Erweiterte Funktionen
Fondshandel der Börse Hamburg: Anleger starten mit Volldampf ins neue Jahr - Fondsanalyse
11.02.14 11:57
Börse Hamburg
Hamburg (www.fondscheck.de) - Die Umsätze im Fondshandel der Börse Hamburg haben zum Jahresauftakt ein Langzeithoch erreicht, so die Börse Hamburg.
Anleger hätten Fondsanteile im Gesamtvolumen von 106,7 Mio. Euro und damit so viel wie zuletzt im Mai 2012 gehandelt. Nach verhaltenem Handel zum Jahresauftakt hätten die Umsätze Richtung Monatsende deutlich angezogen.
"In der letzten Handelswoche im Januar kam es an den deutschen, aber auch an vielen internationalen Aktienmärkten zu deutlichen Kursrückgängen", erläutere Dr. Thomas Ledermann, Geschäftsführer der Börse Hamburg. Der Handel sei von zwei Aspekten geprägt gewesen: "Die einen wollten Gewinne realisieren und gaben entsprechende Verkaufsorders auf. Andere Anleger hingegen nutzten die Rücksetzer, um bei günstigeren Kursen einzusteigen."
Gewohnt umsatzstark seien im Fondshandel der Börse Hamburg im Januar die Offenen Immobilienfonds gewesen. Die drei umsatzstärksten Fonds des Monats würden dieser Asset-Klasse angehören. Die höchsten Umsätze habe es mit mehr als 10 Millionen Euro erneut im CS Euroreal. Mit dem DWS Deutschland gegeben, der im Februar als Aktions-Fonds an der Börse Hamburg nun zu weiter vergünstigen Konditionen handelbar sei, habe aber auch ein Aktienfonds im Fokus der Anleger gestanden: "Viele sehen das Kurspotenzial beim Deutschen Aktienindex offensichtlich als noch nicht ausgeschöpft an und steigen in heimische Blue Chips ein", sage Ledermann.
Die großen Gewinner im Januar seien Gold- und andere Edelmetallfonds gewesen. Sechs Fonds in den Top 10 nach Performance würden in Aktien investieren, die auf Monatssicht direkt oder indirekt von steigenden Rohstoffpreisen profitiert hätten. "Unsicherheiten an den Weltbörsen und die Krisenstimmung in einigen Schwellenländern begünstigen traditionell die Goldnotierungen", erläutere Oliver Wetekamp, Leiter des Fondshandels an der Börse Hamburg. "In diesem Zuge konnten im Januar die zuvor arg gebeutelten Edelmetallfonds wieder an Wert zulegen."
Mit einem Plus von 20 Prozent seien die Anteile am Julius Baer Multipartner Gold Equity Fund am stärksten gestiegen. Der Fonds setze zu mindestens zwei Dritteln auf Aktien von Unternehmen, deren Geschäft auf der Exploration, Produktion und Weiterverarbeitung von Gold basiere. Er sei aktuell vor allem in Kanada, Australien und Südafrika investiert.
Auch die Notierungen von Biotechnologie-Werten hätten auf Monatssicht deutlich höher geschlossen. Einige hätten zweistellige Zuwächse von zum Teil mehr als 16 Prozent verbucht. "Bei Biotech-Fonds gibt es immer wieder Tage, an denen einzelne Branchenwerte, die sich in vielen Fonds finden, deutlich ins Plus gehen", kommentiere Wetekamp. "Diese Entwicklung zieht dann auch die Fondsnotierungen mit nach oben."
Ein zweistelliges Minus hätten viele Fonds hinnehmen müssen, die in Osteuropa oder den Schwellenländern Lateinamerikas investiert seien. Ihre Notierungen seien vor allem vom Einbruch am russischen und brasilianischen Aktienmarkt mit nach unten gezogen worden. "In Brasilien treten immer heftiger die Unzulänglichkeiten in der Wirtschaft zutage", erkläre Wetekamp. "Auch die Vorfreude auf die Fußball-WM im Sommer schützt die Kurse nicht vor Rückgängen, bedingt auch durch eine hohe Inflation im Land, dem großen Wohlstandsgefälle und einer schlechteren wirtschaftlichen Entwicklung."
Der Kurseinbruch habe auch andere Schwellenländer-Märkte in Mitleidenschaft gezogen. "Es ist viel Psychologie im Markt: Wirtschaftliche Kennziffern, die Anleger noch vor wenigen Wochen positiv bewerteten, veranlassen sie nun auf einmal zu Verkäufen", habe Wetekamp beobachtet. Eine gravierende Rolle spiele dabei auch die anhaltende Niedrigzinspolitik der US-Notenbank Federal Reserve. "Anleger trauen dem Braten allmählich nicht mehr - zu lange sind die Zinsen bereits sehr niedrig. Und Ende Januar kam ein neues Signal, dass das Anleihekaufprogramm der FDED weiter Schritt für Schritt zurückgefahren werden soll." (11.02.2014/fc/a/f)
Anleger hätten Fondsanteile im Gesamtvolumen von 106,7 Mio. Euro und damit so viel wie zuletzt im Mai 2012 gehandelt. Nach verhaltenem Handel zum Jahresauftakt hätten die Umsätze Richtung Monatsende deutlich angezogen.
"In der letzten Handelswoche im Januar kam es an den deutschen, aber auch an vielen internationalen Aktienmärkten zu deutlichen Kursrückgängen", erläutere Dr. Thomas Ledermann, Geschäftsführer der Börse Hamburg. Der Handel sei von zwei Aspekten geprägt gewesen: "Die einen wollten Gewinne realisieren und gaben entsprechende Verkaufsorders auf. Andere Anleger hingegen nutzten die Rücksetzer, um bei günstigeren Kursen einzusteigen."
Gewohnt umsatzstark seien im Fondshandel der Börse Hamburg im Januar die Offenen Immobilienfonds gewesen. Die drei umsatzstärksten Fonds des Monats würden dieser Asset-Klasse angehören. Die höchsten Umsätze habe es mit mehr als 10 Millionen Euro erneut im CS Euroreal. Mit dem DWS Deutschland gegeben, der im Februar als Aktions-Fonds an der Börse Hamburg nun zu weiter vergünstigen Konditionen handelbar sei, habe aber auch ein Aktienfonds im Fokus der Anleger gestanden: "Viele sehen das Kurspotenzial beim Deutschen Aktienindex offensichtlich als noch nicht ausgeschöpft an und steigen in heimische Blue Chips ein", sage Ledermann.
Mit einem Plus von 20 Prozent seien die Anteile am Julius Baer Multipartner Gold Equity Fund am stärksten gestiegen. Der Fonds setze zu mindestens zwei Dritteln auf Aktien von Unternehmen, deren Geschäft auf der Exploration, Produktion und Weiterverarbeitung von Gold basiere. Er sei aktuell vor allem in Kanada, Australien und Südafrika investiert.
Auch die Notierungen von Biotechnologie-Werten hätten auf Monatssicht deutlich höher geschlossen. Einige hätten zweistellige Zuwächse von zum Teil mehr als 16 Prozent verbucht. "Bei Biotech-Fonds gibt es immer wieder Tage, an denen einzelne Branchenwerte, die sich in vielen Fonds finden, deutlich ins Plus gehen", kommentiere Wetekamp. "Diese Entwicklung zieht dann auch die Fondsnotierungen mit nach oben."
Ein zweistelliges Minus hätten viele Fonds hinnehmen müssen, die in Osteuropa oder den Schwellenländern Lateinamerikas investiert seien. Ihre Notierungen seien vor allem vom Einbruch am russischen und brasilianischen Aktienmarkt mit nach unten gezogen worden. "In Brasilien treten immer heftiger die Unzulänglichkeiten in der Wirtschaft zutage", erkläre Wetekamp. "Auch die Vorfreude auf die Fußball-WM im Sommer schützt die Kurse nicht vor Rückgängen, bedingt auch durch eine hohe Inflation im Land, dem großen Wohlstandsgefälle und einer schlechteren wirtschaftlichen Entwicklung."
Der Kurseinbruch habe auch andere Schwellenländer-Märkte in Mitleidenschaft gezogen. "Es ist viel Psychologie im Markt: Wirtschaftliche Kennziffern, die Anleger noch vor wenigen Wochen positiv bewerteten, veranlassen sie nun auf einmal zu Verkäufen", habe Wetekamp beobachtet. Eine gravierende Rolle spiele dabei auch die anhaltende Niedrigzinspolitik der US-Notenbank Federal Reserve. "Anleger trauen dem Braten allmählich nicht mehr - zu lange sind die Zinsen bereits sehr niedrig. Und Ende Januar kam ein neues Signal, dass das Anleihekaufprogramm der FDED weiter Schritt für Schritt zurückgefahren werden soll." (11.02.2014/fc/a/f)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 0,97 € | 0,963 € | 0,007 € | +0,73% | 17.04./13:08 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009805002 | 980500 | 1,23 € | 0,90 € | |
Werte im Artikel




