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Gold überaus freundliche Entwicklung


19.10.10 15:52
RohstoffJournal

Berlin (aktiencheck.de AG) - Die letzten Wochen gestalteten sich für beide Edelmetalle überaus freundlich, so die Experten vom "RohstoffJournal".

Gold profitiere zum einen von einer saisonal bedingten starken Nachfrage aus der Schmuckindustrie und zum anderen von den Aussichten auf die Fortsetzung der Niedrigzinspolitik der Notenbanken. Doch auch das jetzt medial sehr beachtete Thema "Globaler Währungskrieg" mache deutlich, dass Gold dringender, denn je als sicherer Hafen gebraucht werde.

Die mittel- und langfristige Erwartung der Experten in Bezug auf Gold sei unverändert sehr, sehr positiv. Innerhalb ihres Modells sei mit dem Bruch der 1.265er Marke der Startschuss zu einer Megahausse gegeben worden. Deren eigentliches Potenzial (und das kristallisiere sich derzeit mehr und mehr heraus) werde man erst in den kommenden Jahren kennen. Für 2011 hätten die Experten ihre Goldprognose von 1.500 US-Dollar ausgehend bereits deutlich nach oben hin angepasst.

Kurzfristig (und das betreffe insbesondere den Zeitraum der nächsten vier Wochen) könnte es aber noch einmal zu Rücksetzern kommen. Die 1.400 US-Dollar dürften nach der jüngsten Rally ein zu hartnäckiger Widerstand sein, als das er im ersten Versuch geknackt werden könne. Derzeit sei das Umfeld nach Einschätzung der Experten bereits zu überkauft, um nicht zu sagen euphorisch. Das Abwärtspotenzial dürfte freilich sehr begrenzt sein.

Konkret: Die Wahrscheinlichkeit, dass es demnächst noch einmal unter die 1.300 US-Dollar gehe, würden die Experten gegenwärtig mit 40 Prozent ansetzen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es in den nächsten Wochen auf unter 1.265 US-Dollar gehen werde, würden sie aktuell bei 20 Prozent sehen. Niedrige Goldpreise dürften sofort zu Käufen führen. Es gebe nicht nur Investoren, die auf "Kaufkurse" warten würden, auch die als preissensibel bekannte asiatische Schmuckindustrie dürfte Nachfrage kreieren, sobald die Goldpreise zurückkommen sollten.

Ein weiterer Aspekt sei die Entwicklung der Bestandsdaten des SPDR Gold Trust. Die Experten hätten die Entwicklung der Bestandsdaten des SPDR Gold Trust im Auge, denn für sie seien sie ein guter Indikator, um die Befindlichkeiten und die Gemütslage von Investoren zu analysieren.

Bis dato seien noch keine signifikanten Abflüsse zu verzeichnen. Und in der Vergangenheit habe es sich immer wieder gezeigt, dass Schwächephasen beim Edelmetall eher zum Aufbau von Positionen genutzt worden seien. Erst wenn sich an dieser Stelle nachhaltig negative Tendenzen einstellen würden, sollte man vorsichtig werden und darauf reagieren.

Für Anleger dürfte in Anbetracht der langfristig exzellenten Aussichten für Gold also in erster Linie nur darum gehen, Konsolidierungsphasen des Edelmetalls geschickt und konsequent zum (weiteren) Positionsaufbau in Gold und Goldaktien zu nutzen. (19.10.2010/ac/a/m)