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Goldmarkt in Wartestellung
02.12.11 13:16
Stabilitas Fonds
Bad Salzuflen (aktiencheck.de AG) - In der Summe hat sich beim Goldpreis im November nicht viel getan, so die Experten von Stabilitas Fonds.
"Der Goldmarkt befindet sich aktuell in Wartestellung. Alle wünschen sich schnelle Entscheidungen für den Euroraum. Vorschläge gibt es jeden Tag neue, konkrete und nachhaltige Pläne fehlen aber weiterhin", habe Martin Siegel, Rohstoffexperte und Geschäftsführer der Stabilitas Fonds GmbH, gesagt. Selbst das Scheitern des US-Superkomitees, das eigens für die Bekämpfung der Schuldenlast ins Leben gerufen worden sei, habe keinen unmittelbaren Einfluss auf den Goldpreis gehabt. "Langfristig hingegen sieht sich der Goldpreis durch das Scheitern gestützt. Denn die Tatsache, dass sich Republikaner und Demokraten wieder nicht auf ein Sparprogramm einigen konnten, beweist einmal mehr, dass kein Weg an der Gelddruckmaschine vorbeiführt und der Goldpreis mittel- bis langfristig seinen Aufwärtstrend wieder aufnehmen wird", erkläre Siegel.
Noch immer gelte, dass aufgrund der allgemein großen Marktunsicherheit viele Gelder der Investoren im Geldmarkt geparkt seien. "Sobald die Zentralbanken signalisieren, ihre Inflationspolitik wieder aufzunehmen, werden Anleger auch wieder in die verschiedensten Assetklassen investieren." Hiervon sollten der Gold- und der Silberpreis, besonders aber die Gold- und Silberminenaktien profitieren.
Vom Monatsende einmal abgesehen, sei der November für alle übrigen Edel- und Industriemetalle von teils heftigen Preisabschlägen geprägt gewesen. Angst vor weltweiten Konjunktureinbrüchen beherrsche das Marktgeschehen weiter. In China seien Wirtschaftszahlen nach unten korrigiert und die Sorgen vor einer bevorstehenden Immobilienkrise angeheizt worden. Kupfer und Aluminium, die besonders von der Nachfrage aus China abhängen würden, hätten jeweils um circa 3 und 6 Prozent nachgegeben.
"Aus meiner Sicht ist der Preisabschlag vor allem bei Basismetallen aktuell übertrieben. China wächst weiter. Das Reich der Mitte weist regelmäßig neue Exportrekorde auf und auch Südamerika zum Beispiel, allen voran Brasilien und Argentinien, verzeichnet prächtige Wachstumszahlen", erkläre der Stabilitas-Experte. Eine Erholung nach dem Ausverkauf der letzten Monate halte Siegel bei den Basismetallen bis zum Jahresende für möglich.
Auch Silber sei vom allgemeinen Ausverkauf nicht verschont geblieben. Mitauslöser sei hier eine Erhöhung der Sicherheitsleistungen für Silberkontrakte durch die Shanghai Gold Exchange von 15 auf 18 Prozent gewesen. "Das reicht schon aus um zahlreiche Investoren aus dem Markt zu drängen", erkläre Siegel. "Silber ist weiterhin viel zu günstig im Vergleich zu Gold. Sobald das gelbe Metall wieder steigt, hat Silber ein mindestens doppelt so großes Aufwärtspotenzial."
Die Aktien der Minengesellschaften seien auch im November unter Druck geblieben. Bemerkenswert sei gewesen, dass der starke Goldpreiseinbruch Mitte des Monats die Minenaktien allerdings nur marginal beeinflusst habe. "Das spricht für eine Bodenbildung bei den Werten der Minengesellschaften und für eine gute Kaufgelegenheit", so Siegel. Die fundamentale Unterbewertung der Gold- und Silberminenaktien, die sich durch den Preisanstieg der Edelmetalle bei einer gleichzeitigen Abwärtsbewegung der Aktienkurse im Jahresverlauf 2011 aufgebaut habe, bilde für 2012 ein Aktienkurspotenzial in diesem Sektor von 30 bis 50 Prozent.
Für Rohöl seien die letzten Wochen wiederum durchweg erfreulich gewesen. Plus 8,9 Prozent habe WTI im Monat November zugelegt. "Das ist durchaus bemerkenswert, bedenkt man, dass alle übrigen zyklischen Rohstoffe wegen der Rezessionsängste stark unter Druck geraten sind", erkläre Siegel. Als Grund für den starken Ölpreisanstieg sehe der Rohstoffexperte die anhaltenden Unruhen im Nahen Osten. "Die Eskalation des Konflikts mit dem Iran durch die USA und Großbritannien hat den Ölpreis noch zusätzlich gestärkt", resümiere Siegel. (02.12.2011/fc/a/m)
"Der Goldmarkt befindet sich aktuell in Wartestellung. Alle wünschen sich schnelle Entscheidungen für den Euroraum. Vorschläge gibt es jeden Tag neue, konkrete und nachhaltige Pläne fehlen aber weiterhin", habe Martin Siegel, Rohstoffexperte und Geschäftsführer der Stabilitas Fonds GmbH, gesagt. Selbst das Scheitern des US-Superkomitees, das eigens für die Bekämpfung der Schuldenlast ins Leben gerufen worden sei, habe keinen unmittelbaren Einfluss auf den Goldpreis gehabt. "Langfristig hingegen sieht sich der Goldpreis durch das Scheitern gestützt. Denn die Tatsache, dass sich Republikaner und Demokraten wieder nicht auf ein Sparprogramm einigen konnten, beweist einmal mehr, dass kein Weg an der Gelddruckmaschine vorbeiführt und der Goldpreis mittel- bis langfristig seinen Aufwärtstrend wieder aufnehmen wird", erkläre Siegel.
Noch immer gelte, dass aufgrund der allgemein großen Marktunsicherheit viele Gelder der Investoren im Geldmarkt geparkt seien. "Sobald die Zentralbanken signalisieren, ihre Inflationspolitik wieder aufzunehmen, werden Anleger auch wieder in die verschiedensten Assetklassen investieren." Hiervon sollten der Gold- und der Silberpreis, besonders aber die Gold- und Silberminenaktien profitieren.
"Aus meiner Sicht ist der Preisabschlag vor allem bei Basismetallen aktuell übertrieben. China wächst weiter. Das Reich der Mitte weist regelmäßig neue Exportrekorde auf und auch Südamerika zum Beispiel, allen voran Brasilien und Argentinien, verzeichnet prächtige Wachstumszahlen", erkläre der Stabilitas-Experte. Eine Erholung nach dem Ausverkauf der letzten Monate halte Siegel bei den Basismetallen bis zum Jahresende für möglich.
Auch Silber sei vom allgemeinen Ausverkauf nicht verschont geblieben. Mitauslöser sei hier eine Erhöhung der Sicherheitsleistungen für Silberkontrakte durch die Shanghai Gold Exchange von 15 auf 18 Prozent gewesen. "Das reicht schon aus um zahlreiche Investoren aus dem Markt zu drängen", erkläre Siegel. "Silber ist weiterhin viel zu günstig im Vergleich zu Gold. Sobald das gelbe Metall wieder steigt, hat Silber ein mindestens doppelt so großes Aufwärtspotenzial."
Die Aktien der Minengesellschaften seien auch im November unter Druck geblieben. Bemerkenswert sei gewesen, dass der starke Goldpreiseinbruch Mitte des Monats die Minenaktien allerdings nur marginal beeinflusst habe. "Das spricht für eine Bodenbildung bei den Werten der Minengesellschaften und für eine gute Kaufgelegenheit", so Siegel. Die fundamentale Unterbewertung der Gold- und Silberminenaktien, die sich durch den Preisanstieg der Edelmetalle bei einer gleichzeitigen Abwärtsbewegung der Aktienkurse im Jahresverlauf 2011 aufgebaut habe, bilde für 2012 ein Aktienkurspotenzial in diesem Sektor von 30 bis 50 Prozent.
Für Rohöl seien die letzten Wochen wiederum durchweg erfreulich gewesen. Plus 8,9 Prozent habe WTI im Monat November zugelegt. "Das ist durchaus bemerkenswert, bedenkt man, dass alle übrigen zyklischen Rohstoffe wegen der Rezessionsängste stark unter Druck geraten sind", erkläre Siegel. Als Grund für den starken Ölpreisanstieg sehe der Rohstoffexperte die anhaltenden Unruhen im Nahen Osten. "Die Eskalation des Konflikts mit dem Iran durch die USA und Großbritannien hat den Ölpreis noch zusätzlich gestärkt", resümiere Siegel. (02.12.2011/fc/a/m)


