Fondshandel: Die Mischung macht's


13.03.12 11:59
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Entscheidung des Internationalen Derivateverbands ISDA, den Forderungsverzicht der privaten Gläubiger Griechenlands als Kreditereignis einzustufen, zeigte insbesondere am deutschen Aktienmarkt wenig Wirkung, so die Deutsche Börse AG.

Mit lediglich moderat nachgebenden Kursen hätten die US-Börsen auf die damit fällig werdenden Auszahlungen in Höhe von rund drei Milliarden US-Dollar reagiert. Auch die schwächeren Konjunkturdaten aus China habe der DAX gut weggesteckt und sich seit Wochenbeginn lieber auf die Reise Richtung 7.000 Zähler begeben. Dennoch hätten sich Anleger Matthias Präger zufolge zuletzt in Summe von ihren Engagements in aktiv verwalteten Fonds verabschiedet. "Die Aktienmärkte sind ordentlich gelaufen, deshalb nimmt so mancher Anleger die Gewinne erst einmal mit", vermute der Fondspezialist der Baader Bank.

Von einer vergleichsweise ruhigen Woche im Fondshandel mit einem Kaufüberhang berichte ICF Kursmakler. "Auch die Aufregung rund um die Auflösung des knapp vier Milliarden Euro schweren KanAm Grundinvest hat sich wieder gelegt", bemerke Ivo Orlemann. Nach den zuletzt hohen Kursabschlägen hätten Investoren bei offenen Immobilienfonds auch wieder zugegriffen.

Teils große Orders überwiegend auf der Verkaufsseite registriere Präger bei Körben mit deutschen und europäischen Aktien. "Nach den jüngsten Kurszuwächsen möchten viele Anleger bei einer möglichen Konsolidierung lieber nicht dabei sein", vermute der Händler. Verkauft worden sei etwa der Invesco Pan European Small Cap Equity Fund mit Fokus auf kleinere europäische Unternehmen.

Anleger hätten sich zudem vom DWS Aktien Strategie Deutschland und vom DWS Deutschland getrennt. Beide Seiten gespielt würden hingegen beim FPM Funds Stockpicker Germany All Cap. Der Fonds lege seinen Schwerpunkt auf deutsche Aktien, Aktienzertifikate und aber auch Optionsscheine und habe seit Jahresbeginn eine Performance von 11,73 Prozent ausgewiesen.

Tendenziell ausgeglichen gehe es bei Publikumsfonds mit internationaler Ausrichtung zu. Präger verbuche Verkäufe etwa im Fondis und im UniGlobal. Anteile beispielsweise des DWS Top Dividende würden bei Fondsanlegern dagegen gut ankommen, ebenso des M&G Global Dividend. Beide hätten auf Unternehmen mit hoher Kapitalisierung und über dem Markt liegenden Dividendenrenditen gesetzt.

Massiv gekauft worden sei in dieser Woche einmal mehr der Flossbach von Storch SICAV, wie Orlemann melde. "Das ist derzeit mit Abstand unser umsatzstärkster Publikumsfonds." Die Fondsmanager des Anlegerlieblings seien aktuell zu gut 60 Prozent in Aktien und knapp 20 Prozent in Rohstoffen investiert. Hinzu würden Wandelanleihen und Rentenwerte kommen. Mit einer ausgewiesenen Performance von über 63 Prozent in den vergangenen vier Jahren habe der Fonds auch die Finanzkrise passabel weggesteckt. Gut komme zudem der auf Nebenwerte setzende Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen an.

Eher auf der Stelle um die Marke von 1.700 US-Dollar pro Feinunze trete der Goldpreis seit Monatsbeginn und bewege sich damit laut Commerzbank tendenziell im Einklang mit anderen Rohstoffen. Im Handel registriere Orlemann Abgaben etwa beim Minenfond BGF World Mining Fund. Eher auf das Konto Gewinnmitnahmen verbuche der Händler von ICF Kursmakler den Abgabenüberhang etwa beim Stabilitas Silber und Weißmetalle (ISIN LU0265803667 / WKN A0KFA1). Seit Jahresbeginn habe Silber unter anderem aufgrund hoher Investmentnachfrage um rund 20 Prozent auf derzeit 33,5 US-Dollar pro Feinunze zulegen können.

Beide Seiten gespielt würden laut Präger bei Portfolios mit asiatischen Unternehmen. Verstärkt ins Anlegerdepot sei beispielsweise der in Euro notierte Templeton Asian Growth Fund gewandert. Unterm Strich gefragt sei auch der GAM Star China Equity mit Fokus auf chinesische Bluechips. Von der US-Dollar Version des Templeton Asian Growth Fund (ISIN LU0029875118 / WKN 971661) hingegen hätten sich Anleger per Saldo getrennt.

Für Fonds mit russischem Inhalt verbuche Orlemann gegenwärtig mehr Zu- als Abflüsse. Mit einem Kaufüberhang etwa beim DWS Osteuropa, beim Pioneer Eastern Europe Stock und beim DWS Russia seien gleich drei Portfolios mit osteuropäischem Engagement in der Umsatzstatistik nach oben geklettert. (13.03.2012/fc/a/f)






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