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G7-Gipfel: Die Fonds-Dickschiffe
09.06.15 14:03
FundResearch
München (www.fondscheck.de) - Die Aufräumarbeiten nach dem G7-Gipfel sind in vollem Gange, so die Experten von "FundResearch".
FundResearch analysiere für Anlageberater, welches Land sich besonders gut habe präsentieren können. Die Frage der Experten: Welches der Fonds-Dickschiffe habe in den letzten fünf Jahren die höchste Outperformance gegenüber seiner Benchmark geschafft?
Den besten G7-Job aller Gipfelteilnehmer habe der Fidelity America gemacht. Fondsmanager Angel Agudo habe in den vergangenen fünf Jahren ein Plus von 141 Prozent geschafft. Platz zwei belege der DWS Deutschland von Tim Albrecht mit einer Wertentwicklung von 128,9 Prozent. Alberto Chiandettis Fidelity Italy komplettiere das Treppchen mit 79,7 Prozent. Er habe mit 45,7 Prozent auch die stärkste Outperformance zu seiner Benchmark erzielt.
Die G7-Produkte im Einzelnen:
G7-Gastgeber Deutschland habe den DWS Deutschland ins Rennen geschickt. Deutschlands größter Aktienfonds habe ein Volumen von 5,7 Milliarden Euro und sei bereits im Oktober 1993 aufgelegt worden. Aktuell sei Tim Albrecht verantwortlicher Fondsmanager. Dem DAX zeige Albrecht regelmäßig die Rücklichter: Im laufenden Jahr habe der Fondsmanager per Ende Mai ein Plus von 19,7 Prozent geschafft, während der DAX nur 16,3 Prozent erreicht habe.
Auch 2014 - als der deutsche Aktienmarkt bescheiden gelaufen sei und der Leitindex lediglich auf ein Plus von 2,7 Prozent gekommen sei - habe der DWS Deutschland 4,2 Prozent erreicht. Seine gute Bewertung mit der uro-FondsNote 2 gehe auf die Performance von 74,2 Prozent über die vergangenen vier Jahre zurück. Der DAX habe nur 56,5 Prozent geschafft. In die Top-10-Holdings des Fonds würden diese es allerdings nicht schaffen. Dort würden Titel wie Bayer, Daimler oder Allianz dominieren.
Deutschlands Nachbar Frankreich sei mit dem EdR Tricolore Rendement von Edmond de Rothschild nach Elmau gekommen. Der im Februar 2009 aufgelegte Fonds werde von Pierre Nebout und François Breton verwaltet. Nach einem schwachen Jahr 2014, als die beiden ein Plus von lediglich 0,5 Prozent erreicht hätten - der französische Gesamtmarkt habe 2,2 Prozent geschafft - hätten die Fondsmanager in diesem Jahr Rückenwind: 20,8 Prozent betrage die Wertentwicklung bis Ende Mai. Der französische Aktienmarkt bleibe mit 18,2 Prozent dahinter. So langsam müssten die beiden liefern, denn über vier Jahre hätten sie ebenfalls keine Outperformance geschafft.
Der Fonds sei mit einem Plus von 32,3 Prozent deutlich hinter dem Gesamtmarkt geblieben (43,5 Prozent). Größte Einzeltitel seien der Pharmariese Sanofi, das Militärtechnikunternehmen Thales sowie der Medienkonzern Vivendi.
Drittes kontinentaleuropäisches Land der G7 sei Italien. Das Krisenland stelle den am besten bewerteten Fonds der Gipfelstaaten: Der Fidelity Italy habe ein Volumen von 1,4 Milliarden Euro und trage als einziger die FondsNote 1. Mit dem im Oktober 1990 aufgelegten Fonds habe Fondsmanager Alberto Chiandetti im laufenden Jahr bisher ein Plus von starken 28,8 Prozent erreicht. Zum Vergleich: Der italienische Aktienmarkt habe in den ersten fünf Monaten 2015 ein Plus von 19,7 Prozent erreicht.
Im vergangenen Jahr sei allerdings einiges schief gelaufen: Während der Gesamtmarkt auf ein Plus von 2,7 Prozent gekommen sei, habe Chiandetti 2,3 Prozent verloren. Das lasse sich allerdings als Ausrutscher verzeichnen. Für den Zeitraum von drei Jahren habe er eine Outperformance von über 20 Prozent zum Gesamtmarkt geschafft und über vier Jahre habe der Fonds seinen Wert um 50,7 Prozent gesteigert, was einer Outperformance von fast 30 Prozent entspreche. Top-Holding sei das Kreditinstitut Intesa Sanpaolo. Dahinter würden der Stromversorger Enel und die Großbank UniCredit folgen.
Größter Fonds aus Großbritannien sei der M&G Recovery. Verwaltet werde der schon im Jahr 1969 aufgelegte Fonds von Tom Dobell. Doch der "Recovery" habe sicherlich schon bessere Zeiten gesehen. Derzeit trage er nur die FondsNote 5. Dobell habe den Fonds im Juli 2014 übernommen. Im vergangenen Jahr habe er 3,3 Prozent verloren, während der britische Aktienmarkt ein Plus von 7,1 Prozent verzeichnet habe.
Über die vergangenen vier Jahre habe der Fonds eine Wertentwicklung von 35,4 Prozent erreicht, der Markt hingegen komme auf 63,5 Prozent. Die Trendwende könnte aber inzwischen eingeleitet worden sein: 2015 komme Dobell auf ein Plus von 19,4 Prozent und liege damit besser als der Gesamtmarkt (14,2 Prozent). Größte Einzeltitel seien BP, der Finanzkonzern Prudential und GW Pharmaceuticals.
Der größte G7-Fonds komme aus den USA: Der Fidelity America habe ein Volumen von 7,1 Milliarden Euro. Im laufenden Jahr habe Fondsmanager Angel Agudo bisher ein Plus von 15,8 Prozent geschafft und liege damit rund fünf Prozent über dem US-Aktienmarkt. Auch 2014 habe er mit einer Wertentwicklung von 32,8 Prozent eine Outperformance geschafft. Im Zeitraum der vergangenen vier Jahre sei es für den 1990 aufgelegten Fonds um 128,5 Prozent nach oben gegangen, für den Gesamtmarkt um 109,9 Prozent. Das reiche für die FondsNote 3. Top-Holdings seien die Pharmakonzerne Pfizer und Eli Lilly sowie die Unternehmensberatung Tower Watson.
Nicht nur der größte G7-Fonds komme aus Nordamerika, sondern auch der Kleinste: Der UBS Canada komme nur auf ein Volumen von 105,5 Millionen Euro. Die 2015-Performance von 6,7 Prozent laufe den anderen Gipfel-Fonds hinterher. Auch der kanadische Aktienmarkt sei mit einem Plus von knapp zehn Prozent im laufenden Jahr leicht besser.
Das sei 2014 noch anders gewesen: Da habe das Fondsmanagement-Team eine Wertentwicklung von 13,6 Prozent erreicht - leicht über dem Gesamtmarkt mit 13,4 Prozent. Im Fonds-Note-relevanten Zeitraum von vier Jahren habe es aber nicht so rosig ausgesehen: Der 1993 aufgelegte Fonds habe nur 16,9 Prozent geschafft und bleibe damit klar hinter dem kanadischen Aktienmarkt (24 Prozent) zurück. Zu den Top-Holdings würden der Hersteller für Krankenhausbetten, Paramount Bed, der Energiekonzern Canadanian Energy Services sowie die Royal Bank of Canada zählen.
Japan habe den gut vier Milliarden Euro großen GLG Japan CoreAlpha im Gepäck. Die Fondsmanager Stephen Harker und Neil Edwards seien die Top-Performer des Gipfels im laufenden Jahr: Sie würden bisher ein Plus von 37,3 Prozent erreichen, während der japanische Aktienmarkt auf 22,1 Prozent komme.
Der im Februar 2010 aufgelegte Fonds sei dem Gesamtmarkt im vergangenen Jahr allerdings hinterhergerannt und habe eine Wertentwicklung von nur 6,2 Prozent erreicht (Markt: 9,9 Prozent). Über vier Jahre stehe jedoch die Outperformance: Der Fonds habe seinen Wert um 85,8 Prozent gesteigert, während der japanische Aktienmarkt auf 75,7 Prozent gekommen sei. Größte Einzeltitel seien die Finanzdienstleister Mizuho Financials, Sumitomo Mitsui Financial und Mitsubishi Tokyo Financial. (09.06.2015/fc/a/f)
FundResearch analysiere für Anlageberater, welches Land sich besonders gut habe präsentieren können. Die Frage der Experten: Welches der Fonds-Dickschiffe habe in den letzten fünf Jahren die höchste Outperformance gegenüber seiner Benchmark geschafft?
Den besten G7-Job aller Gipfelteilnehmer habe der Fidelity America gemacht. Fondsmanager Angel Agudo habe in den vergangenen fünf Jahren ein Plus von 141 Prozent geschafft. Platz zwei belege der DWS Deutschland von Tim Albrecht mit einer Wertentwicklung von 128,9 Prozent. Alberto Chiandettis Fidelity Italy komplettiere das Treppchen mit 79,7 Prozent. Er habe mit 45,7 Prozent auch die stärkste Outperformance zu seiner Benchmark erzielt.
Die G7-Produkte im Einzelnen:
G7-Gastgeber Deutschland habe den DWS Deutschland ins Rennen geschickt. Deutschlands größter Aktienfonds habe ein Volumen von 5,7 Milliarden Euro und sei bereits im Oktober 1993 aufgelegt worden. Aktuell sei Tim Albrecht verantwortlicher Fondsmanager. Dem DAX zeige Albrecht regelmäßig die Rücklichter: Im laufenden Jahr habe der Fondsmanager per Ende Mai ein Plus von 19,7 Prozent geschafft, während der DAX nur 16,3 Prozent erreicht habe.
Auch 2014 - als der deutsche Aktienmarkt bescheiden gelaufen sei und der Leitindex lediglich auf ein Plus von 2,7 Prozent gekommen sei - habe der DWS Deutschland 4,2 Prozent erreicht. Seine gute Bewertung mit der uro-FondsNote 2 gehe auf die Performance von 74,2 Prozent über die vergangenen vier Jahre zurück. Der DAX habe nur 56,5 Prozent geschafft. In die Top-10-Holdings des Fonds würden diese es allerdings nicht schaffen. Dort würden Titel wie Bayer, Daimler oder Allianz dominieren.
Deutschlands Nachbar Frankreich sei mit dem EdR Tricolore Rendement von Edmond de Rothschild nach Elmau gekommen. Der im Februar 2009 aufgelegte Fonds werde von Pierre Nebout und François Breton verwaltet. Nach einem schwachen Jahr 2014, als die beiden ein Plus von lediglich 0,5 Prozent erreicht hätten - der französische Gesamtmarkt habe 2,2 Prozent geschafft - hätten die Fondsmanager in diesem Jahr Rückenwind: 20,8 Prozent betrage die Wertentwicklung bis Ende Mai. Der französische Aktienmarkt bleibe mit 18,2 Prozent dahinter. So langsam müssten die beiden liefern, denn über vier Jahre hätten sie ebenfalls keine Outperformance geschafft.
Der Fonds sei mit einem Plus von 32,3 Prozent deutlich hinter dem Gesamtmarkt geblieben (43,5 Prozent). Größte Einzeltitel seien der Pharmariese Sanofi, das Militärtechnikunternehmen Thales sowie der Medienkonzern Vivendi.
Im vergangenen Jahr sei allerdings einiges schief gelaufen: Während der Gesamtmarkt auf ein Plus von 2,7 Prozent gekommen sei, habe Chiandetti 2,3 Prozent verloren. Das lasse sich allerdings als Ausrutscher verzeichnen. Für den Zeitraum von drei Jahren habe er eine Outperformance von über 20 Prozent zum Gesamtmarkt geschafft und über vier Jahre habe der Fonds seinen Wert um 50,7 Prozent gesteigert, was einer Outperformance von fast 30 Prozent entspreche. Top-Holding sei das Kreditinstitut Intesa Sanpaolo. Dahinter würden der Stromversorger Enel und die Großbank UniCredit folgen.
Größter Fonds aus Großbritannien sei der M&G Recovery. Verwaltet werde der schon im Jahr 1969 aufgelegte Fonds von Tom Dobell. Doch der "Recovery" habe sicherlich schon bessere Zeiten gesehen. Derzeit trage er nur die FondsNote 5. Dobell habe den Fonds im Juli 2014 übernommen. Im vergangenen Jahr habe er 3,3 Prozent verloren, während der britische Aktienmarkt ein Plus von 7,1 Prozent verzeichnet habe.
Über die vergangenen vier Jahre habe der Fonds eine Wertentwicklung von 35,4 Prozent erreicht, der Markt hingegen komme auf 63,5 Prozent. Die Trendwende könnte aber inzwischen eingeleitet worden sein: 2015 komme Dobell auf ein Plus von 19,4 Prozent und liege damit besser als der Gesamtmarkt (14,2 Prozent). Größte Einzeltitel seien BP, der Finanzkonzern Prudential und GW Pharmaceuticals.
Der größte G7-Fonds komme aus den USA: Der Fidelity America habe ein Volumen von 7,1 Milliarden Euro. Im laufenden Jahr habe Fondsmanager Angel Agudo bisher ein Plus von 15,8 Prozent geschafft und liege damit rund fünf Prozent über dem US-Aktienmarkt. Auch 2014 habe er mit einer Wertentwicklung von 32,8 Prozent eine Outperformance geschafft. Im Zeitraum der vergangenen vier Jahre sei es für den 1990 aufgelegten Fonds um 128,5 Prozent nach oben gegangen, für den Gesamtmarkt um 109,9 Prozent. Das reiche für die FondsNote 3. Top-Holdings seien die Pharmakonzerne Pfizer und Eli Lilly sowie die Unternehmensberatung Tower Watson.
Nicht nur der größte G7-Fonds komme aus Nordamerika, sondern auch der Kleinste: Der UBS Canada komme nur auf ein Volumen von 105,5 Millionen Euro. Die 2015-Performance von 6,7 Prozent laufe den anderen Gipfel-Fonds hinterher. Auch der kanadische Aktienmarkt sei mit einem Plus von knapp zehn Prozent im laufenden Jahr leicht besser.
Das sei 2014 noch anders gewesen: Da habe das Fondsmanagement-Team eine Wertentwicklung von 13,6 Prozent erreicht - leicht über dem Gesamtmarkt mit 13,4 Prozent. Im Fonds-Note-relevanten Zeitraum von vier Jahren habe es aber nicht so rosig ausgesehen: Der 1993 aufgelegte Fonds habe nur 16,9 Prozent geschafft und bleibe damit klar hinter dem kanadischen Aktienmarkt (24 Prozent) zurück. Zu den Top-Holdings würden der Hersteller für Krankenhausbetten, Paramount Bed, der Energiekonzern Canadanian Energy Services sowie die Royal Bank of Canada zählen.
Japan habe den gut vier Milliarden Euro großen GLG Japan CoreAlpha im Gepäck. Die Fondsmanager Stephen Harker und Neil Edwards seien die Top-Performer des Gipfels im laufenden Jahr: Sie würden bisher ein Plus von 37,3 Prozent erreichen, während der japanische Aktienmarkt auf 22,1 Prozent komme.
Der im Februar 2010 aufgelegte Fonds sei dem Gesamtmarkt im vergangenen Jahr allerdings hinterhergerannt und habe eine Wertentwicklung von nur 6,2 Prozent erreicht (Markt: 9,9 Prozent). Über vier Jahre stehe jedoch die Outperformance: Der Fonds habe seinen Wert um 85,8 Prozent gesteigert, während der japanische Aktienmarkt auf 75,7 Prozent gekommen sei. Größte Einzeltitel seien die Finanzdienstleister Mizuho Financials, Sumitomo Mitsui Financial und Mitsubishi Tokyo Financial. (09.06.2015/fc/a/f)
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