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Fondshandel: "Blick auf Gold und China"
25.10.24 10:00
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Auch im Fondshandel machen sich die immer neuen Goldpreishochs bemerkbar, so die Deutsche Börse AG.
"Bei uns sind - wie im ETF-Handel - die Edelmetalle derzeit das große Thema", berichte Ivo Orlemann, der für die ICF Bank aktiv gemanagte Fonds und ETFs handele. Insgesamt sei ebenfalls einiges los. "Die Umsätze sind gut, auch wegen der Allzeithochs am Aktienmarkt", erkläre Anja Deisenroth-Boström, Händlerin der Baader Bank. DAX, Dow Jones und S&P 500 hätten vor kurzem neue Rekordhochs erreicht und würden aktuell nur knapp darunter notieren.
Auch der Goldpreis eile von Rekord zu Rekord, und der Silberpreis sei auf den höchsten Stand seit zwölf Jahren geklettert. Orlemann berichte von hohen Zuflüssen in Minenfonds mit Aktien von Gold- und Silberproduzenten. Gesucht sei auch der auf Produzenten unterschiedlicher Rohstoffe setzende Allianz Global Metals and Mining (ISIN LU0604766674). Deisenroth-Boström melde allerdings überwiegend Abgaben; betroffen sei etwa der BGF World Gold Fund (ISIN LU0171305526), dessen Kurs seit Jahresanfang um 45 Prozent gestiegen sei.
Im Handel mit klassischen Aktienfonds gehe es hin und her. Auf den Einkaufslisten stünden laut Deisenroth-Boström etwa der DWS Concept Platow (ISIN LU1865032954) mit deutschen Aktien und der terrAssisi Aktien (ISIN DE0009847343) mit internationalen Werten. Abgegeben würden hingegen der Fondak (ISIN DE0008471012) mit deutschen Aktien, der Allianz Europe Equity Growth (ISIN LU0256839191) mit europäischen Wachstumstiteln und der Stuttgarter-Aktien-Fonds (ISIN LU0383026803) von IP Concept mit internationalen Aktien.
"Aus Fonds mit Nachhaltigkeitsschwerpunkt geht eher etwas raus", bemerke Orlemann. Von Abflüssen betroffen seien etwa der ÖkoWorld ÖkoVision Classic (ISIN LU0061928585) und der DKB Nachhaltigkeitsfonds Klimaschutz (ISIN LU0117118124).
Ungewöhnlich stark sei der Handel mit asiatischen Aktienfonds. Diverse Konjunkturstützungsmaßnahmen der chinesischen Regierung hätten in den vergangenen Wochen für viel Bewegung an Chinas Aktienmärkten gesorgt. Der MSCI China habe erst einen großen Satz nach oben gemacht, dann sei es zu Verlusten gekommen - die Maßnahmen der Regierung hätten nicht ausgereicht, heiße es. "Es ist eine Achterbahnfahrt gewesen", kommentiere Deisenroth-Boström.
Sie melde sehr hohe Umsätze und überwiegend Käufe des JP Morgan China (ISIN LU0210526637), des Invesco Greater China Equity (ISIN LU0048816135) und des JPMorgan Pacific Equity mit Aktien aus dem gesamten Pazifikraum (ISIN LU0052474979). Verkauft würden hingegen der DWS Top Asien (ISIN DE0009769760), der Schroder ISF Emerging Asia (ISIN LU0181495838) und der Baring Hong Kong China (ISIN IE0000829238).
Zu den Favoriten gehörten Orlemann zufolge unverändert Technologiefonds. Beliebt seien der Fidelity Global Technology in ausschüttender und thesaurierender Form (ISIN LU0099574567; ISIN LU0346389348). Tendenziell verkauft würden hingegen der Deka-Technologie (ISIN DE0005152623) und der Franklin Technology (ISIN LU0140363697). Der Fidelity-Fonds habe seit Jahresanfang ein Plus von fast 20 Prozent verzeichnet, auf Fünfjahressicht seien es knapp 21 Prozent im Jahr.
Unverändert gesucht seien Deisenroth-Boström zufolge Geldmarktfonds, etwa der DWS ESG Euro Money Market (ISIN LU0225880524) und der CB Geldmarkt Deutschland (ISIN LU0052221412).
Abflüsse melde sie für den Mischfonds ARERO - Der Weltfonds (ISIN LU0360863863), der in Aktien, Anleihen und Rohstoffe investiere.
Ohne klare Richtung präsentiere sich der Handel mit Immobilienfonds. "Es ist immer etwas los, mal sind es Käufe, mal Verkäufe, ohne erkennbaren Grund", bemerke Orlemann mit Blick auf die umsatzstarken Fonds HausInvest (ISIN DE0009807016) und UniImmo Global (ISIN DE0009805556). Ein sehr großer Verkauf von Anteilen des Grundbesitz Europa (ISIN DE0009807008) sei "kursschonend" vonstatten gegangen. "Es finden sich offenbar Käufer."
Seit Sommer 2023 erlebten deutsche Publikumsfonds mit Immobilien bis auf wenige Ausnahmen durchgehend Nettoabflüsse, wie das Analysehaus Morningstar berichte. "Die Sonderabwertung des UniImmo Wohnen ZBI im Juni dieses Jahres hat erneute Schockwellen durch den Markt gesendet - und hat zur Folge gehabt, dass die Abflüsse im Juli sprunghaft zugenommen haben", heiße es. Immerhin habe sich im September die Stärke der Talfahrt verringert. Die höchsten Abflüsse seit Jahresanfang verzeichneten Morningstar zufolge der Grundbesitz Europa mit über 1 Milliarde Euro, der HausInvest mit 663 Millionen Euro und der UniImmo Europa (ISIN DE0009805515) mit 643 Millionen Euro.
Mehr dazu: www.morningstar.de/de/news/255736/offene-immobilienfonds-weiter-starke-kapitalabflüsse.aspx (Ausgabe vom 24.10.2024) (25.10.2024/fc/a/f)
"Bei uns sind - wie im ETF-Handel - die Edelmetalle derzeit das große Thema", berichte Ivo Orlemann, der für die ICF Bank aktiv gemanagte Fonds und ETFs handele. Insgesamt sei ebenfalls einiges los. "Die Umsätze sind gut, auch wegen der Allzeithochs am Aktienmarkt", erkläre Anja Deisenroth-Boström, Händlerin der Baader Bank. DAX, Dow Jones und S&P 500 hätten vor kurzem neue Rekordhochs erreicht und würden aktuell nur knapp darunter notieren.
Auch der Goldpreis eile von Rekord zu Rekord, und der Silberpreis sei auf den höchsten Stand seit zwölf Jahren geklettert. Orlemann berichte von hohen Zuflüssen in Minenfonds mit Aktien von Gold- und Silberproduzenten. Gesucht sei auch der auf Produzenten unterschiedlicher Rohstoffe setzende Allianz Global Metals and Mining (ISIN LU0604766674). Deisenroth-Boström melde allerdings überwiegend Abgaben; betroffen sei etwa der BGF World Gold Fund (ISIN LU0171305526), dessen Kurs seit Jahresanfang um 45 Prozent gestiegen sei.
Im Handel mit klassischen Aktienfonds gehe es hin und her. Auf den Einkaufslisten stünden laut Deisenroth-Boström etwa der DWS Concept Platow (ISIN LU1865032954) mit deutschen Aktien und der terrAssisi Aktien (ISIN DE0009847343) mit internationalen Werten. Abgegeben würden hingegen der Fondak (ISIN DE0008471012) mit deutschen Aktien, der Allianz Europe Equity Growth (ISIN LU0256839191) mit europäischen Wachstumstiteln und der Stuttgarter-Aktien-Fonds (ISIN LU0383026803) von IP Concept mit internationalen Aktien.
"Aus Fonds mit Nachhaltigkeitsschwerpunkt geht eher etwas raus", bemerke Orlemann. Von Abflüssen betroffen seien etwa der ÖkoWorld ÖkoVision Classic (ISIN LU0061928585) und der DKB Nachhaltigkeitsfonds Klimaschutz (ISIN LU0117118124).
Ungewöhnlich stark sei der Handel mit asiatischen Aktienfonds. Diverse Konjunkturstützungsmaßnahmen der chinesischen Regierung hätten in den vergangenen Wochen für viel Bewegung an Chinas Aktienmärkten gesorgt. Der MSCI China habe erst einen großen Satz nach oben gemacht, dann sei es zu Verlusten gekommen - die Maßnahmen der Regierung hätten nicht ausgereicht, heiße es. "Es ist eine Achterbahnfahrt gewesen", kommentiere Deisenroth-Boström.
Zu den Favoriten gehörten Orlemann zufolge unverändert Technologiefonds. Beliebt seien der Fidelity Global Technology in ausschüttender und thesaurierender Form (ISIN LU0099574567; ISIN LU0346389348). Tendenziell verkauft würden hingegen der Deka-Technologie (ISIN DE0005152623) und der Franklin Technology (ISIN LU0140363697). Der Fidelity-Fonds habe seit Jahresanfang ein Plus von fast 20 Prozent verzeichnet, auf Fünfjahressicht seien es knapp 21 Prozent im Jahr.
Unverändert gesucht seien Deisenroth-Boström zufolge Geldmarktfonds, etwa der DWS ESG Euro Money Market (ISIN LU0225880524) und der CB Geldmarkt Deutschland (ISIN LU0052221412).
Abflüsse melde sie für den Mischfonds ARERO - Der Weltfonds (ISIN LU0360863863), der in Aktien, Anleihen und Rohstoffe investiere.
Ohne klare Richtung präsentiere sich der Handel mit Immobilienfonds. "Es ist immer etwas los, mal sind es Käufe, mal Verkäufe, ohne erkennbaren Grund", bemerke Orlemann mit Blick auf die umsatzstarken Fonds HausInvest (ISIN DE0009807016) und UniImmo Global (ISIN DE0009805556). Ein sehr großer Verkauf von Anteilen des Grundbesitz Europa (ISIN DE0009807008) sei "kursschonend" vonstatten gegangen. "Es finden sich offenbar Käufer."
Seit Sommer 2023 erlebten deutsche Publikumsfonds mit Immobilien bis auf wenige Ausnahmen durchgehend Nettoabflüsse, wie das Analysehaus Morningstar berichte. "Die Sonderabwertung des UniImmo Wohnen ZBI im Juni dieses Jahres hat erneute Schockwellen durch den Markt gesendet - und hat zur Folge gehabt, dass die Abflüsse im Juli sprunghaft zugenommen haben", heiße es. Immerhin habe sich im September die Stärke der Talfahrt verringert. Die höchsten Abflüsse seit Jahresanfang verzeichneten Morningstar zufolge der Grundbesitz Europa mit über 1 Milliarde Euro, der HausInvest mit 663 Millionen Euro und der UniImmo Europa (ISIN DE0009805515) mit 643 Millionen Euro.
Mehr dazu: www.morningstar.de/de/news/255736/offene-immobilienfonds-weiter-starke-kapitalabflüsse.aspx (Ausgabe vom 24.10.2024) (25.10.2024/fc/a/f)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
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| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| LU0604766674 | A1JFWE | 134,63 € | 65,56 € | |
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