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Fondshandel: Beliebte US-Dollar-Anlagen
12.11.15 17:09
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Seit mittlerweile anderthalb Monaten geht es am Aktienmarkt nach oben, das lockt auch viele Fondsanleger aus der Reserve, so die Deutsche Börse AG.
"Mit der Aufwärtsbewegung haben sich viele positioniert", berichte Matthias Präger von der Baader Bank. Erst in den vergangenen Tagen sei zunehmend verkauft worden. "Die am Freitag erreichten 11.000 Punkte im DAX waren da wohl der Auslöser." Die Umsätze beschreibe der Händler als "ordentlich".
Bei der ICF Bank sei der Kursanstieg nur von moderaten Umsätzen begleitet gewesen. "Allerdings hatten wir fast ausschließlich Käufe, Rückflüsse gab es kaum", berichte Ivo Orlemann. Der DAX habe sich seit Ende September, als er unter 9.500 Punkte gefallen sei, deutlich erholt. Am Dienstagmittag liege das Börsenbarometer bei 10.925 Zählern.
Speziell bei Fonds mit deutschen und anderen europäischen Aktien sei Präger zufolge erst zugegriffen, zuletzt aber auch häufig Kasse gemacht worden. Unter dem Strich hätten im Jupiter JGF European Growth (ISIN LU0260085492 / WKN A0J317) und im DWS Aktien Strategie Deutschland die Zuflüsse überwogen, im Nürnberger Euroland A, DekaFonds CF und Aberdeen (Swiss) European Opportunities Equities die Abflüsse.
Im Bereich der internationalen Fonds seien speziell US-Dollar-lastige Produkte gefragt gewesen. "Das liegt an der starken US-Währung", bemerke Präger. Ein Euro koste aktuell nur noch 1,07 US-Dollar, vor einem Monat seien es noch 1,14 US-Dollar gewesen. Zugegriffen worden sei daher im Carmignac Investissement, DWS Top Dividende, Allianz Strategie Wachstum Plus und Robeco BP Global Premium Equities.
Mischfonds würden weiter gut laufen, jedenfalls die meisten. Publikumsliebling sei Orlemann zufolge weiter der Flossbach von Storch Multiple Opportunities. "Der ist mittlerweile das, was früher der Carmignac Patrimoine war", kommentiere der Händler. Der Fonds von Carmignac habe als einziger Mischfonds fast nur auf den Verkaufslisten gestanden.
Ein Neuling unter den gesuchten Mischfonds sei der Patriarch Classic TSI von Hauck & Aufhäuser. Dieser investiere weltweit - also auch in Schwellenländern - in Aktien, Renten, Genussscheinen und Zertifikaten, grundsätzlich werde mit mindestens 51 Prozent des Fondsvermögens auf Aktien gesetzt. "Die Nachfrage ist hoch", stelle Orlemann fest. Ebenfalls gesucht seien der Kapital Plus und der Flossbach von Storch Multiple Opportunities II, der im Gegensatz zur klassischen Variante keine physischen Edelmetallpositionen halten könne.
Nach der Ausverkaufswelle an den chinesischen Märkten im Sommer sei das Bild bei Fonds mit Titeln aus Hongkong oder vom chinesischen Festland jetzt ausgeglichener. Präger zufolge hätten sich Käufe und Verkäufe die Waage gehalten. "Das liegt wohl an den von China angekündigten konjunkturstützenden Maßnahmen." Abgestoßen worden seien etwa der Stewart Investors Asia Pacific Leaders und der Baring Hong Kong China, gesetzt worden sei hingegen auf den Robeco Asia Pacific Equities (ISIN LU0084617165 / WKN 988149) und den Threadneedle China Opportunities.
Was einzelne Branchen angehe, stehe einmal mehr der Biotech-Sektor im Fokus, wie Orlemann beobachte. "Da sehen wir wieder fast nur Käufe." Zwischen Juli und September sei der Markt - gemessen am Branchenindex Nasdaq Biotech - zwar stark eingebrochen, seit Ende September gehe es aber wieder nach oben. Anleger würden sich Orlemann zufolge vor allem im DWS Biotech positionieren, aber auch im ESPA Stock Biotech, DWS Health Care (ISIN DE0009769851 / WKN 976985), SEB Concept BioTech (ISIN LU0118405827 / WKN 542164) und Allianz Biotechnologie. "Hier sehen wir auch viele kurzfristig orientierte Trader."
Weiter rege gehandelt würden Immobilienfonds, wie Orlemann außerdem melde. "Das betrifft vor allem die weiterhin offenen Fonds." Hier würden beide Seiten gespielt, etwa im HausInvest, im Deka Immobilen Global (ISIN DE0007483612 / WKN 748361), im Grundbesitz Global und im Grundbesitz Europa.
Eher ruhig zugegangen sei es bei Geldmarktfonds. "Nur bei auf US-Dollar lautenden Produkten ging mehr um", erkläre Präger: Gesucht gewesen sei etwa der DekaLux-Geldmarkt USD (ISIN LU0065060971 / WKN 974557), getrennt hätten sich Anleger unterdessen vom Deutsche Floating Rate Notes (USD) (ISIN LU0041580167 / WKN 972167).
Bei Minenfonds herrsche Funkstille. "Dabei hat der Goldpreis deutlich nachgegeben", kommentiere Präger. Eine Feinunze koste aktuell 1.089 US-Dollar, Mitte Oktober seien es zwischenzeitlich 1.184 US-Dollar gewesen. Bei der Baader Bank habe es kleinere Käufe und Verkäufe im BGF World Gold Fund (ISIN LU0055631609 / WKN 974119; ISIN LU0171305526 / WKN A0BMAL) gegeben. (Ausgabe vom 11.11.2015) (12.11.2015/fc/a/f)
"Mit der Aufwärtsbewegung haben sich viele positioniert", berichte Matthias Präger von der Baader Bank. Erst in den vergangenen Tagen sei zunehmend verkauft worden. "Die am Freitag erreichten 11.000 Punkte im DAX waren da wohl der Auslöser." Die Umsätze beschreibe der Händler als "ordentlich".
Bei der ICF Bank sei der Kursanstieg nur von moderaten Umsätzen begleitet gewesen. "Allerdings hatten wir fast ausschließlich Käufe, Rückflüsse gab es kaum", berichte Ivo Orlemann. Der DAX habe sich seit Ende September, als er unter 9.500 Punkte gefallen sei, deutlich erholt. Am Dienstagmittag liege das Börsenbarometer bei 10.925 Zählern.
Speziell bei Fonds mit deutschen und anderen europäischen Aktien sei Präger zufolge erst zugegriffen, zuletzt aber auch häufig Kasse gemacht worden. Unter dem Strich hätten im Jupiter JGF European Growth (ISIN LU0260085492 / WKN A0J317) und im DWS Aktien Strategie Deutschland die Zuflüsse überwogen, im Nürnberger Euroland A, DekaFonds CF und Aberdeen (Swiss) European Opportunities Equities die Abflüsse.
Im Bereich der internationalen Fonds seien speziell US-Dollar-lastige Produkte gefragt gewesen. "Das liegt an der starken US-Währung", bemerke Präger. Ein Euro koste aktuell nur noch 1,07 US-Dollar, vor einem Monat seien es noch 1,14 US-Dollar gewesen. Zugegriffen worden sei daher im Carmignac Investissement, DWS Top Dividende, Allianz Strategie Wachstum Plus und Robeco BP Global Premium Equities.
Ein Neuling unter den gesuchten Mischfonds sei der Patriarch Classic TSI von Hauck & Aufhäuser. Dieser investiere weltweit - also auch in Schwellenländern - in Aktien, Renten, Genussscheinen und Zertifikaten, grundsätzlich werde mit mindestens 51 Prozent des Fondsvermögens auf Aktien gesetzt. "Die Nachfrage ist hoch", stelle Orlemann fest. Ebenfalls gesucht seien der Kapital Plus und der Flossbach von Storch Multiple Opportunities II, der im Gegensatz zur klassischen Variante keine physischen Edelmetallpositionen halten könne.
Nach der Ausverkaufswelle an den chinesischen Märkten im Sommer sei das Bild bei Fonds mit Titeln aus Hongkong oder vom chinesischen Festland jetzt ausgeglichener. Präger zufolge hätten sich Käufe und Verkäufe die Waage gehalten. "Das liegt wohl an den von China angekündigten konjunkturstützenden Maßnahmen." Abgestoßen worden seien etwa der Stewart Investors Asia Pacific Leaders und der Baring Hong Kong China, gesetzt worden sei hingegen auf den Robeco Asia Pacific Equities (ISIN LU0084617165 / WKN 988149) und den Threadneedle China Opportunities.
Was einzelne Branchen angehe, stehe einmal mehr der Biotech-Sektor im Fokus, wie Orlemann beobachte. "Da sehen wir wieder fast nur Käufe." Zwischen Juli und September sei der Markt - gemessen am Branchenindex Nasdaq Biotech - zwar stark eingebrochen, seit Ende September gehe es aber wieder nach oben. Anleger würden sich Orlemann zufolge vor allem im DWS Biotech positionieren, aber auch im ESPA Stock Biotech, DWS Health Care (ISIN DE0009769851 / WKN 976985), SEB Concept BioTech (ISIN LU0118405827 / WKN 542164) und Allianz Biotechnologie. "Hier sehen wir auch viele kurzfristig orientierte Trader."
Weiter rege gehandelt würden Immobilienfonds, wie Orlemann außerdem melde. "Das betrifft vor allem die weiterhin offenen Fonds." Hier würden beide Seiten gespielt, etwa im HausInvest, im Deka Immobilen Global (ISIN DE0007483612 / WKN 748361), im Grundbesitz Global und im Grundbesitz Europa.
Eher ruhig zugegangen sei es bei Geldmarktfonds. "Nur bei auf US-Dollar lautenden Produkten ging mehr um", erkläre Präger: Gesucht gewesen sei etwa der DekaLux-Geldmarkt USD (ISIN LU0065060971 / WKN 974557), getrennt hätten sich Anleger unterdessen vom Deutsche Floating Rate Notes (USD) (ISIN LU0041580167 / WKN 972167).
Bei Minenfonds herrsche Funkstille. "Dabei hat der Goldpreis deutlich nachgegeben", kommentiere Präger. Eine Feinunze koste aktuell 1.089 US-Dollar, Mitte Oktober seien es zwischenzeitlich 1.184 US-Dollar gewesen. Bei der Baader Bank habe es kleinere Käufe und Verkäufe im BGF World Gold Fund (ISIN LU0055631609 / WKN 974119; ISIN LU0171305526 / WKN A0BMAL) gegeben. (Ausgabe vom 11.11.2015) (12.11.2015/fc/a/f)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 55,22 € | 55,20 € | 0,02 € | +0,04% | 17.04./08:54 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| LU0260085492 | A0J317 | 56,70 € | 43,46 € | |
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