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Fonds: Im Zweifel für die Besten
20.03.12 09:59
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Zwar hat der DAX in dieser Woche den Rückwärtsgang eingelegt, eine ausgeprägte Korrektur erwarten die meisten Börsianer aber nicht, so die Deutsche Börse AG.
"Die Stimmung ist nach wie vor positiv", kommentiere Vanessa Müller-Raidt von ICF Kursmakler. Das wirke sich auch auf den Fondshandel aus: "Es gibt einen klaren Käuferüberhang." Nur in wenigen Bereichen, etwa bei osteuropäischen Aktienfonds, hätten Abgaben dominiert. "Wir sehen hauptsächlich Verkäufe", meine hingegen Andreas Kehnen von der Baader Bank. Die durch die EZB bereit gestellte üppige Liquidität erreiche den Fondshandel nicht. "Die Kurse müssen wohl noch weiter steigen, damit Anleger wieder kaufen."
Einige Fonds würden aber offenbar immer ziehen: Zu den Favoriten der Anleger gehöre Müller-Raidt zufolge unverändert der Flossbach von Storch Strategie Multiple Opportunities, ein Mischfonds, der in den vergangenen drei Jahren eine Rendite von über 24 Prozent pro Jahr verzeichnet habe und auch in diesem Jahr mit einem Plus von 9 Prozent aufwarten könne. Dass der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen, der in Dividendentitel kleinerer deutscher Unternehmen investiere, auf bei Performance-Vergleichen oft ziemlich weit oben zu finden sei, hätten Anleger wohl ebenfalls bemerkt. Hier hätten Investoren jedenfalls weiterhin beherzt zugegriffen, wie die Händlerin melde.
Laut Baader Bank seien viele Aktienfonds in der Gunst der Anleger tief gesunken: Auf den Verkaufslisten fänden sich etwa der DekaFonds CF (ISIN DE000DK2D7T7 / WKN DK2D7T) und der DWS Europäische Aktien (ISIN DE0008490822 / WKN 849082), die beide auf europäische Dividendentitel setzen würden, sowie der UBS Mid Caps Germany mit mittelgroßen deutschen Werten.
Auch von internationalen Aktienfonds wie dem Lingohr-Systematic-LBB-Invest (ISIN DE0009774794 / WKN 977479) hätten sich Anleger getrennt. Nur bei Dividendenstrategiefonds wie dem M&G Global Dividend und dem DWS Top Dividende überwögen Käufe. "Der M&G Global Dividend läuft schon seit einiger Zeit sehr gut", ergänze Kehnen.
Fonds mit nordamerikanischen Aktien würden sich Anleger ebenfalls gerne ins Portfolio legen, wie Müller-Raidt erkläre. Als Beispiele nenne sie den DWS US Equities und den Baring North America. Kasse machen sei hingegen bei Produkten mit osteuropäischen Titeln angesagt, betroffen seien der Händlerin zufolge etwa der DWS Russia und der Allianz RCM Emerging Europe. Der DWS Russia habe in den vergangenen Tagen etwas Federn lassen müssen, ein Fondsanteil koste heute 221 nach 233 Euro Mitte März, Anfang des Jahres seien allerdings nur 182 Euro gewesen.
Im Handel mit Asienfonds gebe es laut Baader Bank vor allem Käufe - allerdings auf niedrigem Niveau: Kehnen melde zum Beispiel Zuflüsse im Aberdeen Global Asian Smaller Companies, im Allianz RCM Thailand und im Robeco Chinese Equities.
Im Bereich der offenen Immobilienfonds würden sich unterdessen einige Spekulanten tummeln, wie Müller-Raidt beobachtet habe. "So mancher hofft, dass bei Fonds in der Abwicklung die tatsächlichen Verkaufserlöse über den aktuellen Wertansätzen liegen", erkläre die Händlerin. Bei bislang lediglich eingefrorenen Fonds werde auf eine Wiedereröffnung gesetzt, etwa beim SEB Immoinvest und beim CS Euroreal.
"Die meisten Anleger wollen aber verkaufen, sie sind endgültig verprellt", meine Müller-Raidt. So habe der SEB Immoinvest in den vergangenen vier Wochen an der Börse Frankfurt abermals knapp 8 Prozent verloren, der CS Euroreal 5,6 Prozent. Der KanAm Grundinvest, der sich in Auflösung befinde, habe sich zuletzt allerdings etwas erholen können und verzeichne auf Sicht von vier Wochen nur noch ein Minus von 4,6 Prozent.
Ganz unterschiedliche Produkte würden im Bereich der Rentenfonds punkten: ICF Kursmakler melde etwa Zuflüsse im DWS Vermögensbildungsfonds R (ISIN DE0008476516 / WKN 847651), der Euro-Anleihen und internationale Renten im Portfolio habe. Gefragt sei aber auch der M&G European Corporate Bond. Der kaufe Unternehmensanleihen hoher Bonität, aber auch Hochverzinsliches und habe in den vergangenen drei Jahren eine jährliche Rendite von 10,4 Prozent erreicht.
Nicht mehr viel wissen wollten Anleger mittlerweile von Goldminenfonds, wie die Baader Bank außerdem berichte. "Das ist angesichts des sinkenden Goldpreises ja auch kein Wunder", bemerk Kehnen. Eine Feinunze Gold gehe heute zu 1.650 US-Dollar über den Tisch, Ende Februar seien es noch fast 1.800 US-Dollar gewesen. Investoren hätten sich jedenfalls aus dem Falcon Gold Equity, aber auch aus dem breit aufgestellten Minenfonds Blackrock Global World Mining verabschiedet. (20.03.2012/fc/a/f)
"Die Stimmung ist nach wie vor positiv", kommentiere Vanessa Müller-Raidt von ICF Kursmakler. Das wirke sich auch auf den Fondshandel aus: "Es gibt einen klaren Käuferüberhang." Nur in wenigen Bereichen, etwa bei osteuropäischen Aktienfonds, hätten Abgaben dominiert. "Wir sehen hauptsächlich Verkäufe", meine hingegen Andreas Kehnen von der Baader Bank. Die durch die EZB bereit gestellte üppige Liquidität erreiche den Fondshandel nicht. "Die Kurse müssen wohl noch weiter steigen, damit Anleger wieder kaufen."
Einige Fonds würden aber offenbar immer ziehen: Zu den Favoriten der Anleger gehöre Müller-Raidt zufolge unverändert der Flossbach von Storch Strategie Multiple Opportunities, ein Mischfonds, der in den vergangenen drei Jahren eine Rendite von über 24 Prozent pro Jahr verzeichnet habe und auch in diesem Jahr mit einem Plus von 9 Prozent aufwarten könne. Dass der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen, der in Dividendentitel kleinerer deutscher Unternehmen investiere, auf bei Performance-Vergleichen oft ziemlich weit oben zu finden sei, hätten Anleger wohl ebenfalls bemerkt. Hier hätten Investoren jedenfalls weiterhin beherzt zugegriffen, wie die Händlerin melde.
Laut Baader Bank seien viele Aktienfonds in der Gunst der Anleger tief gesunken: Auf den Verkaufslisten fänden sich etwa der DekaFonds CF (ISIN DE000DK2D7T7 / WKN DK2D7T) und der DWS Europäische Aktien (ISIN DE0008490822 / WKN 849082), die beide auf europäische Dividendentitel setzen würden, sowie der UBS Mid Caps Germany mit mittelgroßen deutschen Werten.
Auch von internationalen Aktienfonds wie dem Lingohr-Systematic-LBB-Invest (ISIN DE0009774794 / WKN 977479) hätten sich Anleger getrennt. Nur bei Dividendenstrategiefonds wie dem M&G Global Dividend und dem DWS Top Dividende überwögen Käufe. "Der M&G Global Dividend läuft schon seit einiger Zeit sehr gut", ergänze Kehnen.
Im Handel mit Asienfonds gebe es laut Baader Bank vor allem Käufe - allerdings auf niedrigem Niveau: Kehnen melde zum Beispiel Zuflüsse im Aberdeen Global Asian Smaller Companies, im Allianz RCM Thailand und im Robeco Chinese Equities.
Im Bereich der offenen Immobilienfonds würden sich unterdessen einige Spekulanten tummeln, wie Müller-Raidt beobachtet habe. "So mancher hofft, dass bei Fonds in der Abwicklung die tatsächlichen Verkaufserlöse über den aktuellen Wertansätzen liegen", erkläre die Händlerin. Bei bislang lediglich eingefrorenen Fonds werde auf eine Wiedereröffnung gesetzt, etwa beim SEB Immoinvest und beim CS Euroreal.
"Die meisten Anleger wollen aber verkaufen, sie sind endgültig verprellt", meine Müller-Raidt. So habe der SEB Immoinvest in den vergangenen vier Wochen an der Börse Frankfurt abermals knapp 8 Prozent verloren, der CS Euroreal 5,6 Prozent. Der KanAm Grundinvest, der sich in Auflösung befinde, habe sich zuletzt allerdings etwas erholen können und verzeichne auf Sicht von vier Wochen nur noch ein Minus von 4,6 Prozent.
Ganz unterschiedliche Produkte würden im Bereich der Rentenfonds punkten: ICF Kursmakler melde etwa Zuflüsse im DWS Vermögensbildungsfonds R (ISIN DE0008476516 / WKN 847651), der Euro-Anleihen und internationale Renten im Portfolio habe. Gefragt sei aber auch der M&G European Corporate Bond. Der kaufe Unternehmensanleihen hoher Bonität, aber auch Hochverzinsliches und habe in den vergangenen drei Jahren eine jährliche Rendite von 10,4 Prozent erreicht.
Nicht mehr viel wissen wollten Anleger mittlerweile von Goldminenfonds, wie die Baader Bank außerdem berichte. "Das ist angesichts des sinkenden Goldpreises ja auch kein Wunder", bemerk Kehnen. Eine Feinunze Gold gehe heute zu 1.650 US-Dollar über den Tisch, Ende Februar seien es noch fast 1.800 US-Dollar gewesen. Investoren hätten sich jedenfalls aus dem Falcon Gold Equity, aber auch aus dem breit aufgestellten Minenfonds Blackrock Global World Mining verabschiedet. (20.03.2012/fc/a/f)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 310,00 € | 308,493 € | 1,507 € | +0,49% | 17.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| LU0323578657 | A0M430 | 324,68 € | 291,84 € | |
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