Globale Leitindices nachgegeben


13.07.12 17:00
Erste Group Research

Wien (www.aktiencheck.de) - Die globalen Leitindices gaben diese Woche um 1,5 bis 4% nach, so die Analysten von Erste Group Research.

Der Dollar Index haussiere weiter und der Ölpreis habe sich um 1,9% verringert. Im S&P seien alle Sektorindices außer Versorger (+0,1%) gesunken. Besonders Industrie, Technologie und Rohstoffe hätten auf den Verkaufslisten gestanden und seien um etwa 5% gesunken. Auch in Europa seien zyklische Sektoren überdurchschnittlich gefallen. Banken seien 3% gefallen.

Das chinesische Wirtschaftswachstum habe sich wie erwartet in Q2 weiter abgebremst. So sei das offizielle BIP um 7,6% gestiegen, nach 8,1% in Q1. Hierbei handle es sich um den schwächsten Anstieg seit Q1/2009. Die Industrieproduktion sei derweil im Juni mit 9,5% weniger stark gewachsen als im Vormonat.

China habe letzte Woche den Leitzins schon um 31 BP auf 6,0% gesenkt, um das Wachstum zu stärken. Auch Südkorea habe jetzt mit einer Zinssenkung auf die schlechteren Wirtschaftsdaten reagiert. Die Zentralbank habe die Leitzinsen um 25 BP auf 3,0% reduziert.

SAP (ISIN DE0007164600 / WKN 716460) ("kaufen") habe mit EUR 1,06 Mrd. (+26%) einen Rekorderlös aus dem Lizenzgeschäft in Q2 geschafft. Der Gesamtumsatz - einschließlich Beratung und Schulungen - sei um 18% auf EUR 3,9 Mrd. gestiegen. Die Gründe dafür seien der Rückenwind durch vorteilhafte Wechselkurse und die Übernahme des Cloud-Software-Entwicklers SuccessFactors. SAP habe die Belegschaft weiter aufgestockt und in Q2 nochmals rund 1.550 Mitarbeiter aufgenommen. In Q1 seien es schon 3.650 gewesen, um Vertrieb und Entwicklung voranzutreiben. Das komplette Zahlenwerk werde am 24. Juli vorliegen.

Auch bei Oracle ("halten") sei es das Geschäft mit Software gewesen, das den Kaliforniern Wachstum verschafft habe, während Ausflüge ins Hardware-Geschäft dem Konzern Sorgen machen würden. Alcoa habe in Q2 ein Minus von USD 2 Mio. geschrieben, da die Preise für Aluminium deutlich gefallen seien. J.P. Morgan ("verkaufen") habe in Q2 USD 5 Mrd. verdient, 9% weniger als 2011. Die Verluste durch die Fehlspekulationen in London beziffere man bisher auf USD 4,4 Mrd.

Die Volatilität an den Märkten sinke. Die globalen Wirtschaftsdaten seien noch schlechter als erwartet, aber nicht mehr so signifikant wie noch vor einem Monat. Die Einkaufsmanagerindices würden eine Stabilisierung und teilweise eine leichte Verbesserung zeigen. Global seien sich die Zentralbanken der schlechten Wirtschaftslage bewusster und würden reagieren. In Summe erwarten die Analysten von Erste Group Research einen leichten Anstieg der Indices in den kommenden Wochen. Für eine Entwarnung bzw. einen längerfristigen breiten Anstieg aller Sektoren sei die Wirtschaftsdatenlage aber noch deutlich zu schwach. Die Analysten würden defensive Konsum, Gesundheit und Energie bevorzugen. (13.07.2012/ac/a/m)





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