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Fondshandel: Umwelt zieht immer
17.12.21 09:00
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Erst hohe Schwankungen und hohe Umsätze, nun wenig Schwankungen, wenig Umsätze - im Handel mit Fonds ist Ruhe eingekehrt, so die Deutsche Börse AG.
"Als der DAX Mitte November aufgrund der Omikron-Nachrichten rund 500 Punkte verloren hat, war richtig viel los", berichte Matthias Präger von der Baader Bank. Auch laut Ivo Orlemann von der ICF Bank sei der November noch von hohen Umsätzen geprägt gewesen. "Jetzt fehlen einfach die Impulse."
Anleger würden sich weiter vor allem für Technologie- und Biotechnologie- sowie Umweltfonds interessieren, wie Orlemann feststelle. Während Tech- und Biotech-Aktien je nach Marktlage mal gekauft und mal verkauft würden, würden Umweltfonds konstant gekauft. "Bei Technologiefonds hängt das zum Beispiel von der Richtung der NASDAQ ab, bei Biotechfonds von Impfstoffnachrichten."
Hohe Umsätze würden zum Beispiel der Fidelity Global Technology in ausschüttender und thesaurierender Variante aufweisen, ebenso der Franklin Technology und der DWS Technology (ISIN DE0008474149 / WKN 847414). Auch spezialisiertere Tech-Fonds wie der Allianz Informationstechnologie und der Nordinternet (ISIN DE0009785303 / WKN 978530), ein weltweit investierender Fonds von Amundi mit Internetaktien, würden rege gehandelt. Große Technologiefonds wie der Fidelity Global Technology hätten zuletzt zwar etwas verloren, der Fonds komme seit Jahresanfang aber immer noch auf ein beachtliches Kursplus von 28 Prozent, auf Dreijahressicht sogar auf 33 Prozent im Jahr.
Zu den umsatzstarken Biotech-Fonds bei der ICF Bank würden der Allianz Biotechnologie (ISIN DE0008481862/ WKN848186), der DWS Biotech (ISIN DE0009769976/ WKN976997) und der APO Medical Opportunities gehören.
Von Marktbewegungen unbeeindruckt würden sich Anleger in Sachen Umweltfonds zeigen: Stetig nachgefragt seien etwa der ERSTE WWF Stock Environment in thesaurierender (ISIN AT0000705678 / WKN 694115) und ausschüttender Form (ISIN AT0000705660 / WKN 694114) und die ÖkoWorld-Fonds ÖkoWorld ÖkoVision Classic und ÖkoWorld Klima.
Die Fonds könnten sich weiter gut sehen lassen: Der ÖkoVision Classic komme auf Dreijahressicht auf 16,7 Prozent im Jahr, der ÖkoWorld Klima auf 26 Prozent. Der schon 1996 aufgelegte ÖkoVision Classic, der weltweit nach strengen ethisch-ökologischen Kriterien in Aktien anlege, habe mittlerweile Gelder in Höhe von 2,5 Milliarden Euro angesammelt. Geografisch seien die USA und Europa Anlageschwerpunkte. Der 2007 aufgelegte ÖkoWorld Klima, rund 800 Millionen Euro schwer, investiere weltweit in Unternehmen, die zur Behebung der Ursachen des Treibhauseffekts beitragen würden. Zu den Anlageschwerpunkten würden Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Recycling, neue Werkstoffe und nachhaltige Land- und Forstwirtschaft gehören. Geografisch seien die USA am stärksten vertreten, gefolgt von Asien und Europa.
Breit streuende Aktienfonds stünden - typisch für den Börsenhandel - oft auf den Verkaufslisten, wie Präger melde. Dazu würden etwa der DWS Deutschland (ISIN DE0008490962/ WKN849096) und der Fondak mit deutschen Aktien sowie die international investierenden DWS Top Dividende (ISIN DE0009848119/ WKN984811) und Dirk Müller Premium Aktien (ISIN DE000A111ZF1 / WKN A111ZF) gehören. Gekauft würden hingegen der BlackRock Global Funds Continental European Flex und der AGIF - Allianz Thematica.
Tendenziell abgegeben würden laut Präger außerdem Fonds mit asiatischen Aktien, etwa der UBS (Lux) China Opportunity, eher gekauft werde der AGIF Allianz Oriental Income. "Das sind aber wirklich kleine Umsätze."
Nicht viel los sei im Bereich Minenfonds. "Dabei ist der Goldpreis im November ja um 100 auf über 1.860 US-Dollar gestiegen und dann wieder gefallen", bemerke Präger. Aktuell liege der Preis für die Feinunze wieder bei 1.785 US-Dollar.
Statt auf Gold würden Anleger offenbar eher auf Rohstoffe der "nächsten Generation" schauen: Der Structured Solutions Next Generation Resources weise Präger zufolge jedenfalls noch vergleichsweise hohe Umsätze auf. Nach den zuletzt vielen Käufen überwögen nun aber die Abgaben. Der Fonds konzentriere sich auf Unternehmen, die "Next Generation"-Rohstoffe fördern würden. Gemeint seien etwa Lithium, Kobalt oder Grafit, die in Zukunft stark nachgefragt sein dürften. Seit Jahresanfang sei der Kurs des Anteilsscheins schon um 60 Prozent gestiegen.
Weiter sehr viel um gehe außerdem in Immobilienfonds. Sehr umsatzstark sei der HausInvest. Ein hohes Handelsaufkommen beobachte Orlemann außerdem im UniImmo Europa, UniImmo Deutschland und grundbesitz Europa. (Ausgabe vom 16.12.2021) (17.12.2021/fc/a/f)
"Als der DAX Mitte November aufgrund der Omikron-Nachrichten rund 500 Punkte verloren hat, war richtig viel los", berichte Matthias Präger von der Baader Bank. Auch laut Ivo Orlemann von der ICF Bank sei der November noch von hohen Umsätzen geprägt gewesen. "Jetzt fehlen einfach die Impulse."
Anleger würden sich weiter vor allem für Technologie- und Biotechnologie- sowie Umweltfonds interessieren, wie Orlemann feststelle. Während Tech- und Biotech-Aktien je nach Marktlage mal gekauft und mal verkauft würden, würden Umweltfonds konstant gekauft. "Bei Technologiefonds hängt das zum Beispiel von der Richtung der NASDAQ ab, bei Biotechfonds von Impfstoffnachrichten."
Hohe Umsätze würden zum Beispiel der Fidelity Global Technology in ausschüttender und thesaurierender Variante aufweisen, ebenso der Franklin Technology und der DWS Technology (ISIN DE0008474149 / WKN 847414). Auch spezialisiertere Tech-Fonds wie der Allianz Informationstechnologie und der Nordinternet (ISIN DE0009785303 / WKN 978530), ein weltweit investierender Fonds von Amundi mit Internetaktien, würden rege gehandelt. Große Technologiefonds wie der Fidelity Global Technology hätten zuletzt zwar etwas verloren, der Fonds komme seit Jahresanfang aber immer noch auf ein beachtliches Kursplus von 28 Prozent, auf Dreijahressicht sogar auf 33 Prozent im Jahr.
Zu den umsatzstarken Biotech-Fonds bei der ICF Bank würden der Allianz Biotechnologie (ISIN DE0008481862/ WKN848186), der DWS Biotech (ISIN DE0009769976/ WKN976997) und der APO Medical Opportunities gehören.
Die Fonds könnten sich weiter gut sehen lassen: Der ÖkoVision Classic komme auf Dreijahressicht auf 16,7 Prozent im Jahr, der ÖkoWorld Klima auf 26 Prozent. Der schon 1996 aufgelegte ÖkoVision Classic, der weltweit nach strengen ethisch-ökologischen Kriterien in Aktien anlege, habe mittlerweile Gelder in Höhe von 2,5 Milliarden Euro angesammelt. Geografisch seien die USA und Europa Anlageschwerpunkte. Der 2007 aufgelegte ÖkoWorld Klima, rund 800 Millionen Euro schwer, investiere weltweit in Unternehmen, die zur Behebung der Ursachen des Treibhauseffekts beitragen würden. Zu den Anlageschwerpunkten würden Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Recycling, neue Werkstoffe und nachhaltige Land- und Forstwirtschaft gehören. Geografisch seien die USA am stärksten vertreten, gefolgt von Asien und Europa.
Breit streuende Aktienfonds stünden - typisch für den Börsenhandel - oft auf den Verkaufslisten, wie Präger melde. Dazu würden etwa der DWS Deutschland (ISIN DE0008490962/ WKN849096) und der Fondak mit deutschen Aktien sowie die international investierenden DWS Top Dividende (ISIN DE0009848119/ WKN984811) und Dirk Müller Premium Aktien (ISIN DE000A111ZF1 / WKN A111ZF) gehören. Gekauft würden hingegen der BlackRock Global Funds Continental European Flex und der AGIF - Allianz Thematica.
Tendenziell abgegeben würden laut Präger außerdem Fonds mit asiatischen Aktien, etwa der UBS (Lux) China Opportunity, eher gekauft werde der AGIF Allianz Oriental Income. "Das sind aber wirklich kleine Umsätze."
Nicht viel los sei im Bereich Minenfonds. "Dabei ist der Goldpreis im November ja um 100 auf über 1.860 US-Dollar gestiegen und dann wieder gefallen", bemerke Präger. Aktuell liege der Preis für die Feinunze wieder bei 1.785 US-Dollar.
Statt auf Gold würden Anleger offenbar eher auf Rohstoffe der "nächsten Generation" schauen: Der Structured Solutions Next Generation Resources weise Präger zufolge jedenfalls noch vergleichsweise hohe Umsätze auf. Nach den zuletzt vielen Käufen überwögen nun aber die Abgaben. Der Fonds konzentriere sich auf Unternehmen, die "Next Generation"-Rohstoffe fördern würden. Gemeint seien etwa Lithium, Kobalt oder Grafit, die in Zukunft stark nachgefragt sein dürften. Seit Jahresanfang sei der Kurs des Anteilsscheins schon um 60 Prozent gestiegen.
Weiter sehr viel um gehe außerdem in Immobilienfonds. Sehr umsatzstark sei der HausInvest. Ein hohes Handelsaufkommen beobachte Orlemann außerdem im UniImmo Europa, UniImmo Deutschland und grundbesitz Europa. (Ausgabe vom 16.12.2021) (17.12.2021/fc/a/f)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 84,00 € | 84,33 € | -0,33 € | -0,39% | 17.04./07:33 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| LU0099574567 | 921800 | 85,00 € | 58,40 € | |
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