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Franklin K2 Alternative Strategies Fund: Rückblick auf das letzte Halbjahr 2015 - Fondsanalyse
03.02.16 08:50
Franklin Templeton
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Franklin K2 Alternative Strategies Fund hat sich 2015 gut geschlagen, so Brooks Ritchey, Senior Managing Director bei K2 Advisors, Franklin Templeton Solutions.
Vor allem in den turbulenten Börsenzeiten im Sommer habe der Fonds seine Stärke ausspielen können. Per 15.01.2016 habe der Fonds nur 3,6% verloren, während der MCSI World dagegen einen Verlust von 9,4% zu verbuchen habe.
Das Portfoliomanagement des Fonds befürchte derzeit eine Abschwächung des globalen Wachstums. Aus diesem Grund habe es das Engagement in aktiensensiblen Strategien (Long/Short Equity und Event-Driven) verringert und die Gewichtung defensiver Strategien (Relative Value und Global Macro) verstärkt.
Ritchey kommentiere: "Die Verluste auf den chinesischen Aktienmärkten und die Abwertung des Chinesischen Yuan veranlassten uns zum Abbau von Risiken. Die in den Vorwochen erfolgte Neuausrichtung und Risikorückführung sorgten dafür, dass wir den Aktien-Crash vom 24. August 2015 nur in geringem Umfang spürten. Der MSCI ACWI-Index verlor im August 7,04%. Der Franklin K2 Alternative Strategies Fund büßte im gleichen Zeitraum nur 1,5% ein und lag im bisherigen Jahresverlauf weiter im Plus."
Die beiden Global-Macro-Manager im Portfolio hätten im dritten Quartal Gewinne erzielt und zur Begrenzung der Fondsverluste beigetragen. Der Sub-Manager EMSO zum Beispiel habe von Long-Positionen in griechischen Staatsanleihen profitiert, da sich das Land mit seinen Gläubigern geeinigt habe. GRAHAM habe an Long-Positionen in US-amerikanischen und kanadischen Staatsanleihen sowie am Short-Engagement im Kanadischen und Australischen Dollar verdient.
Long/Short Equity-Manager hätten für das dritte Quartal 2015 3,0% Verlust verbucht, der größtenteils auf den August entfallen sei. Ritchey erkläre, woran das gelegen habe: "Gesundheitswerte gerieten unter Druck, weil Hillary Clinton von strengerer Regulierung der Medikamentenpreise sprach. Und der Technologiesektor gab seit Jahresbeginn erzielte Gewinne ab - aus Angst, der Ausblick auf Gewinnsteigerungen könne nicht stark genug sein, um die Bewertungen zur Jahresmitte mitzutragen."
Im vierten Quartal 2015 sei das Portfolio im Franklin K2 Alternative Strategies Fund in einem konservativen Risikomodus positioniert geblieben. Sorgen um eine mögliche Erhöhung der US-Zinsen am 16. Dezember hätten im Fokus gestanden. Der anhaltende Abwärtstrend bei globalen Rohstoffen werde als Indiz für eine fortgesetzte globale Konjunkturabschwächung eingestuft.
Long/Short Equity-Manager hätten gute Leistungen erzielt. Alle vier Manager hätten für das Quartal Gewinne ausgewiesen. Auf Technologie fokussierte Manager (Wellington) und die beiden Generalisten (Chilton und Impala) hätten die Aktien-Rally vom Oktober gut ausnutzen können.
Die Performance der Macro-Manager sei dagegen uneinheitlich ausgefallen. EMSO habe ein weiteres positives Quartal verbucht, unterstützt durch Long-Positionen in argentinischen Staatsanleihen. Diese hätten positiv auf den Sieg von Oppositionsführer Macri in der ersten Runde der Präsidentenwahl reagiert. Eine Long-Position in russischen Staatsanleihen habe ferner von einer Erholung der Ölpreise im Oktober profitiert. GRAHAM dagegen habe das Quartal mit einem Minus abgeschlossen.
Der Event-Driven-Manager PSAM habe im vierten Quartal mit leichten Gewinnen aufwarten können. Long-Positionen in Aktien aus den Sektoren Technologie und Kommunikation und den Regionen USA und Europa hätten dazu beigetragen.
"Mit Blick auf die Zukunft bleiben wir vorsichtig", erkläre Ritchey. "Wir erachten Long/Short Equity für die nächsten 12 bis 18 Monate als attraktiv und haben dieses Segment im Portfolio entsprechend dimensioniert. Bei einsetzender Normalisierung der Zinsen durch die FED, Aktienbewertungen am oberen Ende ihrer historischen Bandbreite und verstärkter Marktvolatilität liegt der Fokus auf den Fundamentaldaten der Unternehmen, die auf Long- und Short-Seite attraktive Chancen eröffnen. Wir entdecken weiterhin die interessantesten Chancen in den Sektoren Technologie und Gesundheit. Die rückläufigen Ölpreise und die Abkühlung in China hatten zudem unterschiedliche Effekte auf europäische Länder und Sektoren. Das schafft in aller Regel ein günstiges Umfeld für Long/Short-Anlagen, wenn sich herauskristallisiert, welche Unternehmen Gewinner sind - und welche die Verlierer."
Global Macro beurteile Ritchey positiv: "Wachsende Unsicherheit über das globale Wachstum und den Inflationsausblick beherrscht auch weiterhin die Märkte. Rohstoffe haben den tiefsten Stand seit mehreren Jahrzehnten erreicht. Im Mittelpunkt steht dabei Öl. Die Schwellenmärkte haben zu kämpfen, da ihre Volkswirtschaften durch gefallene Rohstoffpreise und wettbewerbsorientierte Währungsabwertungen belastet werden. Als ein globaler Wachstumstreiber steht China weiter im Fokus. Das Land ringt mit der Umstellung seiner Wirtschaft vom Export auf eine eher an der Binnennachfrage orientierte Ausrichtung. Diese Probleme haben zu Verzerrungen der Indizes für Aktien, Anleihen, Währungen und Rohstoffe geführt und so reizvolle Chancen auf Long/Short-Anlagen für Global-Macro-Manager eröffnet, die über alle Regionen und Vermögensklassen hinweg investieren können."
Relative-Value-Strategien schätze das Fondsmanagement ebenfalls positiv ein. Abweichungen in der Notenbankpolitik, Sorgen um das globale Wachstum und Ungewissheit um die Zinsentwicklung in den USA hätten zu zunehmender Volatilität auf den Rentenmärkten geführt. Das schaffe Long/Short-Gelegenheiten für auf Relative Value im festverzinslichen Bereich spezialisierte Manager.
Event-Driven-Strategien beurteile Ritchey auf kürzere Sicht skeptisch, was das Team zu einer konservativen Gewichtung im Portfolio veranlasst habe. "Trotz einer robusten Serie von Aktienrückkäufen, Fusionen und anderen Unternehmensereignissen sind Event-Driven-Manager möglicherweise nicht in der Lage, nennenswerte Renditen zu erwirtschaften, da Aktienmarktängste unternehmensspezifische Entwicklungen übertönen können", erläutere der Experte.
Das Fondsmanagement behalte weiter aufmerksam die Risiken im Auge, die verschiedene Beta-Einflüsse für das Portfolio darstellen würden. Alternativ gehe es davon aus, dass sich eher mit Short-Hedges und positiver Einzeltitelauswahl bei Long-Positionen (beziehungsweise Alpha) Gewinne für das Portfolio erzielen lassen würden. (Ausgabe Februar 2016) (03.02.2016/fc/a/f)
Vor allem in den turbulenten Börsenzeiten im Sommer habe der Fonds seine Stärke ausspielen können. Per 15.01.2016 habe der Fonds nur 3,6% verloren, während der MCSI World dagegen einen Verlust von 9,4% zu verbuchen habe.
Das Portfoliomanagement des Fonds befürchte derzeit eine Abschwächung des globalen Wachstums. Aus diesem Grund habe es das Engagement in aktiensensiblen Strategien (Long/Short Equity und Event-Driven) verringert und die Gewichtung defensiver Strategien (Relative Value und Global Macro) verstärkt.
Ritchey kommentiere: "Die Verluste auf den chinesischen Aktienmärkten und die Abwertung des Chinesischen Yuan veranlassten uns zum Abbau von Risiken. Die in den Vorwochen erfolgte Neuausrichtung und Risikorückführung sorgten dafür, dass wir den Aktien-Crash vom 24. August 2015 nur in geringem Umfang spürten. Der MSCI ACWI-Index verlor im August 7,04%. Der Franklin K2 Alternative Strategies Fund büßte im gleichen Zeitraum nur 1,5% ein und lag im bisherigen Jahresverlauf weiter im Plus."
Die beiden Global-Macro-Manager im Portfolio hätten im dritten Quartal Gewinne erzielt und zur Begrenzung der Fondsverluste beigetragen. Der Sub-Manager EMSO zum Beispiel habe von Long-Positionen in griechischen Staatsanleihen profitiert, da sich das Land mit seinen Gläubigern geeinigt habe. GRAHAM habe an Long-Positionen in US-amerikanischen und kanadischen Staatsanleihen sowie am Short-Engagement im Kanadischen und Australischen Dollar verdient.
Long/Short Equity-Manager hätten für das dritte Quartal 2015 3,0% Verlust verbucht, der größtenteils auf den August entfallen sei. Ritchey erkläre, woran das gelegen habe: "Gesundheitswerte gerieten unter Druck, weil Hillary Clinton von strengerer Regulierung der Medikamentenpreise sprach. Und der Technologiesektor gab seit Jahresbeginn erzielte Gewinne ab - aus Angst, der Ausblick auf Gewinnsteigerungen könne nicht stark genug sein, um die Bewertungen zur Jahresmitte mitzutragen."
Im vierten Quartal 2015 sei das Portfolio im Franklin K2 Alternative Strategies Fund in einem konservativen Risikomodus positioniert geblieben. Sorgen um eine mögliche Erhöhung der US-Zinsen am 16. Dezember hätten im Fokus gestanden. Der anhaltende Abwärtstrend bei globalen Rohstoffen werde als Indiz für eine fortgesetzte globale Konjunkturabschwächung eingestuft.
Die Performance der Macro-Manager sei dagegen uneinheitlich ausgefallen. EMSO habe ein weiteres positives Quartal verbucht, unterstützt durch Long-Positionen in argentinischen Staatsanleihen. Diese hätten positiv auf den Sieg von Oppositionsführer Macri in der ersten Runde der Präsidentenwahl reagiert. Eine Long-Position in russischen Staatsanleihen habe ferner von einer Erholung der Ölpreise im Oktober profitiert. GRAHAM dagegen habe das Quartal mit einem Minus abgeschlossen.
Der Event-Driven-Manager PSAM habe im vierten Quartal mit leichten Gewinnen aufwarten können. Long-Positionen in Aktien aus den Sektoren Technologie und Kommunikation und den Regionen USA und Europa hätten dazu beigetragen.
"Mit Blick auf die Zukunft bleiben wir vorsichtig", erkläre Ritchey. "Wir erachten Long/Short Equity für die nächsten 12 bis 18 Monate als attraktiv und haben dieses Segment im Portfolio entsprechend dimensioniert. Bei einsetzender Normalisierung der Zinsen durch die FED, Aktienbewertungen am oberen Ende ihrer historischen Bandbreite und verstärkter Marktvolatilität liegt der Fokus auf den Fundamentaldaten der Unternehmen, die auf Long- und Short-Seite attraktive Chancen eröffnen. Wir entdecken weiterhin die interessantesten Chancen in den Sektoren Technologie und Gesundheit. Die rückläufigen Ölpreise und die Abkühlung in China hatten zudem unterschiedliche Effekte auf europäische Länder und Sektoren. Das schafft in aller Regel ein günstiges Umfeld für Long/Short-Anlagen, wenn sich herauskristallisiert, welche Unternehmen Gewinner sind - und welche die Verlierer."
Global Macro beurteile Ritchey positiv: "Wachsende Unsicherheit über das globale Wachstum und den Inflationsausblick beherrscht auch weiterhin die Märkte. Rohstoffe haben den tiefsten Stand seit mehreren Jahrzehnten erreicht. Im Mittelpunkt steht dabei Öl. Die Schwellenmärkte haben zu kämpfen, da ihre Volkswirtschaften durch gefallene Rohstoffpreise und wettbewerbsorientierte Währungsabwertungen belastet werden. Als ein globaler Wachstumstreiber steht China weiter im Fokus. Das Land ringt mit der Umstellung seiner Wirtschaft vom Export auf eine eher an der Binnennachfrage orientierte Ausrichtung. Diese Probleme haben zu Verzerrungen der Indizes für Aktien, Anleihen, Währungen und Rohstoffe geführt und so reizvolle Chancen auf Long/Short-Anlagen für Global-Macro-Manager eröffnet, die über alle Regionen und Vermögensklassen hinweg investieren können."
Relative-Value-Strategien schätze das Fondsmanagement ebenfalls positiv ein. Abweichungen in der Notenbankpolitik, Sorgen um das globale Wachstum und Ungewissheit um die Zinsentwicklung in den USA hätten zu zunehmender Volatilität auf den Rentenmärkten geführt. Das schaffe Long/Short-Gelegenheiten für auf Relative Value im festverzinslichen Bereich spezialisierte Manager.
Event-Driven-Strategien beurteile Ritchey auf kürzere Sicht skeptisch, was das Team zu einer konservativen Gewichtung im Portfolio veranlasst habe. "Trotz einer robusten Serie von Aktienrückkäufen, Fusionen und anderen Unternehmensereignissen sind Event-Driven-Manager möglicherweise nicht in der Lage, nennenswerte Renditen zu erwirtschaften, da Aktienmarktängste unternehmensspezifische Entwicklungen übertönen können", erläutere der Experte.
Das Fondsmanagement behalte weiter aufmerksam die Risiken im Auge, die verschiedene Beta-Einflüsse für das Portfolio darstellen würden. Alternativ gehe es davon aus, dass sich eher mit Short-Hedges und positiver Einzeltitelauswahl bei Long-Positionen (beziehungsweise Alpha) Gewinne für das Portfolio erzielen lassen würden. (Ausgabe Februar 2016) (03.02.2016/fc/a/f)
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| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| LU1093756168 | A119QP | 14,18 $ | 12,64 $ | |


