Fonds-Handel: "Ordentliche" Umsätze und steigendes Interesse an Goldaktien


20.09.24 10:30
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Im Fondshandel an der Börse Frankfurt ziehen die Umsätze langsam, aber sicher wieder an, so die Deutsche Börse AG.

"Es war wieder etwas mehr los", erkläre Matthias Präger die Sommerpause im Fondshandel offiziell für beendet. Vor allem im Segment der Edelmetalle sei die Aktivität der Anlegerinnen und Anleger in den vergangenen Wochen überdurchschnittlich noch gewesen. Auffällig seien laut dem Händler vor allem die Transaktionen während des jüngsten Goldpreisanstiegs gewesen. Das Edelmetall habe ein neues Rekordhoch bei rund 2.590 US-Dollar erreicht.

Starke Nachfrage habe Präger in Folge im HANSAgold AC und im Earth Gold Fund UI beobachtet. Mehrheitlich verkauft worden seien hingegen der DJE - Gold & Ressourcen und der DWS Invest Gold and Precious Metals Equities.

Bei den globalen Aktienfonds berichte der Fonds-Spezialist der Baader Bank von "größeren Umsätzen" im AGIF - Allianz Thematica. Hier hätten ebenso die Abgaben wie im ARERO - Der Weltfonds überwogen. Bei der ICF Bank sei vor allem im Morgan Stanley INVF Global Opportunity und im UniGlobal - net- (ISIN DE0009750273 / WKN 975027) "recht viel verkauft" worden, wie Frank Wöllnitz anmerke. Insgesamt bezeichne auch er die Umsätze als "ganz ordentlich". Bei Käufen und Verkäufen zeichne der Fondshändler ein "gemischtes Bild" und sehe vor allem "prozyklische Aktivitäten".

Der Handel von Anteilen an Portfolios mit asiatischen Aktien sei lange Zeit eher ruhig verlaufen, bis es Anfang September im Zuge des Kursrückgangs an den Aktienmärkten zu "ordentlichen Verkäufen" gekommen sei, wie Präger konstatiere. Konkret seien bei der Baader Bank in dieser Phase drei Fonds fast ausschließlich verkauft worden: Zum einen der Templeton Asian Growth und zum anderen die Euro- und Dollar-Variante des Baring Hong Kong China (ISIN IE0000829238 / WKN 972840 und ISIN IE0004866889 / WKN 933583).

Vom Anlageschwerpunkt Deutschland/Europa melde der Händler Käufe des DWS Concept Platow, einem der langfristig erfolgreichsten Small- und Midcap-Fonds in Deutschland. Abgaben habe es derweil von Anteilen an DWS Investa, FF - European Growth und FT Frankfurt-Effekten-Fonds gegeben.

Wöllnitz beobachte recht viel Umsatz auf beiden Seiten beim grundbesitz europa. "Da scheint es gegensätzliche Meinungen zu geben, wo der Kurs hingehört", erkläre der Händler. Eindeutiger sehe die Sache nach Ansicht der Kundschaft beim Deka-ImmobilienMetropolen aus, der "recht massiv gekauft wurde".

Spannend finde Wöllnitz zudem das rege Interesse am Franklin US Dollar Liquid Reserve (ISIN LU0052767562 / WKN 973727), einem US-Dollar-Geldmarktfonds. "Womöglich gab es da die Hoffnung auf steigende Kurse im Zuge der US-Notenbanksitzung". Verkauft worden sei im Gegenzug der UniOpti4, der nahezu vollständig gegen Wechselkursrisiken abgesichert sei.

Nach aktuellen Zahlen des Branchenverbands BVI habe die deutsche Fondsbranche zum 30. Juni ein Vermögen von 4.311 Milliarden Euro verwaltet, was dem Rekordstand von Ende 2021 entspreche. Offene Spezialfonds würden den größten Anteil mit 2.133 Milliarden Euro ausmachen, gefolgt von Publikumsfonds mit 1.490 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr 2024 seien netto 28,3 Milliarden Euro in Investmentfonds geflossen, während institutionelle Anleger 15,7 Milliarden Euro aus Mandaten abgezogen hätten.

Rentenfonds hätten mit 10,9 Milliarden Euro die meisten Gelder erhalten, besonders solche mit kurzen Laufzeiten. Bei Aktienfonds hätten sich die Zuflüsse auf 6,8 Milliarden Euro summiert, Misch- und Immobilienfonds hätten Abflüsse von 6,4 bzw. 2,1 Milliarden Euro verzeichnet. Aktienfonds hätten mit 47 Prozent, das seien 697 Milliarden Euro, unverändert den größten Anteil an Publikumsfonds. (Ausgabe vom 19.09.2024) (20.09.2024/fc/a/f)






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