanstatistik auf dem dritten Platz der renditestärksten ausgewogenen Mischfonds erfolgreich halten können. Die beiden Fondsmanager Henrik Muhle und Uwe Rathausky hätten bei diesem Beispiel aus den angesparten 12.000 Euro 16.320 Euro gemacht.

Platz 2: Der Ampega Balanced 3 lande dieses Mal auf dem zweiten Rang. Das Portfolio habe damit seine Top-Platzierung aus dem vormaligen Sparplan-Check nicht halten können und sei einen Platz abgerutscht. Aus den angesparten 12.000 Euro seien hier 17.008 Euro geworden.

Platz 1: Beim Leonardo UI hätten sich die angesparten 12.000 Euro im Zehnjahresverlauf auf beeindruckende 17.129 Euro vermehrt - ein Plus von 5.129 Euro. Mit dieser Leistung habe das Fondsmanagement die einstige Nummer eins, den Ampega Balanced 3 I, vom Thron stoßen können. (Ausgabe vom 30.07.2019) (31.07.2019/fc/a/f)






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