Gold - (sehr) wichtige Handelswoche steht an


06.08.12 15:15
RohstoffJournal

Berlin (www.aktiencheck.de) - Es ist die erste Handelswoche nach den Notenbanksitzungen, die ja bekanntlich eher für Enttäuschung am Goldmarkt sorgten, so die Experten vom "RohstoffJournal".

Nun gelte es, sich neu aufzustellen. Insofern komme der aktuellen Handelswoche eine hohe Bedeutung zu. In den kommenden Handelstagen würden die Märkte vor allem nach China schauen. Wichtige Daten würden veröffentlicht. Die Experten vom "RohstoffJournal" schauen sich daher einmal die aktuelle Situation bei Gold genauer an.

Der Greenback habe in den vergangenen Wochen von der Verunsicherung der Marktteilnehmer profitiert. US-Staatspapiere seien gesucht worden und das habe sich nicht zuletzt in einer Rally im US-Dollar-Index widergespiegelt. Die robuste Verfassung des US-Dollars sei natürlich nicht Ausdruck der eigenen Stärke, vielmehr sei es die Schwäche der anderen Währungen. Wenn man so wolle, sei der Greenback der Einäugige unter den Blinden (Papierwährungen). Wie dem auch sei. Es laufe nicht rund in der US-Wirtschaft. Der jüngste US-Arbeitsmarktbericht sei auch nicht das Gelbe vom Ei gewesen. Weitere Stimulans-Maßnahmen durch die FED seien daher wahrscheinlich.

Die seit Mai laufende Rally im US-Dollar-Index verzeichne bereits die ersten Kratzer. Der Aufwärtstrend sei gebrochen. Ob es sich um eine bullische Konsolidierung handle, würden die nächsten Tage zeigen. Die Experten hätten da so ihre Zweifel. Insofern würden sie vom Devisenmarkt Entlastung für den Goldpreis erwarten.

Ob die positiven Effekte aus der Saisonalität auch in diesem Jahr greifen würden, bleibe zwar noch abzuwarten. Allerdings habe der Markt aufgrund der Situation in Indien bereits ein Negativ-Szenario eingepreist. Hier würden die Experten eher positives Überraschungspotenzial sehen.

Dass sich Gold zum Ende der vergangenen Handelswoche über die 1.600 US-Dollar "retten" konnte, war wichtig, so die Experten vom "RohstoffJournal". Somit habe das Edelmetall noch alle Trümpfe in der Hand, kurzfristig doch noch den Widerstand bei 1.630 US-Dollar erfolgreich zu überspringen und hier so eine Entscheidung herbeizuführen. Auf der anderen Seite rufe ein signifikantes Unterschreiten der 1.600 US-Dollar unweigerlich noch einmal die 1.525 US-Dollar auf den Plan. Das sollte sich jeder charttechnisch orientierte Anleger noch einmal vor Augen führen. Die Experten hätten die Bedeutung dieser Unterstützung in vorherigen Kommentaren bereits herausgestellt. Gleichzeitig aber auch betont, dass sie Goldpreise unterhalb von 1.525 US-Dollar auf Sicht der nächsten Wochen nicht erwarten würden. Im Gegenteil.

Die Rally bei Gold und Goldaktien werde aufgrund der Gemengelage so oder so kommen. Sie könne sich allenfalls verzögern. Doch selbst einer Verzögerung könne man etwas Positives abgewinnen: So habe man noch Zeit, die eine oder andere Kaufchance zu nutzen. (06.08.2012/ac/a/m)





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