Fondshandel: Strukturreformen der Emerging Marktes überzeugen


24.09.14 15:27
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Handel je nach Nachrichtenlage scheint das derzeitige Gebot vieler Fondsanleger, so die Deutsche Börse AG.

"Wir hatten ordentliche Umsätze", melde Andreas Kehnen von der Baader Bank. Mit der Erholung nach dem Einbruch an den Aktienmärkten im vergangenen Monat seien insgesamt überwiegend Zuflüsse einhergegangen. "Tendenziell stehen Publikumsfonds mit internationalen Werten sowie Schwellenländeraktien bei Käufern im Vordergrund."

"Die höhere Schwankungsanfälligkeit der Aktien lässt Anleger zwar zurückhaltender werden", berichte Ivo Orlemann. Generell werde aber bei steigenden Märkten gekauft, während es bei fallenden Kursen keinen großen Abgabedruck gebe. "Investoren haben sich ein dickeres Fell zugelegt", meine der Händler von ICF Kursmakler.

Wenn gekauft werde, dann stünden Mischfonds ganz oben auf der Liste. Zu den meist gehandelten Werten würden bei Orlemann wie so häufig der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen und der Flossbach von Storch Multiple Opportunities gehören. "In unserer Umsatzstatistik belegen sie die Plätze eins und zwei."

Punktuell beachtliche Geschäfte mache der Händler für die ausschüttende Version des Sarasin FairInvest Universal Fonds (ISIN DE0005317127 / WKN 531712) aus. Das Fondsmanagement ziele auf Aktien oder Renten von Unternehmen und Ländern, die einen proaktiven Beitrag zu Nachhaltigkeit in ihren Wirtschaftsaktivitäten leisten würden. Staaten sollten sich durch möglichst geringe und effiziente Nutzung von Umwelt- und Sozialressourcen auszeichnen.

Gut an kämen auch der Kapital Plus von Allianz Global Investors, während der Carmignac Patrimoine verstärkt abgestoßen würde. Größere Umsätze auf beiden Seiten verbuche Orlemann für den international aufgestellten Leonardo.

Portfolios mit deutschen und europäischen Werten hätten tendenziell das Nachsehen, wie Kehnen beobachte. Von überwiegenden Abgaben geprägt sei etwa der Comivest Fondak mit hiesigen Bluechips (ISIN DE0008471012 / WKN 847101). Zwar führe Kehnen den DWS Deutschland in seinem Orderbuch mit leichten Kaufüberhängen. Insgesamt hätten Investoren aber US-Werte wie den Arero der Weltfonds bevorzugt.

Aktienkörbe mit internationalem Charakter wie der DWS Top Dividende würden ebenfalls gesucht. Auf das Konto Gewinnmitnahmen verbuche Kehnen die Verkäufe des Carmignac Investissement. "Der Fonds ist in den vergangenen Monaten ganz gut gelaufen."

Der Biotechnologiesektor stehe Orlemann zufolge weiterhin hoch in der Anlegergunst. Nach wie vor gefragt sei der DWS Biotech und der SEB Concept BioTech (ISIN LU0118405827 / WKN 542164).

Ein gemischtes Bild mit regen Umsätzen zeichne Kehnen von Fonds mit asiatischen Werten. Die wirtschaftliche Stabilisierung könne man an den gestiegenen Aktienkursen ablesen. So vermute der Händler in den Abflüssen etwa des Baring Hong Kong China und des HSBC Asia ex Japan Equity teilweise Glattstellen von Gewinnen. Zugegriffen worden sei hingegen beim Fidelity Funds South East Asia.

Gute Renditechancen scheinen sich Fondsinvestoren von Schwellenländeraktien zu versprechen, so die Deutsche Börse AG. "In vielen Staaten hat es strukturelle Reformen gegeben", begründe Kehnen das verstärkte Kaufinteresse an Publikumsfonds wie dem Aberdeen Global Emerging Markets Equity Fund (ISIN LU0132412106 / WKN 769088) und dem Magellan C. Letzerer fokussiere sich auf aufstrebende Märkte in Lateinamerika, Südostasien, Afrika und Europa. Die hohe Nachfrage nach indischen Unternehmen etwa im HSBC Indian Equity (ISIN nicht bekannt/ WKN 947873) erkläre Kehnen mit Nachholbedarf. Der Fonds weise immerhin eine Performance von über 36 Prozent seit Jahresbeginn aus.

Bei Minenfonds würden sich Anleger von ihren Gold- und Silberinvestments verabschieden, wie Kehnen berichte. Per saldo abgestoßen würden der BlackRock Global World Mining, der BGF World Gold Fund sowie der Stabilitas Silber und Weissmetalle. "Im Rohstoffsektor setzen Anleger momentan lieber auf Platin und Rhodium", erkläre Präger. Der Goldpreis habe im vergangenen Monat über 4,2 Prozent verloren und notiere derzeit bei 1.222 US-Dollar. Silber habe im gleichen Zeitraum über 8,5 Prozent nachgegeben. Aktuell koste die Feinunze 17,76 US-Dollar.

Die jüngste Leitzinssenkung im Euroraum habe Kehnen zufolge die Nachfrage nach Fremdwährungsfonds beflügelt. Während der auf den Euro setzende Allianz Geldmarktfonds Spezial verkauft worden sei, hätten sich Investoren über Fonds mit US-Dollar, Norwegischen Kronen (ISIN LU0078812822 / WKN 987173) und Schweizer Franken (ISIN LU0120694996 / WKN 578796) eingedeckt. (24.09.2014/fc/a/f)





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