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Gold fair bewertet
04.08.11 10:33
Stabilitas Fonds
Bad Salzuflen (aktiencheck.de AG) - Zahlreiche Faktoren verunsichern Anleger seit geraumer Zeit und treiben den Goldpreis immer weiter in die Höhe, so die Experten von Stabilitas Fonds.
Länder wie Italien und Spanien, die selbst klaffende Löcher in ihren Haushalten hätten, sollten bei der Rettung Griechenlands mit anpacken. Der europäische Rettungsschirm scheine längst nicht mehr groß genug zu sein. "Die Farce, die wir in den letzten Tagen in den USA beobachten konnten, tut ihr übriges", sage Martin Siegel, Rohstoffexperte und Berater bei der Stabilitas Fonds GmbH.
Nach einer langen politischen Debatte sei die erneute Anhebung des US-Schuldenlimits beschlossen worden. "Das war eine Diskussion im luftleeren Raum - ein Spiel, bei dem jedes Lager seinen Standpunkt darlegt, um am Ende doch einfach zuzustimmen", urteile Martin Siegel. Anleger hätten sich daraufhin vermehrt in den sicheren Hafen Gold geflüchtet. Sowohl in Euro als auch in US-Dollar gemessen habe das Edelmetall mit 1.671 US-Dollar bzw. 1.165 Euro je Feinunze ein neues Allzeithoch erreicht.
Vom üblichen Sommerloch sei bei Edelmetallen in diesem Jahr nichts zu spüren. "Gold ist ein sehr emotionales Investment bei dem die Stimmung der Anleger immer eine große Rolle spielt", erkläre Siegel. Und trotz Anhebung der Schuldengrenze sei die USA faktisch zahlungsunfähig. Entscheidend sei jetzt, wie Investoren auf die jüngsten Entwicklungen reagieren würden. Die Ängste würden im System enthalten bleiben und somit sei ein schwankender Goldpreis nichts Ungewöhnliches. "Derzeit sehen wir Gold fair bewertet und halten einen Kurs von bis zu 1.800 US-Dollar im Jahresverlauf für durchaus realistisch", so Siegel weiter.
In diesem Kontext hätten auch Aktien der Minengesellschaften gut zugelegt. Goldminenaktien würden im Schnitt aber weiter hinter dem Edelmetall zurückbleiben. Mit einem Anstieg von 6,1 Prozent habe sich der XAU-Minenindex im Juli erneut etwas schlechter als Gold entwickelt (+9,9 Prozent). Damit würden Goldminenaktien ihre Unterbewertung weiter ausbauen. "Mit den aktuellen Goldpreisen können Minengesellschaften profitabel wirtschaften. Edelmetallaktien haben im zweiten Halbjahr 2011 noch ein Steigerungspotenzial von 30 bis 50 Prozent, ohne beim aktuellen Goldpreis überbewertet zu sein", erkläre der Rohstoffexperte.
Für Silber sei das Umfeld ebenfalls weiter positiv. Mit einem Anstieg von 14,9 Prozent könne das weiße Metall nach dem scharfen Einbruch im Mai zwar stärker als der Goldpreis zulegen, bleibe aber deutlich unter den bisherigen Höchstständen. Bis Ende des Jahres sehe Siegel ein Preispotenzial für Silber zwischen 50 und 60 US-Dollar.
Für Basismetalle sei der Monat Juli insgesamt erfreulich gewesen. Die Nachfrage nach Kupfer, Zink & Co sei auf hohem Niveau stabil geblieben. Neueste Konjunkturdaten würden dem Markt allerdings große Sorgen bereiten. "Die sich weltweit abschwächende Industrieproduktion deutet gegenwärtig daraufhin, dass Basismetallen kurzfristig betrachtet eine Schwächephase bevorstehen könnte", so Martin Siegel abschließend.
Nachdem der Preis für eine Tonne Kupfer im Juli um rund 4,5 Prozent zugelegt habe, habe er seit vergangenem Montag mit minus 1,6 Prozent bereits leicht nachgegeben. Ebenso verhalte es sich mit Rohöl. Während sich die Sorte WTI im Juli zwischen 96 und 100 US-Dollar weiterhin auf hohem Niveau bewegt habe, würden Sorgen über eine anstehende Rezession die Kurse aktuell unter Druck bringen. (04.08.2011/fc/a/m)
Länder wie Italien und Spanien, die selbst klaffende Löcher in ihren Haushalten hätten, sollten bei der Rettung Griechenlands mit anpacken. Der europäische Rettungsschirm scheine längst nicht mehr groß genug zu sein. "Die Farce, die wir in den letzten Tagen in den USA beobachten konnten, tut ihr übriges", sage Martin Siegel, Rohstoffexperte und Berater bei der Stabilitas Fonds GmbH.
Nach einer langen politischen Debatte sei die erneute Anhebung des US-Schuldenlimits beschlossen worden. "Das war eine Diskussion im luftleeren Raum - ein Spiel, bei dem jedes Lager seinen Standpunkt darlegt, um am Ende doch einfach zuzustimmen", urteile Martin Siegel. Anleger hätten sich daraufhin vermehrt in den sicheren Hafen Gold geflüchtet. Sowohl in Euro als auch in US-Dollar gemessen habe das Edelmetall mit 1.671 US-Dollar bzw. 1.165 Euro je Feinunze ein neues Allzeithoch erreicht.
In diesem Kontext hätten auch Aktien der Minengesellschaften gut zugelegt. Goldminenaktien würden im Schnitt aber weiter hinter dem Edelmetall zurückbleiben. Mit einem Anstieg von 6,1 Prozent habe sich der XAU-Minenindex im Juli erneut etwas schlechter als Gold entwickelt (+9,9 Prozent). Damit würden Goldminenaktien ihre Unterbewertung weiter ausbauen. "Mit den aktuellen Goldpreisen können Minengesellschaften profitabel wirtschaften. Edelmetallaktien haben im zweiten Halbjahr 2011 noch ein Steigerungspotenzial von 30 bis 50 Prozent, ohne beim aktuellen Goldpreis überbewertet zu sein", erkläre der Rohstoffexperte.
Für Silber sei das Umfeld ebenfalls weiter positiv. Mit einem Anstieg von 14,9 Prozent könne das weiße Metall nach dem scharfen Einbruch im Mai zwar stärker als der Goldpreis zulegen, bleibe aber deutlich unter den bisherigen Höchstständen. Bis Ende des Jahres sehe Siegel ein Preispotenzial für Silber zwischen 50 und 60 US-Dollar.
Für Basismetalle sei der Monat Juli insgesamt erfreulich gewesen. Die Nachfrage nach Kupfer, Zink & Co sei auf hohem Niveau stabil geblieben. Neueste Konjunkturdaten würden dem Markt allerdings große Sorgen bereiten. "Die sich weltweit abschwächende Industrieproduktion deutet gegenwärtig daraufhin, dass Basismetallen kurzfristig betrachtet eine Schwächephase bevorstehen könnte", so Martin Siegel abschließend.
Nachdem der Preis für eine Tonne Kupfer im Juli um rund 4,5 Prozent zugelegt habe, habe er seit vergangenem Montag mit minus 1,6 Prozent bereits leicht nachgegeben. Ebenso verhalte es sich mit Rohöl. Während sich die Sorte WTI im Juli zwischen 96 und 100 US-Dollar weiterhin auf hohem Niveau bewegt habe, würden Sorgen über eine anstehende Rezession die Kurse aktuell unter Druck bringen. (04.08.2011/fc/a/m)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 4.835,81 $ | 4.790,25 $ | 45,56 $ | +0,95% | 17.04./22:44 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XC0009655157 | 965515 | 5.594 $ | 3.124 $ | |


