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Fondshandel: Biotech lockt mit satten Renditen - Fondsanalyse
14.01.14 16:00
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Kauflaune kehrt zurück: Nach dem Ende der Ferienzeit ist - zumindest hierzulande - Schluss mit Gewinnmitnahmen, so die Deutsche Börse AG.
"Vor allem bei deutschen Aktienfonds greifen Investoren wieder zu. Nachdem vergangene Woche noch bei einigen heimischen Körben die Abgaben überwogen, dominiert jetzt wieder die Kaufseite", melde Matthias Präger von der Baader Bank, spreche aber von einem durchschnittlichen Umsatzniveau. Trotz des Dämpfers im Gefolge der US-Arbeitsmarktzahlen am vergangenen Freitag sei die Stimmung am Markt weiterhin gut, ergänze Ivo Orlemann von der ICF AG.
Ganz oben auf den Kauflisten führe Präger etwa den BSF European Opportunities Extension, der für den vergangenen Monat mit einem Plus von fast 11 Prozent aufwarte. Der Fonds investiere mindestens 70 Prozent seines Vermögens in Aktien und Aktienderivate von Unternehmen, die überwiegend in Europa ansässig seien. Die Ratingagentur Morningstar bescheinige dem mit fünf Sternen eingestuften Portfolio eine hohe Rendite bei mittelmäßigem Risiko. In den zurückliegenden drei Jahren habe der BlackRock-Fonds eine durchschnittliche Rendite von jährlich über 18 Prozent erzielt.
Beliebt bei Anlegern seien laut Präger zudem der DWS Aktien Strategie Deutschland sowie der FPM Funds Stockpicker Germany All Cap, die in den vergangenen vier Wochen 7,4 bzw. 6,3 Prozent gewonnen hätten. Auf der Abgabeseite führe der Baader-Spezialist indes den Allianz Europe Equity Growth Fund (ISIN LU0256839191 / WKN A0KDMT), der im gleichen Zeitraum auf ein Plus von 4,3 Prozent komme.
Ein etwas anderes Bild zeige sich bei international aufgestellten Fonds, nachdem der US-Dollar im Gefolge der mit Enttäuschung aufgenommenen US-Arbeitsmarktzahlen Ende vergangener Woche zum Euro deutlich unter Druck geraten sei. "Bei internationalen engagierten Fonds überwiegen derzeit die Abflüsse", berichte Präger, er verzeichne sowohl im DWS Vermögensbildungsfonds I als auch im Picted-Security überwiegend Verkäufe. Beide Fonds seien zu mehr als der Hälfte in US-Werten investiert. Ebenfalls zurück komme der regional etwas breiter aufgestellte M&G Global Basics, ergänze der Spezialist.
Gegen den Trend gesucht seien indes der DWS Top Portfolio Offensiv (ISIN DE0009848010 / WKN 984801) mit einem Drittel US-Anteil sowie der Sarasin Sustainable Water Fund (ISIN LU0333595436 / WKN A0M90M), dessen Anlagefokus auf Aktien von Unternehmen gerichtet sei, die sich durch einen nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser auszeichnen und dabei ökologische wie soziale Nachhaltigkeitsaspekte mitberücksichtigen würden.
Trotz Fondsschließungen und Rücknahmerestriktionen stünden Immobilienfonds bei Anlegern weiterhin hoch im Kurs, wie Orlemann beobachte. "Gleich mehrere Immobilienportfolios stehen derzeit wieder ganz oben auf unseren Umsatzlisten, und dabei überwiegen die Käufe." Beliebt sei etwa der in Abwicklung befindliche CS Euroreal. Hier würden Käufer von Fondsanteilen offenbar darauf setzen, dass die Fondsgesellschaft die noch verbliebenen Immobilienbestände zu guten Konditionen verkaufen könne und den Anlegern im Zuge der Abwicklung mehr für ihre Anteile ausbezahle als den derzeitigen Marktwert.
"So liegt der Nettoinventarwert beim CS Euroreal aktuell bei rund 43 Euro je Fondsanteil, während die Papiere an der Börse nur für rund 27 Euro gehandelt werden. Der Sicherheitsabschlag ist also enorm", kommentiere Orlemann. Allerdings sei jedoch auch das Risiko nicht zu unterschätzen, immerhin könne keiner wissen, wie die weitere Abwicklung tatsächlich verlaufen werde, merke der Händler an.
Aber auch nicht in Abwicklung befindliche Immobilienfonds würden für viele Anleger interessant scheinen, was wohl nicht zuletzt an den Diversifikationseigenschaften dieses Anlagesegments liegen dürfte. "Immobilien sind komplett losgelöst vom allgemeinen Marktumfeld, was sie in vielerlei Hinsicht interessant macht", kommentiere Orlemann.
Auffällig viel Umsatz beobachte Orlemann in Fonds, die in Aktien von Biotechunternehmen investieren würden - eine Branche, die Anlegern in den vergangenen Jahren ordentliche Kursgewinne beschert habe. Nachdem die Biotechnologiewerte mit dem Platzen der Technologieblase 2000 in den Abwärtsstrudel gezogen worden seien und sich dann jahrelang seitwärts bewegt hätten, sei die Branche seit 2011 wieder richtig angesagt. So habe etwa der Nasdaq NMS Biotechnology Index allein im vergangenen Jahr um über 60 Prozent zugelegt. Zum Vergleich: Das Plus des NASDAQ 100 seien gerade mal 28 Prozent.
Käufe beobachte Orlemann unter anderem im DWS Biotech und im Allianz Biotechnologie, die in den vergangenen vier Wochen zwischen 10 und 12 Prozent zugelegt hätten. Auf der Abgabeseite führe der Spezialist indes den Dexia Eqs L Biotechnology sowie den SEB Concept BioTech (ISIN LU0118405827 / WKN 542164), die im gleichen Zeitraum mit ähnlich hohen Kursgewinnen aufwarten würden.
Um Fonds, die in Aktien von asiatischen Unternehmen investieren würden, sei es nach Auskunft der Händler derzeit eher ruhig. Auch die erneuten regierungskritischen Demonstrationen in Thailand hätten bisher keine Reaktionen der Fondsanlegern hervorgerufen, wie Orlemann bemerke. Käufe auf niedrigem Umsatzniveau verzeichne Präger im GAM Star China Equity und im First State Greater China Growth Fund (ISIN GB0033874107 / WKN A0BKZB), Abflüsse hingegen im HSBC GIF Chinese Equity Fund (ISIN LU0039217434 / WKN 972629) und im FF - China Focus (ISIN KYG1382C1024 / WKN A0M94H). (14.01.2014/fc/a/f)
"Vor allem bei deutschen Aktienfonds greifen Investoren wieder zu. Nachdem vergangene Woche noch bei einigen heimischen Körben die Abgaben überwogen, dominiert jetzt wieder die Kaufseite", melde Matthias Präger von der Baader Bank, spreche aber von einem durchschnittlichen Umsatzniveau. Trotz des Dämpfers im Gefolge der US-Arbeitsmarktzahlen am vergangenen Freitag sei die Stimmung am Markt weiterhin gut, ergänze Ivo Orlemann von der ICF AG.
Ganz oben auf den Kauflisten führe Präger etwa den BSF European Opportunities Extension, der für den vergangenen Monat mit einem Plus von fast 11 Prozent aufwarte. Der Fonds investiere mindestens 70 Prozent seines Vermögens in Aktien und Aktienderivate von Unternehmen, die überwiegend in Europa ansässig seien. Die Ratingagentur Morningstar bescheinige dem mit fünf Sternen eingestuften Portfolio eine hohe Rendite bei mittelmäßigem Risiko. In den zurückliegenden drei Jahren habe der BlackRock-Fonds eine durchschnittliche Rendite von jährlich über 18 Prozent erzielt.
Beliebt bei Anlegern seien laut Präger zudem der DWS Aktien Strategie Deutschland sowie der FPM Funds Stockpicker Germany All Cap, die in den vergangenen vier Wochen 7,4 bzw. 6,3 Prozent gewonnen hätten. Auf der Abgabeseite führe der Baader-Spezialist indes den Allianz Europe Equity Growth Fund (ISIN LU0256839191 / WKN A0KDMT), der im gleichen Zeitraum auf ein Plus von 4,3 Prozent komme.
Ein etwas anderes Bild zeige sich bei international aufgestellten Fonds, nachdem der US-Dollar im Gefolge der mit Enttäuschung aufgenommenen US-Arbeitsmarktzahlen Ende vergangener Woche zum Euro deutlich unter Druck geraten sei. "Bei internationalen engagierten Fonds überwiegen derzeit die Abflüsse", berichte Präger, er verzeichne sowohl im DWS Vermögensbildungsfonds I als auch im Picted-Security überwiegend Verkäufe. Beide Fonds seien zu mehr als der Hälfte in US-Werten investiert. Ebenfalls zurück komme der regional etwas breiter aufgestellte M&G Global Basics, ergänze der Spezialist.
Trotz Fondsschließungen und Rücknahmerestriktionen stünden Immobilienfonds bei Anlegern weiterhin hoch im Kurs, wie Orlemann beobachte. "Gleich mehrere Immobilienportfolios stehen derzeit wieder ganz oben auf unseren Umsatzlisten, und dabei überwiegen die Käufe." Beliebt sei etwa der in Abwicklung befindliche CS Euroreal. Hier würden Käufer von Fondsanteilen offenbar darauf setzen, dass die Fondsgesellschaft die noch verbliebenen Immobilienbestände zu guten Konditionen verkaufen könne und den Anlegern im Zuge der Abwicklung mehr für ihre Anteile ausbezahle als den derzeitigen Marktwert.
"So liegt der Nettoinventarwert beim CS Euroreal aktuell bei rund 43 Euro je Fondsanteil, während die Papiere an der Börse nur für rund 27 Euro gehandelt werden. Der Sicherheitsabschlag ist also enorm", kommentiere Orlemann. Allerdings sei jedoch auch das Risiko nicht zu unterschätzen, immerhin könne keiner wissen, wie die weitere Abwicklung tatsächlich verlaufen werde, merke der Händler an.
Aber auch nicht in Abwicklung befindliche Immobilienfonds würden für viele Anleger interessant scheinen, was wohl nicht zuletzt an den Diversifikationseigenschaften dieses Anlagesegments liegen dürfte. "Immobilien sind komplett losgelöst vom allgemeinen Marktumfeld, was sie in vielerlei Hinsicht interessant macht", kommentiere Orlemann.
Auffällig viel Umsatz beobachte Orlemann in Fonds, die in Aktien von Biotechunternehmen investieren würden - eine Branche, die Anlegern in den vergangenen Jahren ordentliche Kursgewinne beschert habe. Nachdem die Biotechnologiewerte mit dem Platzen der Technologieblase 2000 in den Abwärtsstrudel gezogen worden seien und sich dann jahrelang seitwärts bewegt hätten, sei die Branche seit 2011 wieder richtig angesagt. So habe etwa der Nasdaq NMS Biotechnology Index allein im vergangenen Jahr um über 60 Prozent zugelegt. Zum Vergleich: Das Plus des NASDAQ 100 seien gerade mal 28 Prozent.
Käufe beobachte Orlemann unter anderem im DWS Biotech und im Allianz Biotechnologie, die in den vergangenen vier Wochen zwischen 10 und 12 Prozent zugelegt hätten. Auf der Abgabeseite führe der Spezialist indes den Dexia Eqs L Biotechnology sowie den SEB Concept BioTech (ISIN LU0118405827 / WKN 542164), die im gleichen Zeitraum mit ähnlich hohen Kursgewinnen aufwarten würden.
Um Fonds, die in Aktien von asiatischen Unternehmen investieren würden, sei es nach Auskunft der Händler derzeit eher ruhig. Auch die erneuten regierungskritischen Demonstrationen in Thailand hätten bisher keine Reaktionen der Fondsanlegern hervorgerufen, wie Orlemann bemerke. Käufe auf niedrigem Umsatzniveau verzeichne Präger im GAM Star China Equity und im First State Greater China Growth Fund (ISIN GB0033874107 / WKN A0BKZB), Abflüsse hingegen im HSBC GIF Chinese Equity Fund (ISIN LU0039217434 / WKN 972629) und im FF - China Focus (ISIN KYG1382C1024 / WKN A0M94H). (14.01.2014/fc/a/f)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 680,00 € | 690,00 € | -10,00 € | -1,45% | 17.04./08:08 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| LU0313923228 | A0MYJN | 709,05 € | 575,35 € | |
Werte im Artikel




