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Gold die Chancen stehen 50:50
08.09.10 08:49
ERA Resources
Augsburg (aktiencheck.de AG) - Die Edelmetallpreise setzten ihre Aufwärtsentwicklung im August fort, so die Analysten von ERA Resources.
Der Goldpreis sei um gut 6 Prozent gestiegen und notiere mittlerweile nahe seines Allzeithochs von gut 1.260 USD je Feinunze. "Die Chancen stehen 50:50, dass Gold diese psychologisch wichtige Marke knackt. In dem Fall gäbe es keinen technischen Widerstand nach oben, sodass wir in den kommenden Wochen Notierungen um die 1.400 bis 1.500 USD je Unze sehen könnten", sage Werner J. Ullmann, Rohstoffexperte bei ERA Resources.
Auch der Silberpreis notiere bei mittlerweile fast 20 USD je Unze sehr fest und habe sich mit plus 8 Prozent im vergangenen Monat sogar deutlich besser als Gold entwickelt. Bei einer aktuellen Gold-Silber-Ratio von rund 63 bestehe laut Ullmann aber noch Luft für Silber, um weiter zu Gold aufzuschließen. Dies mache Silber als Beimischung nach wie vor attraktiv. "Die Stärke von Silber spricht auch dafür, dass die Musik bei Edelmetallen kurzfristig weiter spielt", so Ullmann.
Auch Basismetalle würden sich zurzeit positiv entwickeln, was sich insbesondere im weiteren Anstieg des Kupferpreises im vergangenen Monat widerspiegele. "Die asiatischen Volkswirtschaften stützen nach wie vor die weltweite Nachfrage nach Industriemetallen. Darüber hinaus werden in den USA die ersten neuen Konjunkturprogramme diskutiert, sodass wir hier in den kommenden Monaten weitere Unterstützung für Basismetalle insgesamt erwarten", sage Ullmann. Das größte Potenzial liege kurzfristig allerdings bei Kupfer, dessen Lagerbestände immer stärker abnehmen würden.
Bei Energiewerten habe sich der Uranpreis auf einem Niveau von 45 USD stabilisiert. "Mit dem nachhaltigen Ausbruch aus seiner Bandbreite von 40 bis 42 USD dürfte der Uranpreis in den kommenden Monaten Richtung 50 USD streben. Die Notierung passt sich wieder den langfristigen Angebots-/Nachfragebedingungen an, weshalb wir im nächste Jahr sogar einen Uranpreis von 60 USD für realistisch erachten", sage Ullmann. Dies hätte auch deutliche Auswirkungen auf Uranaktien, die im Zuge des Preiseinbruchs vor gut einem Jahr stark unter Druck geraten seien und der aktuellen Erholung bislang nur teilweise folgen würden. Der Ölpreis sei zuletzt unter Druck geraten, aufgrund der sich eintrübenden Konjunkturaussichten und hohen Lagerbestände in den USA. Analog zu Basismetallen dürfte aber auch Öl Unterstützung durch weitere konjunkturpolitische Maßnahmen erfahren.
Der Markt für Düngemittelhersteller habe im vergangenen Monat im Zeichen der potenziellen Übernahme des größten Produzenten Potash Corporation (ISIN CA73755L1076/ WKN 878149) durch BHP Billiton (ISIN GB0000566504/ WKN 908101) gestanden. Dies habe die Fantasie für Düngemittel-Werte insgesamt beflügelt, kurzfristig aber auch für teilweise enorme Übertreibungen gesorgt. "Einige Werte haben um bis zu 50 Prozent zugelegt, weshalb in der kurzen Frist hohes Rückschlagspotenzial herrscht. Wir haben dieses Umfeld genutzt, um Gewinne mitzunehmen", so Ullmann. Langfristig spreche das hohe Interesse der Rohstoffkonglomerate an Düngemittelherstellern aber weiterhin für diesen Markt.
Bei Getreide habe nach wie vor Russland das Marktgeschehen dominiert. Mit dem neuerlich verhängten Exportverbot für die kommende Winterernte sei der Weizenpreis weiter angestiegen. Darüber hinaus hätten auch Argentinien und Australien Ernteeinbußen aufgrund der vorherrschenden Trockenheit angekündigt, sodass der Preis für Weizen nun wesentlich von den verbleibenden Exporteuren Europa und den USA abhänge.
In diesem Umfeld habe auch der Maispreis einen Höchststand seit Oktober 2008 erreicht. Mit plus 9 Prozent habe Mais sogar zu den Top-Performern im August gezählt. "Dies ist ein deutliches Zeichen, dass der Getreidemarkt zurzeit stark von Spekulanten bestimmt ist, die ihre Netto-Long-Positionen weiter ausgebaut haben. Das Chance-/Risikoverhältnis ist denkbar ungünstig", sage Ullmann. (08.09.2010/ac/a/m)
Der Goldpreis sei um gut 6 Prozent gestiegen und notiere mittlerweile nahe seines Allzeithochs von gut 1.260 USD je Feinunze. "Die Chancen stehen 50:50, dass Gold diese psychologisch wichtige Marke knackt. In dem Fall gäbe es keinen technischen Widerstand nach oben, sodass wir in den kommenden Wochen Notierungen um die 1.400 bis 1.500 USD je Unze sehen könnten", sage Werner J. Ullmann, Rohstoffexperte bei ERA Resources.
Auch der Silberpreis notiere bei mittlerweile fast 20 USD je Unze sehr fest und habe sich mit plus 8 Prozent im vergangenen Monat sogar deutlich besser als Gold entwickelt. Bei einer aktuellen Gold-Silber-Ratio von rund 63 bestehe laut Ullmann aber noch Luft für Silber, um weiter zu Gold aufzuschließen. Dies mache Silber als Beimischung nach wie vor attraktiv. "Die Stärke von Silber spricht auch dafür, dass die Musik bei Edelmetallen kurzfristig weiter spielt", so Ullmann.
Bei Energiewerten habe sich der Uranpreis auf einem Niveau von 45 USD stabilisiert. "Mit dem nachhaltigen Ausbruch aus seiner Bandbreite von 40 bis 42 USD dürfte der Uranpreis in den kommenden Monaten Richtung 50 USD streben. Die Notierung passt sich wieder den langfristigen Angebots-/Nachfragebedingungen an, weshalb wir im nächste Jahr sogar einen Uranpreis von 60 USD für realistisch erachten", sage Ullmann. Dies hätte auch deutliche Auswirkungen auf Uranaktien, die im Zuge des Preiseinbruchs vor gut einem Jahr stark unter Druck geraten seien und der aktuellen Erholung bislang nur teilweise folgen würden. Der Ölpreis sei zuletzt unter Druck geraten, aufgrund der sich eintrübenden Konjunkturaussichten und hohen Lagerbestände in den USA. Analog zu Basismetallen dürfte aber auch Öl Unterstützung durch weitere konjunkturpolitische Maßnahmen erfahren.
Der Markt für Düngemittelhersteller habe im vergangenen Monat im Zeichen der potenziellen Übernahme des größten Produzenten Potash Corporation (ISIN CA73755L1076/ WKN 878149) durch BHP Billiton (ISIN GB0000566504/ WKN 908101) gestanden. Dies habe die Fantasie für Düngemittel-Werte insgesamt beflügelt, kurzfristig aber auch für teilweise enorme Übertreibungen gesorgt. "Einige Werte haben um bis zu 50 Prozent zugelegt, weshalb in der kurzen Frist hohes Rückschlagspotenzial herrscht. Wir haben dieses Umfeld genutzt, um Gewinne mitzunehmen", so Ullmann. Langfristig spreche das hohe Interesse der Rohstoffkonglomerate an Düngemittelherstellern aber weiterhin für diesen Markt.
Bei Getreide habe nach wie vor Russland das Marktgeschehen dominiert. Mit dem neuerlich verhängten Exportverbot für die kommende Winterernte sei der Weizenpreis weiter angestiegen. Darüber hinaus hätten auch Argentinien und Australien Ernteeinbußen aufgrund der vorherrschenden Trockenheit angekündigt, sodass der Preis für Weizen nun wesentlich von den verbleibenden Exporteuren Europa und den USA abhänge.
In diesem Umfeld habe auch der Maispreis einen Höchststand seit Oktober 2008 erreicht. Mit plus 9 Prozent habe Mais sogar zu den Top-Performern im August gezählt. "Dies ist ein deutliches Zeichen, dass der Getreidemarkt zurzeit stark von Spekulanten bestimmt ist, die ihre Netto-Long-Positionen weiter ausgebaut haben. Das Chance-/Risikoverhältnis ist denkbar ungünstig", sage Ullmann. (08.09.2010/ac/a/m)
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