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Gold zündet nächste Rallystufe


13.04.11 08:55
RohstoffJournal

Berlin (aktiencheck.de AG) - Angesichts der geo- und finanzpolitischen Unsicherheiten setzen Investoren weiterhin auf sichere Häfen, so die Experten vom "RohstoffJournal".

(Vorausschauende) Investoren würden dem globalen Finanzsystem misstrauen (QE 2 der FED, Probleme in der Eurozone etc.) und verstärkt in Sachwerte gehen, wie etwa in Edelmetalle, aber auch in andere Rohstoffe. Hinzu kämen die Befürchtungen, dass sich ein Inflationsszenario kreiere, das, angetrieben von den in den letzten Jahren eingeleiteten Maßnahmen der Noten- und Zentralbanken und zusätzlich befeuert durch die galoppierenden Rohstoffpreise, nur schwer zu kontrollieren sei.

Im April neige Gold im Allgemeinen zwar saisonal regelmäßig zur Schwäche, doch davon sei in diesen Tagen angesichts der neuen Hochs wenig zu spüren. Die Experten hätten bereits zu Jahresbeginn 2011 darauf verwiesen, dass sich starke Parallelen zum Vorjahr abzeichnen würden. Das damals skizzierte Szenario habe sowohl von der zeitlichen Abfolge als auch von den erreichten Preiszonen (für Bewegungswechsel) recht genau eingetroffen, bis dato zumindest.

Der übergeordnete Kurskorridor der Experten vom "RohstoffJournal" 1.500 US-Dollar bis 1.600 US-Dollar stehe freilich noch aus. Mit dessen Erreichen würden die Experten noch in der ersten Jahreshälfte rechnen. Unter Beachtung der aktuellen Gegebenheiten würden sie davon ausgehen, dass eher die obere Begrenzung dieser Preisspanne erreicht werde. Für die zweite Jahreshälfte sehe ihr Erwartungsmodell im Übrigen weiter steigende Goldpreise vor - dann aber unter einer deutlichen Zunahme der Volatilität.

Das Markieren neuer Hochs sei nicht nur als ein starkes technisches Kaufsignal zu bewerten, vielmehr könnte es neue Käufer anziehen. Vor allem technisch orientierte Investoren dürften das vorliegende Signal nutzen. In diesem Zusammenhang sei auch die Entwicklung der Bestandsdaten des weltgrößten, physisch besicherten Gold-ETF, des SPDR Gold Trust, sehr interessant. Mit den neuen Hochs im Goldpreis hätten die Bestände wieder etwas zugelegt. In den kommenden Tagen gelte es, diese Entwicklung genauestens zu beobachten.

Kurzum: Das Edelmetall habe die massive Widerstandszone 1.420/1.445 US-Dollar überwinden können. Auch wenn sich jetzt noch keine nachhaltige Aufwärtsdynamik eingestellt habe, so manifestiere sich das Ausbruchsszenario mit jedem weiteren Tag, an dem das Edelmetall oberhalb von 1.445 US-Dollar notiere. Der Weg nach oben sei frei. Das neue Kaufsignal sollte das Edelmetall nun (weit) über die 1.500 US-Dollar führen. Noch kurz eine Anmerkung zu den Goldaktien. Diese sollten unmittelbar vor dem Ende ihrer Konsolidierungsphase stehen. Zumindest würden sich die Anzeichen dafür mehren, dass hier demnächst neuer Schwung reinkomme. (13.04.2011/ac/a/m)