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Fondshandel: Im Sog der Aktienmärkte
02.04.15 13:59
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der März wird den Fonds-Händlern der Baader Bank wohl lange im Gedächtnis haften, so die Deutsche Börse AG.
"Der Monat zählt zu den umsatzstärksten in meiner Karriere", berichte Andreas Kehnen. "Obwohl wir an vielen Tagen sehr gut zu tun hatten, sticht der 'Tag der Aktie' besonders hervor." Am 16. März seien alle DAX-30-Aktien und acht ausgewählte DAX-30-ETFs bei teilnehmenden Instituten ohne eigene und fremde Ordergebühren zu haben gewesen. Diese von der Deutschen Börse initiierte Aktion habe auf den Fonds-Handel abgestrahlt.
Erfreuliche Geschäfte melde auch Frank Wöllnitz. "Gerade in der Marktbewegung nach unten haben viele Investoren mit Hilfe von Absicherungen Kasse gemacht", beobachte der Händler der ICF Bank.
Besonders deutlich würde dies mit Blick auf die Biotechnologieindustrie. Die traditionell schwankungsanfälligen Aktien - festgemacht an den Kursentwicklungen des NASDAQ Biotechnology Index - hätten Mitte des Monats zusammen innerhalb weniger Tage über 8 Prozent an Wert verloren. "Viele Anleger sind in dieser Phase ausgestiegen."
Mittlerweile hätten die zum Gesundheitswesen gehörenden Unternehmen einiges an Boden wieder gut gemacht. "Parallel zur Erholung kehrten Investoren zurück." Besonders beliebt seien laut Wöllnitz der DWS Biotech, der Candriam Equities Biotechnology, der SEB Concept Bio Tech (ISIN LU0118405827 / WKN 542164) und der DWS Health Care, die alle überdurchschnittlich viel ge- und verkauft worden seien.
Auf etwas niedrigerem und dennoch ansehnlichem Niveau hätten sich Investoren bei DekaLux PharmaTech (ISIN LU0348413815 / WKN DK1A3X), DekaLux BioTech (ISIN LU0348461897 / WKN DK1A3Z) und Espa Stock Biotech (ISIN AT0000673165 / WKN A0LCY5; ISIN AT0000746755 / WKN 676338) engagiert, letzterer sowohl in der Euro- wie in der US-Dollar-Version. "Auch hier wurden beide Seiten gespielt."
Seit Jahresbeginn komme der NASDAQ Biotechnology übrigens auf ein Plus von über 13 Prozent. Wer vor fünf Jahren eingestiegen sei, könne sich über einen satten Zuwachs von rund 283 Prozent freuen.
Die Baader Bank verbuche die mit Abstand höchsten Umsätze bei Fonds mit internationaler Ausrichtung. "Der deutsche Aktienmarkt ist schon recht weit gelaufen", begründe Kehnen. Deshalb hätten Investoren vermutlich eine größere Risikostreuung gesucht. In der Anlegergunst ganz oben stünde der DWS Top Dividende, der überaus rege in beide Richtungen gehandelt worden sei.
Erstmalig tauche der von "Kult-Millionär" Robert Geiss beworbene noch recht junge Patriarch Classic Dividende 4 Plus in der Umsatzbestenliste auf. "Der landete zumeist in den Anlegerdepots." Überwiegend Zuflüsse gebe es zudem für den Pictet Funds Global Megatrend Selection, der mindestens Zweidrittel des Fondsvermögens in Aktien investiere.
Mischfonds hätten wie gewohnt einen vorderen Platz in der Umsatzstatistik von ICF belegt. Mit den Märkten hin und her sei es Wöllnitz zufolge beispielsweise bei den Dauerbrennern Floßbach von Storch Multiple Opportunities und Carmignac Inventissement (ISIN FR0010148981 / WKN A0DP5W) gegangen.
Publikumsfonds mit deutschen und europäischen Werten würden ebenfalls rege gehandelt. Die Zinspolitik und Liquiditätsspritzen der Europäischen Zentralbank würden grüßen lassen. "Aus Mangel an Alternativen sind Anleger beinahe gezwungen, ihr Geld in Aktien anzulegen", urteile Kehnen. Allerdings hätten Investoren besonders vorsichtig agiert und ihre Stopp-Loss-Orders mit Bedacht gesetzt. "Sobald die Börsen ins Minus rutschen, werden die Gewinne meist durch automatische Verkaufsorders eingestrichen", bestätige der Händler die Beobachtungen von Wöllnitz.
Besonders rege gehandelt und jeweils abhängig von der Marktbewegung entweder ge- oder verkauft würden beispielsweise die auf deutsche Standardaktien setzenden Fondak und DWS Aktienstrategie Deutschland (WKN 976986). In der Umsatzbestenliste ganz oben mit spiele der auf europäische Unternehmen fokussierte Allianz Europe Equity Growth. "Hier dominierten die Zuflüsse." Per saldo aus den Depots raus käme der ebenfalls rege gehandelte DWS Deutschland.
Schwellenländerwerte würden laut Kehnen insgesamt wenig Beachtung finden. Eine Ausnahme bilde der indische Markt. "Gewinnmitnahmen und Einstiegsszenarien wechseln sich über den Monat gesehen ab." Etwa gebe es Umsätze in beide Richtungen auf relativ hohem Niveau beim HSBC Indian Equity und beim Comgest Growth India. Hauptsächlich Käufe gebe es für den Comgest Growth Emerging Markets.
Seit einigen Monaten würden bei den Kunden der Baader Bank Fremdwährungsfonds eine größere Rolle in ihren Anlageentscheidungen spielen. "Manche sehen in diesen Produkten eine Alternative zu Aktien", meine Kehnen. Durch die größer gewordenen Wechselkursschwankungen seien durchaus hohe Gewinne möglich. Hin und hergehandelt würde beispielsweise der auf den Euro setzende Allianz Geldmarktfonds Spezial und der DekaLux Geldmarkt USD (ISIN LU0065060971 / WKN 974557). Zudem hätten sich Investoren über Fonds mit Norwegischen Kronen (ISIN LU0078812822 / WKN 987173) eingedeckt. (Ausgabe vom 01.04.2015) (02.04.2015/fc/a/f)
"Der Monat zählt zu den umsatzstärksten in meiner Karriere", berichte Andreas Kehnen. "Obwohl wir an vielen Tagen sehr gut zu tun hatten, sticht der 'Tag der Aktie' besonders hervor." Am 16. März seien alle DAX-30-Aktien und acht ausgewählte DAX-30-ETFs bei teilnehmenden Instituten ohne eigene und fremde Ordergebühren zu haben gewesen. Diese von der Deutschen Börse initiierte Aktion habe auf den Fonds-Handel abgestrahlt.
Erfreuliche Geschäfte melde auch Frank Wöllnitz. "Gerade in der Marktbewegung nach unten haben viele Investoren mit Hilfe von Absicherungen Kasse gemacht", beobachte der Händler der ICF Bank.
Besonders deutlich würde dies mit Blick auf die Biotechnologieindustrie. Die traditionell schwankungsanfälligen Aktien - festgemacht an den Kursentwicklungen des NASDAQ Biotechnology Index - hätten Mitte des Monats zusammen innerhalb weniger Tage über 8 Prozent an Wert verloren. "Viele Anleger sind in dieser Phase ausgestiegen."
Mittlerweile hätten die zum Gesundheitswesen gehörenden Unternehmen einiges an Boden wieder gut gemacht. "Parallel zur Erholung kehrten Investoren zurück." Besonders beliebt seien laut Wöllnitz der DWS Biotech, der Candriam Equities Biotechnology, der SEB Concept Bio Tech (ISIN LU0118405827 / WKN 542164) und der DWS Health Care, die alle überdurchschnittlich viel ge- und verkauft worden seien.
Auf etwas niedrigerem und dennoch ansehnlichem Niveau hätten sich Investoren bei DekaLux PharmaTech (ISIN LU0348413815 / WKN DK1A3X), DekaLux BioTech (ISIN LU0348461897 / WKN DK1A3Z) und Espa Stock Biotech (ISIN AT0000673165 / WKN A0LCY5; ISIN AT0000746755 / WKN 676338) engagiert, letzterer sowohl in der Euro- wie in der US-Dollar-Version. "Auch hier wurden beide Seiten gespielt."
Die Baader Bank verbuche die mit Abstand höchsten Umsätze bei Fonds mit internationaler Ausrichtung. "Der deutsche Aktienmarkt ist schon recht weit gelaufen", begründe Kehnen. Deshalb hätten Investoren vermutlich eine größere Risikostreuung gesucht. In der Anlegergunst ganz oben stünde der DWS Top Dividende, der überaus rege in beide Richtungen gehandelt worden sei.
Erstmalig tauche der von "Kult-Millionär" Robert Geiss beworbene noch recht junge Patriarch Classic Dividende 4 Plus in der Umsatzbestenliste auf. "Der landete zumeist in den Anlegerdepots." Überwiegend Zuflüsse gebe es zudem für den Pictet Funds Global Megatrend Selection, der mindestens Zweidrittel des Fondsvermögens in Aktien investiere.
Mischfonds hätten wie gewohnt einen vorderen Platz in der Umsatzstatistik von ICF belegt. Mit den Märkten hin und her sei es Wöllnitz zufolge beispielsweise bei den Dauerbrennern Floßbach von Storch Multiple Opportunities und Carmignac Inventissement (ISIN FR0010148981 / WKN A0DP5W) gegangen.
Publikumsfonds mit deutschen und europäischen Werten würden ebenfalls rege gehandelt. Die Zinspolitik und Liquiditätsspritzen der Europäischen Zentralbank würden grüßen lassen. "Aus Mangel an Alternativen sind Anleger beinahe gezwungen, ihr Geld in Aktien anzulegen", urteile Kehnen. Allerdings hätten Investoren besonders vorsichtig agiert und ihre Stopp-Loss-Orders mit Bedacht gesetzt. "Sobald die Börsen ins Minus rutschen, werden die Gewinne meist durch automatische Verkaufsorders eingestrichen", bestätige der Händler die Beobachtungen von Wöllnitz.
Besonders rege gehandelt und jeweils abhängig von der Marktbewegung entweder ge- oder verkauft würden beispielsweise die auf deutsche Standardaktien setzenden Fondak und DWS Aktienstrategie Deutschland (WKN 976986). In der Umsatzbestenliste ganz oben mit spiele der auf europäische Unternehmen fokussierte Allianz Europe Equity Growth. "Hier dominierten die Zuflüsse." Per saldo aus den Depots raus käme der ebenfalls rege gehandelte DWS Deutschland.
Schwellenländerwerte würden laut Kehnen insgesamt wenig Beachtung finden. Eine Ausnahme bilde der indische Markt. "Gewinnmitnahmen und Einstiegsszenarien wechseln sich über den Monat gesehen ab." Etwa gebe es Umsätze in beide Richtungen auf relativ hohem Niveau beim HSBC Indian Equity und beim Comgest Growth India. Hauptsächlich Käufe gebe es für den Comgest Growth Emerging Markets.
Seit einigen Monaten würden bei den Kunden der Baader Bank Fremdwährungsfonds eine größere Rolle in ihren Anlageentscheidungen spielen. "Manche sehen in diesen Produkten eine Alternative zu Aktien", meine Kehnen. Durch die größer gewordenen Wechselkursschwankungen seien durchaus hohe Gewinne möglich. Hin und hergehandelt würde beispielsweise der auf den Euro setzende Allianz Geldmarktfonds Spezial und der DekaLux Geldmarkt USD (ISIN LU0065060971 / WKN 974557). Zudem hätten sich Investoren über Fonds mit Norwegischen Kronen (ISIN LU0078812822 / WKN 987173) eingedeckt. (Ausgabe vom 01.04.2015) (02.04.2015/fc/a/f)
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