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Fondshandel: DAX muss nicht fünfstellig sein
27.05.14 16:24
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Rekordjagd an der Börse belebt auch den Fondshandel, so die Deutsche Börse AG.
"Am Freitag ging es los, seitdem haben wir sehr gute Umsätze", berichte Matthias Präger von der Baader Bank. Allerdings würden viele Anleger die hohen Kurse für Gewinnmitnahmen nutzen. "Bei uns überwiegen ganz klar die Verkäufe." Für den DAX gehe es weiter nach oben: Nach dem Rekordlauf am gestrigen Montag sei der Index am Dienstagmorgen erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 9.900 Punkten geklettert, aktuell notiere das Börsenbarometer bei 9.932 Zählern.
"Alles wartet jetzt auf die 10.000 Punkte", bemerke Präger. So weit müsse der Markt nach Ansicht vieler Anleger gar nicht laufen, sie würden lieber jetzt schon Gewinne einstreichen. Präger zufolge stünden der FF - European Growth, der UniFonds, und der DWS German Equities Typ 0 (ISIN DE0008474289 / WKN 847428) auf den Abgabelisten. Zugegriffen werde hingegen im FPM Stockpick Germany All Cap, im M&G Global Dividend und im Siemens Global Growth.
Dass vergangene Woche in Thailand das Kriegsrecht verhängt worden sei, bleibe im Fondshandel ohne Auswirkungen, wie Ivo Orlemann von ICF Kursmakler anmerke. "Wir sehen nicht mehr Abgaben in thailändischen Aktien", erkläre der Spezialist, der zum Beispiel den FF - Thailand von Fidelity, den Templeton Thailand und den Allianz Thailand Equity handle. "Es brodelt ja schon eine Weile. Wahrscheinlich haben Anleger schon verkauft, als im Januar in Bangkok der Ausnahmezustand verhängt wurde." Auf Sicht von zwölf Monaten habe der FF - Thailand knapp 19 Prozent an Wert verloren, wer vor zwei Jahren gekauft habe, komme aber immer noch auf ein Plus von 16 Prozent.
Auch bei breit streuenden Fonds mit asiatischen Aktien sei nicht viel los, wie Präger feststelle. Zuspruch finde der Baring ASEAN Frontiers, während der Baring Hong Kong China und der UniEM Fernost abgegeben würden.
Wieder etwas umsatzstärker präsentiere sich Orlemann zufolge der DWS Biotech. "Es dominieren die Abgaben, wir sehen aber auch Käufer." Der Fonds habe sich seit 2009 sehr gut entwickelt - bis Ende Februar dieses Jahres. Dann hätten sich Investoren von der Technologie- und Biotechnologiebranchen abgewandt und stattdessen auf defensivere Werte gesetzt. Seit Mitte April habe sich die Branche und damit der DWS Biotech wieder etwas erholt.
Weiter gut da stünden langfristig agierende Anleger: Wer den Fonds seit zwei Jahren halte, liege mit 57 Prozent im Plus, auf Dreijahressicht seien es sogar 109 Prozent. Auf Sicht von drei Monaten würden Anleger hingegen auf Verlusten von 17 Prozent sitzen.
Favorit unter den Mischfonds sei bei ICF Kursmakler der M&G Optimal Income, während der Carmignac Patrimoine weiterhin abgestoßen werde. Einen Käuferüberhang melde Orlemann auch für den Kapital Plus von Allianz Global Investors. Nicht mehr ganz so viel Aufmerksamkeit ziehe der Flossbach von Storch Multiple Opportunities auf sich. "Es ist ruhiger geworden um den Fonds." Käufe und Verkäufe lägen gleichauf. Präger zufolge hätten sich Anleger auch vom FMM-Fonds und vom ARERO - Der Weltfonds verabschiedet.
Hoch bleibe das Handelsaufkommen bei Immobilienfonds. Bei ICF Kursmakler stehe der KanAm Grundinvest, der sich in Abwicklung befinde, auf den Umsatzlisten ganz oben. "Hier halten sich Käufe und Verkäufe die Waage."
Rege gehandelt in beide Richtungen würden auch der Deka-ImmobilienEuropa, der HausInvest und der Grundbesitz Europa, die offen seien. Einen kleinen Abgabeüberhang sehe der Händler beim sich in der Abwicklung befindenden CS Euroreal und beim offenen Grundbesitz Global.
Minenfonds würden von Anlegern weiter ignoriert. Präger melde lediglich Käufe geringen Umfangs im BGF World Gold sowie kleinere Abgaben in dessen thesaurierender Variante (ISIN LU0171305526 / WKN A0BMAL). Seit März pendele der Goldpreis um 1.300 US-Dollar, am heutigen Dienstagmittag koste die Feinunze 1.284 US-Dollar. (27.05.2014/fc/a/f)
"Am Freitag ging es los, seitdem haben wir sehr gute Umsätze", berichte Matthias Präger von der Baader Bank. Allerdings würden viele Anleger die hohen Kurse für Gewinnmitnahmen nutzen. "Bei uns überwiegen ganz klar die Verkäufe." Für den DAX gehe es weiter nach oben: Nach dem Rekordlauf am gestrigen Montag sei der Index am Dienstagmorgen erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 9.900 Punkten geklettert, aktuell notiere das Börsenbarometer bei 9.932 Zählern.
"Alles wartet jetzt auf die 10.000 Punkte", bemerke Präger. So weit müsse der Markt nach Ansicht vieler Anleger gar nicht laufen, sie würden lieber jetzt schon Gewinne einstreichen. Präger zufolge stünden der FF - European Growth, der UniFonds, und der DWS German Equities Typ 0 (ISIN DE0008474289 / WKN 847428) auf den Abgabelisten. Zugegriffen werde hingegen im FPM Stockpick Germany All Cap, im M&G Global Dividend und im Siemens Global Growth.
Dass vergangene Woche in Thailand das Kriegsrecht verhängt worden sei, bleibe im Fondshandel ohne Auswirkungen, wie Ivo Orlemann von ICF Kursmakler anmerke. "Wir sehen nicht mehr Abgaben in thailändischen Aktien", erkläre der Spezialist, der zum Beispiel den FF - Thailand von Fidelity, den Templeton Thailand und den Allianz Thailand Equity handle. "Es brodelt ja schon eine Weile. Wahrscheinlich haben Anleger schon verkauft, als im Januar in Bangkok der Ausnahmezustand verhängt wurde." Auf Sicht von zwölf Monaten habe der FF - Thailand knapp 19 Prozent an Wert verloren, wer vor zwei Jahren gekauft habe, komme aber immer noch auf ein Plus von 16 Prozent.
Auch bei breit streuenden Fonds mit asiatischen Aktien sei nicht viel los, wie Präger feststelle. Zuspruch finde der Baring ASEAN Frontiers, während der Baring Hong Kong China und der UniEM Fernost abgegeben würden.
Weiter gut da stünden langfristig agierende Anleger: Wer den Fonds seit zwei Jahren halte, liege mit 57 Prozent im Plus, auf Dreijahressicht seien es sogar 109 Prozent. Auf Sicht von drei Monaten würden Anleger hingegen auf Verlusten von 17 Prozent sitzen.
Favorit unter den Mischfonds sei bei ICF Kursmakler der M&G Optimal Income, während der Carmignac Patrimoine weiterhin abgestoßen werde. Einen Käuferüberhang melde Orlemann auch für den Kapital Plus von Allianz Global Investors. Nicht mehr ganz so viel Aufmerksamkeit ziehe der Flossbach von Storch Multiple Opportunities auf sich. "Es ist ruhiger geworden um den Fonds." Käufe und Verkäufe lägen gleichauf. Präger zufolge hätten sich Anleger auch vom FMM-Fonds und vom ARERO - Der Weltfonds verabschiedet.
Hoch bleibe das Handelsaufkommen bei Immobilienfonds. Bei ICF Kursmakler stehe der KanAm Grundinvest, der sich in Abwicklung befinde, auf den Umsatzlisten ganz oben. "Hier halten sich Käufe und Verkäufe die Waage."
Rege gehandelt in beide Richtungen würden auch der Deka-ImmobilienEuropa, der HausInvest und der Grundbesitz Europa, die offen seien. Einen kleinen Abgabeüberhang sehe der Händler beim sich in der Abwicklung befindenden CS Euroreal und beim offenen Grundbesitz Global.
Minenfonds würden von Anlegern weiter ignoriert. Präger melde lediglich Käufe geringen Umfangs im BGF World Gold sowie kleinere Abgaben in dessen thesaurierender Variante (ISIN LU0171305526 / WKN A0BMAL). Seit März pendele der Goldpreis um 1.300 US-Dollar, am heutigen Dienstagmittag koste die Feinunze 1.284 US-Dollar. (27.05.2014/fc/a/f)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 21,859 € | 22,035 € | -0,176 € | -0,80% | 16.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| LU0048578792 | 973270 | 22,78 € | 19,53 € | |
Werte im Artikel




