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Fonds: Spuren von Frühjahrsmüdigkeit
27.03.12 16:57
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Eher von der Seitenlinie beobachten Fondsanleger laut Spezialisten aus dem Handel mit aktiv verwalteten Fonds die derzeitigen Bewegungen an den Börsen, so die Deutsche Börse AG.
Weder die fallenden Märkte der vergangenen Woche noch der Aufwind seit Wochenbeginn hätten erkennbare Tendenzen bei Fondsinvestoren ausgelöst. "Wo die Liquidität in den Märkten derzeit hingeht, weiß ich nicht", beschreibe etwa Anja Deisenroth-Boström von der Baader Bank, die insgesamt von einem Verkaufsübhang bei Publikumsfonds auf niedrigem Niveau berichte. Am jüngsten ifo-Geschäftsklimaindex könne es nicht liegen, denn dieser habe mit dem fünften Anstieg in Folge überrascht. Eher schon an den vorläufigen deutschen Einkaufsmanagerindices der Vorwoche, die unerwartet unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten gesunken seien.
Von durchwachsenen Umsätzen im Fondshandel mit mehr Verkäufen als Käufen berichte auch Frank Wöllnitz. "Tendenziell haben sich Fondsanleger in der vergangenen Woche aus dem Marktgeschehen rausgehalten", meine der Händler von ICF Kursmakler.
Ob Körbe mit hiesigen Aktien oder Portfolios mit internationalem Fokus, auf niedrigem Niveau sei vieles abgegeben worden. Anleger hätten sich Deisenroth-Boström zufolge von deutschen Nebenwerten beispielsweise im Allianz RCM Nebenwerte Deutschland und im UBS Small Caps Germany (ISIN DE0009751651 / WKN 975165) getrennt. Wenig überzeugt hätten sie sich zudem von heimischen Standardwerten etwa im DWS Deutschland und im DWS Aktien Strategie Deutschland gezeigt, die laut Baader Bank überwiegend verkauft worden seien.
Mehr Abflüsse als Zuflüsse verbuche Wöllnitz zudem zum Beispiel für den First Private Europa Aktien ULM mit Blick auf günstig bewertete europäische Aktien.
Etwas mehr Umsatz und einen Kaufüberhang registriere Wöllnitz einmal mehr für den Dauerbrenner Flossbach von Storch SICAV Multiple Opportunities, der weltweit in Aktien, Geldmarktinstrumente, Zertifikate oder andere Anlagegattungen investiere, vorausgesetzt sie würden an geregelten Börsen gehandelt. Mit dieser Strategie sei auch während der Finanzkrise ein Plus erwirtschaftet worden. In den vergangenen vier Jahren weise das Fondsmanagement eine Performance von insgesamt über 65 Prozent aus.
Weniger gut komme bei Anlegern derzeit der Ansatz der Nachhaltigkeit etwa im Swisscanto Portfolio Fund Green Invest Equity an, für den ICF Kursmakler per Saldo von Abflüssen berichte. Von Verkaufsdruck spreche Wöllnitz zudem beim ETF Dachfonds, der überwiegend auf börsengehandelte Indexfonds verschiedener Anlageklassen setze.
Zum Teil größere Abgaben verbuche Wöllnitz bei Publikumsfonds mit asiatischen Aktien. Aus Anlegerdepots verstärkt rausgekommen sei beispielsweise der nordasier.com (ISIN DE0009792176 / WKN 979217). Dieser setze auf Werte, die aus Sicht des Fondsmanagements vom Internet-Boom im asiatischen Raum profitieren würden. Nachdem der indische Sensex in der vergangenen Woche deutlich nachgegeben habe, hätten Fondsanleger sich von Körben mit indischen Aktien wie dem HSBC GIF Indian Equity AD verabschiedet.
Von ruhigem Fahrwasser im Handel mit asiatischen Portfolios spreche Deisenroth-Boström und registriere mehr Abflüsse als Zuflüsse beispielsweise für den in US-Dollar notierten Nordea-1 Far Eastern Equity Fund. In Summe verkauft worden sei zudem der Jyske Invest Chinese Equities. Verstärkt im Depot der Anleger wandere derzeit indes der OP East Asia, der sich in Aktien der Schwellenländer des asiatisch-pazifischen Wirtschaftsraumes ohne Japan engagiere.
Bei Minenfonds registriere Deisenroth-Boström einen Abgabedruck und erkenne den Auslöser in den jüngsten Kurseinbrüchen bei Gold und Silber. Anleger hätten sich beispielsweise vom LO Funds - World Gold Expertise Fund (ISIN LU0172583626 / WKN 813929) getrennt. Die physische Nachfrage nach Gold könne durch den aktuellen Streik der indischen Goldhändler zusätzlich beeinträchtigt werden, wie Eugen Weinberg von der Commerzbank meine.
Die Bombay Bullion Association (BBA) erwarte beispielsweise einen Einbruch bei den indischen Goldimporten. Aufgrund der Erhöhung der Importsteuern würden beispielsweise im Monat März 25 bis 30 Tonnen statt wie im Vorjahreszeitraum 75 und 80 Tonnen Gold nach Indien eingeführt. Sollten die Goldimporte auch in den kommenden Monaten niedrig bleiben, würde dem Goldpreis eine wichtige Stütze fehlen. (27.03.2012/fc/a/f)
Weder die fallenden Märkte der vergangenen Woche noch der Aufwind seit Wochenbeginn hätten erkennbare Tendenzen bei Fondsinvestoren ausgelöst. "Wo die Liquidität in den Märkten derzeit hingeht, weiß ich nicht", beschreibe etwa Anja Deisenroth-Boström von der Baader Bank, die insgesamt von einem Verkaufsübhang bei Publikumsfonds auf niedrigem Niveau berichte. Am jüngsten ifo-Geschäftsklimaindex könne es nicht liegen, denn dieser habe mit dem fünften Anstieg in Folge überrascht. Eher schon an den vorläufigen deutschen Einkaufsmanagerindices der Vorwoche, die unerwartet unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten gesunken seien.
Von durchwachsenen Umsätzen im Fondshandel mit mehr Verkäufen als Käufen berichte auch Frank Wöllnitz. "Tendenziell haben sich Fondsanleger in der vergangenen Woche aus dem Marktgeschehen rausgehalten", meine der Händler von ICF Kursmakler.
Ob Körbe mit hiesigen Aktien oder Portfolios mit internationalem Fokus, auf niedrigem Niveau sei vieles abgegeben worden. Anleger hätten sich Deisenroth-Boström zufolge von deutschen Nebenwerten beispielsweise im Allianz RCM Nebenwerte Deutschland und im UBS Small Caps Germany (ISIN DE0009751651 / WKN 975165) getrennt. Wenig überzeugt hätten sie sich zudem von heimischen Standardwerten etwa im DWS Deutschland und im DWS Aktien Strategie Deutschland gezeigt, die laut Baader Bank überwiegend verkauft worden seien.
Mehr Abflüsse als Zuflüsse verbuche Wöllnitz zudem zum Beispiel für den First Private Europa Aktien ULM mit Blick auf günstig bewertete europäische Aktien.
Weniger gut komme bei Anlegern derzeit der Ansatz der Nachhaltigkeit etwa im Swisscanto Portfolio Fund Green Invest Equity an, für den ICF Kursmakler per Saldo von Abflüssen berichte. Von Verkaufsdruck spreche Wöllnitz zudem beim ETF Dachfonds, der überwiegend auf börsengehandelte Indexfonds verschiedener Anlageklassen setze.
Zum Teil größere Abgaben verbuche Wöllnitz bei Publikumsfonds mit asiatischen Aktien. Aus Anlegerdepots verstärkt rausgekommen sei beispielsweise der nordasier.com (ISIN DE0009792176 / WKN 979217). Dieser setze auf Werte, die aus Sicht des Fondsmanagements vom Internet-Boom im asiatischen Raum profitieren würden. Nachdem der indische Sensex in der vergangenen Woche deutlich nachgegeben habe, hätten Fondsanleger sich von Körben mit indischen Aktien wie dem HSBC GIF Indian Equity AD verabschiedet.
Von ruhigem Fahrwasser im Handel mit asiatischen Portfolios spreche Deisenroth-Boström und registriere mehr Abflüsse als Zuflüsse beispielsweise für den in US-Dollar notierten Nordea-1 Far Eastern Equity Fund. In Summe verkauft worden sei zudem der Jyske Invest Chinese Equities. Verstärkt im Depot der Anleger wandere derzeit indes der OP East Asia, der sich in Aktien der Schwellenländer des asiatisch-pazifischen Wirtschaftsraumes ohne Japan engagiere.
Bei Minenfonds registriere Deisenroth-Boström einen Abgabedruck und erkenne den Auslöser in den jüngsten Kurseinbrüchen bei Gold und Silber. Anleger hätten sich beispielsweise vom LO Funds - World Gold Expertise Fund (ISIN LU0172583626 / WKN 813929) getrennt. Die physische Nachfrage nach Gold könne durch den aktuellen Streik der indischen Goldhändler zusätzlich beeinträchtigt werden, wie Eugen Weinberg von der Commerzbank meine.
Die Bombay Bullion Association (BBA) erwarte beispielsweise einen Einbruch bei den indischen Goldimporten. Aufgrund der Erhöhung der Importsteuern würden beispielsweise im Monat März 25 bis 30 Tonnen statt wie im Vorjahreszeitraum 75 und 80 Tonnen Gold nach Indien eingeführt. Sollten die Goldimporte auch in den kommenden Monaten niedrig bleiben, würde dem Goldpreis eine wichtige Stütze fehlen. (27.03.2012/fc/a/f)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 223,065 € | 225,232 € | - € | 0,00% | 17.04./12:14 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0008481763 | 848176 | 281,95 € | 200,92 € | |
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