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Goldrally vor dem Start


05.07.12 09:37
RohstoffJournal

Berlin (www.aktiencheck.de) - Spätestens nach den Ergebnissen des EU-Gipfels in der letzten Woche sollte jedem umsichtigen Anleger bewusst geworden sein, dass letztendlich kein Weg an Gold und Goldaktien vorbeiführen wird, so die Experten vom "RohstoffJournal".

Die Experten würden ja seit Jahren nicht müde, die Vorzüge von Gold-Investments in den Vordergrund zu rücken. Durch die jüngsten Ereignisse würden sie sich ein weiteres Mal bestätigt fühlen, dass Gold und Goldaktien zu Diversifikationszwecken unerlässlich seien.

Und in Kürze könnte neuer Schwung in den Goldpreis kommen. In einer ersten Reaktion auf den EU-Gipfel seien Gold und Silber bereits deutlich angestiegen. Gold habe sich wieder oberhalb der 1.600er Marke etablieren können. Eine wichtige Bewährungsprobe warte nun mit Widerstandsbereich um 1.620/1.630 US-Dollar auf das Edelmetall. Der Druck nach oben nehme unter charttechnischen Aspekten zu. Und er könnte sich weiter verstärken, sollten die 1.620/1.630 US-Dollar nach oben hin durchbrochen werden.

Charttechnik bei Gold sei zwar immer mit Vorsicht zu genießen, doch gerade kurzfristig ausgerichtete Investoren würden sich stark daran orientieren. Das Überschreiten wichtiger Chartmarken und die daraus resultierenden Kaufsignale würden dann wiederum vor allem spekulativ orientierte Adressen anziehen. So könnten sich Trends rasch verstärken.

Goldaktien würden aktuell ein überaus interessantes Chance/Risiko-Verhältnis aufweisen. Der Sektor sei derart überverkauft, dass ein Teil der Goldaktien mit einem einstelligen KGV (Kurs/Gewinn-Verhältnis) gehandelt werde und ein weiteres Gewinnwachstum stehe an.

Goldaktien seien auf dem aktuellen Niveau mindestens genauso interessant, wie das Edelmetall selbst, wenn nicht sogar noch interessanter.

Kommen wir noch einmal auf Gold zurück, so die Experten vom "RohstoffJournal". Einen wichtigen Anhaltspunkt für die Nachhaltigkeit der Goldpreisanstieges werde die weitere Bestandsentwicklung der physisch besicherten Gold-ETFs liefern. Vor allem den SPDR Gold Trust gelte es im Auge zu behalten, repräsentiere er doch fast zwei Drittel der Branche. Zudem sollte das Edelmetall in den nächsten Wochen von positiven saisonalen Aspekten profitieren können. Goldpreise im Juli jenseits der Marke von 1.700 US-Dollar sollten daher nicht überraschen.

Kurzum: Die Experten würden angesichts der Gemengelage aktuell kein Gold und keine Goldaktien verkaufen! Im Gegenteil. (05.07.2012/ac/a/m)