Frankfurter Fondshandel: Privatanleger bevorzugen Strümpfe


17.07.12 09:37
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - "Uneinheitliche Tendenz bei niedrigen Umsätzen" beschreiben Market Maker das Geschehen im Fondshandel in der vergangenen Woche, so die Deutsche Börse AG.

"Der Markt ist ziemlich fest, allerdings sind die Umsätze mau - wenn überhaupt. Private Anleger scheinen gar nicht mehr mitzuspielen und ihr Geld lieber in ihren Strümpfen zu verstecken", spekuliere Frank Wöllnitz von ICF Kursmakler. Auch Matthias Präger, Market Maker der Baader Bank, berichte von einer sehr dünnen Handelsaktivität, beobachte indes aber überwiegend Abgaben. "Eine Ausnahme bildeten jedoch US-Dollar-Titel, die tendenziell eher gefragt waren", merke der Händler an.

Aktienportfolios mit Schwerpunkt Deutschland und Europa stünden laut Präger derzeit auf der Abschussliste. Unter anderem seien der UniFonds und der Allianz Nebenwerte Deutschland verkauft worden. Aber auch bei international ausgerichteten Aktienfonds beobachte Präger überwiegend Abflüsse. Hier seien die Investoren etwa aus dem Lingohr-Systematic-LBB-Invest oder dem DWS Top 50 Welt Fund ausgestiegen.

Wöllnitz berichte unterdessen von regem Interesse nach international ausgerichteten Mischfonds, die in verschiedenen Regionen und Assetklassen investieren würden. "Hier spiegelt sich wider, dass Investoren offenbar nach einer breiten Fächerung suchen. Spezielle Fonds, die auf einzelne Regionen oder Branchen setzen, fallen indes immer mehr weg", erkläre der Market Maker. Zu den umsatzstärksten Produkten dieses Segments hätten nach Auskunft von Wöllnitz der Carmignac Patrimoine sowie der Carmignac Euro-Patrimoine und der FvS Strategie Multiple Opportunities gezählt. Einen deutlichen Käuferüberhang habe der Händler zudem im ebenfalls breit aufgestellten Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen beobachtet. "Dieser Fonds läuft schon lange sehr gut und hat sich ja auch ordentlich entwickelt", meine Wöllnitz.

Um Immobilienfonds, die im Zuge einiger Fondsschließungen im April ein reges Handelsaufkommen verzeichnet hätten, sei es nach Auskunft der Händler wieder ruhiger geworden. Auffällig seien laut Wöllnitz in der vergangenen Woche lediglich verstärkte Verkäufe im KanAm grundinvest Fonds gewesen. "Der Fonds gehört zu denjenigen, die bereits geschlossen und inzwischen liquidiert wurden", erläutere der Market Maker.

Von fast ausschließlich Käufen berichte Präger bei Edelmetallportfolios. Angesichts des zuletzt wieder anziehenden Goldpreises seien dabei vor allem Goldminenportfolios gefragt, etwa der Earth Gold Fund UI oder der NESTOR-Gold Fonds.

Hinsichtlich asiatischer Aktien lasse sich laut Präger aktuell keine einheitliche Tendenz ausmachen. In Fonds mit Ausrichtung auf diese Region seien sowohl Käufe (ISIN LU0348798264 / WKN A0Q1LJ, ISIN LU0029875118 / WKN 971661) als auch Verkäufe (ISIN IE0031069382 / WKN 692191, ISIN LU0048573645 / WKN 973254) zu beobachten.

Laut ICF Kursmakler habe es in der vergangenen Woche jedoch einige sehr große Kauforders für japanische Aktienfonds gegeben, die für einen Anstieg der Durchschnittsumsätze in Fonds mit Anlageschwerpunkt Asien gesorgt hätten. Wie Wöllnitz berichte, sei dabei unter anderem der Franklin Templeton Japan Fund gekauft worden. (17.07.2012/fc/a/f)





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