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Fondshandel Umsätze ziehen spürbar an
16.12.08 17:04
Deutsche Börse AG
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Umsatzflaute im Fondshandel scheint vorüber, so die Deutsche Börse AG.
"Nach der sehr schwachen Aktivität der Anleger in den vergangenen Monaten, bewegen sich die Umsätze nun wieder auf einem normalen Niveau", berichte Christoph Schmidt von der Frankfurter Wertpapierhandelsbank N. M. Fleischhacker. Diese Beobachtung teile auch Dirk Schröder von der Baader Bank und füge hinzu, dass im Gegensatz zu den Vorwochen nun wieder die Käufer deutlich in der Überzahl seien: "Einige Anleger überlegen sich, ob sie nicht doch noch investieren, bevor demnächst die Abgeltungssteuer ein Viertel der Gewinne auffrisst."
Zu den Verkaufsschlagern der Woche würden unter anderem Dachfonds zählen, die wiederholt als Gewinner der Abgeltungssteuer gepriesen worden seien. Verfechter dieser Fonds-Kategorie würden vor allem darauf verweisen, dass der Anleger die Abgeltungssteuer spare, wenn der Dachfondsmanager von einem Fonds in den nächsten umschichte. Würde der Investor sein Depot dagegen selbst verwalten, müssten für realisierte Gewinne aus Fondsverkäufen künftig die Abgeltungssteuer gezahlt werden.
Nach Ansicht von Christoph Schmidt sei aber Vorsicht geboten: "Dachfonds bleiben in Nicht-Krisenzeiten oft hinter der Benchmark zurück. Das liegt zum einen an den Umschichtungskosten und zum anderen an den Trading-Entscheidungen des Fondsmanagers. Je mehr in einem Portfolio verändert wird, desto mehr leidet auf lange Sicht die Performance", erkläre der Spezialist. Zwar hätten einige Dachfondsverwalter ein glückliches Händchen, wie etwa Eckhard Sauren und Hermann Josef Hall.
Die Manager des Sauren Global Balanced hätten frühzeitig die Aktienquote zurückgeschraubt und den Dachfonds so vor einem allzu starken Einbruch durch die Finanzkrise bewahrt. "Das ist allerdings eher die Ausnahme", meine Schmidt. Neben dem Saurenfonds seien aktuell der Multi Invest OP sowie der smart-invest - HELIOS gefragt.
Dirk Schröder berichte daneben von starker Nachfrage nach dem Goldminenportfolio World Mining Fund von BlackRock Global Funds. "Angesichts des steigenden Goldpreises kehren die Anleger zurück zum gelben Metall und haben uns den BlackRock-Fonds in der vergangenen Woche aus den Händen gerissen." Zudem sei im Rohstoffsegment der M&G Global Basics Fund A gefragt, der vor allem in Unternehmen der Grundstoffindustrie investiere.
Großer Beliebtheit würden sich ferner breit gestreute Europa- und Weltfonds wie der FMM Fonds (ISIN DE0008478116 / WKN 847811), der Astra Fonds (ISIN DE0009777003 / WKN 977700) sowie der Fidelity European Growth Fund A (ISIN LU0048578792 / WKN 973270) erfreuen.
Bei den Emerging Market-Fonds erziele der DWS Russia zunehmendem Käuferinteresse. "Die erwartete Ölpreiserholung ruft hier wieder viele Schnäppchenjäger auf den Plan. Es bleibt nicht unbeobachtet, dass das Öl zuletzt unter die charttechnisch wichtige Schwelle von 40 US-Dollar je Barrel gefallen ist", erkläre Schmidt. Von hier aus bestehe wieder deutliches Aufwärtspotenzial für den Rohstoff. Unbeliebt seien hingegen Portfolios mit Schwerpunkt Osteuropa, wie der BGF Emerging Europe und der cominvest East European Equities (ISIN LU0081500794 / WKN 987339).
Immobilienfonds stünden trotz der verbesserten Anlegerstimmung weiter unter Druck. "Bei starken Umsätzen verzeichnen wir hier ausschließlich Abgaben. Die Anleger machen Kasse", berichte Christoph Schmidt und füge hinzu, dass viele Investoren zudem unter steuerlichen Gesichtspunkten verkaufen und so ihren Verlustvortrag optimieren würden. Wie schon in den Vorwochen würden sich die Anleger von den Flaggschiffen CS Euroreal, DEGI International und KanAm Grundinvest trennen. Ebenso würden der SEB ImmoInvest sowie der AXA Immoselect verkauft. (16.12.2008/fc/a/f)
"Nach der sehr schwachen Aktivität der Anleger in den vergangenen Monaten, bewegen sich die Umsätze nun wieder auf einem normalen Niveau", berichte Christoph Schmidt von der Frankfurter Wertpapierhandelsbank N. M. Fleischhacker. Diese Beobachtung teile auch Dirk Schröder von der Baader Bank und füge hinzu, dass im Gegensatz zu den Vorwochen nun wieder die Käufer deutlich in der Überzahl seien: "Einige Anleger überlegen sich, ob sie nicht doch noch investieren, bevor demnächst die Abgeltungssteuer ein Viertel der Gewinne auffrisst."
Zu den Verkaufsschlagern der Woche würden unter anderem Dachfonds zählen, die wiederholt als Gewinner der Abgeltungssteuer gepriesen worden seien. Verfechter dieser Fonds-Kategorie würden vor allem darauf verweisen, dass der Anleger die Abgeltungssteuer spare, wenn der Dachfondsmanager von einem Fonds in den nächsten umschichte. Würde der Investor sein Depot dagegen selbst verwalten, müssten für realisierte Gewinne aus Fondsverkäufen künftig die Abgeltungssteuer gezahlt werden.
Nach Ansicht von Christoph Schmidt sei aber Vorsicht geboten: "Dachfonds bleiben in Nicht-Krisenzeiten oft hinter der Benchmark zurück. Das liegt zum einen an den Umschichtungskosten und zum anderen an den Trading-Entscheidungen des Fondsmanagers. Je mehr in einem Portfolio verändert wird, desto mehr leidet auf lange Sicht die Performance", erkläre der Spezialist. Zwar hätten einige Dachfondsverwalter ein glückliches Händchen, wie etwa Eckhard Sauren und Hermann Josef Hall.
Dirk Schröder berichte daneben von starker Nachfrage nach dem Goldminenportfolio World Mining Fund von BlackRock Global Funds. "Angesichts des steigenden Goldpreises kehren die Anleger zurück zum gelben Metall und haben uns den BlackRock-Fonds in der vergangenen Woche aus den Händen gerissen." Zudem sei im Rohstoffsegment der M&G Global Basics Fund A gefragt, der vor allem in Unternehmen der Grundstoffindustrie investiere.
Großer Beliebtheit würden sich ferner breit gestreute Europa- und Weltfonds wie der FMM Fonds (ISIN DE0008478116 / WKN 847811), der Astra Fonds (ISIN DE0009777003 / WKN 977700) sowie der Fidelity European Growth Fund A (ISIN LU0048578792 / WKN 973270) erfreuen.
Bei den Emerging Market-Fonds erziele der DWS Russia zunehmendem Käuferinteresse. "Die erwartete Ölpreiserholung ruft hier wieder viele Schnäppchenjäger auf den Plan. Es bleibt nicht unbeobachtet, dass das Öl zuletzt unter die charttechnisch wichtige Schwelle von 40 US-Dollar je Barrel gefallen ist", erkläre Schmidt. Von hier aus bestehe wieder deutliches Aufwärtspotenzial für den Rohstoff. Unbeliebt seien hingegen Portfolios mit Schwerpunkt Osteuropa, wie der BGF Emerging Europe und der cominvest East European Equities (ISIN LU0081500794 / WKN 987339).
Immobilienfonds stünden trotz der verbesserten Anlegerstimmung weiter unter Druck. "Bei starken Umsätzen verzeichnen wir hier ausschließlich Abgaben. Die Anleger machen Kasse", berichte Christoph Schmidt und füge hinzu, dass viele Investoren zudem unter steuerlichen Gesichtspunkten verkaufen und so ihren Verlustvortrag optimieren würden. Wie schon in den Vorwochen würden sich die Anleger von den Flaggschiffen CS Euroreal, DEGI International und KanAm Grundinvest trennen. Ebenso würden der SEB ImmoInvest sowie der AXA Immoselect verkauft. (16.12.2008/fc/a/f)
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