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Fonds: Bitte richtig mischen
06.08.13 16:17
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Zwar kletterten Dow Jones und S&P 500 Ende Juli auf Rekordstände und auch der DAX ist von seinem historischen Hoch nicht mehr weit entfernt, im Fondshandel merkt man davon aber nichts: "Es ist nochmals ruhiger geworden", berichtet Ivo Orlemann von ICF Kursmakler, so die Deutsche Börse AG.
Weder sei es zu Käufen im großen Stil gekommen noch zu Gewinnmitnahmen. "Und das Geschäft mit Immobilienfonds ist nach Inkrafttreten der neuen Regeln auch weniger geworden." Lucas Schulte von der Baader Bank melde ebenfalls ferienbedingt niedrige Umsätze. "Dabei gab es mit den durchwachsenen Quartalsberichten, den Notenbanktreffen und wichtigen US-Konjunkturdaten ja durchaus Schlagzeilen."
Weiterhin gut würden Mischfonds ankommen - allerdings längst nicht alle. "Der Flossbach von Storch Multiple Opportunities steht auf unserer Umsatzliste wieder ganz oben, es gab nur Käufe", erkläre Orlemann. Der flexibel in internationale Aktien und Anleihen investierende Fonds könne seit Jahresanfang immerhin mit einer Rendite von 6,85 Prozent punkten. Ebenfalls gesucht sei dem Händler zufolge der M&G Optimal Income Fund gewesen, der im laufenden Jahr noch auf ein Plus von 4,6 Prozent komme. "Da gab es fast nur Zuflüsse."
Im Carmignac Patrimoine hätten sich Käufe und Verkäufe hingegen die Waage gehalten. Der Großtanker unter den Mischfonds, der 29 Milliarden Euro verwalte, schlage sich im Moment eher schlecht als recht und komme seit Anfang Januar nur auf ein Plus von 0,4 Prozent. Schulte melde daneben Abgaben im FMM-Fonds, der seit 1987 existiere und von der Fondsgesellschaft DJE als "erster Vermögensverwalter-Fonds in Deutschland" bezeichnet werde. Dieser habe im vergangenen Jahr hinter der Konkurrenz hergehinkt, gehöre in diesem Jahr mit einem Wertzuwachs von 6 Prozent aber zu den Gewinnern.
Bei klassischen Aktienfonds werde mal zugegriffen, mal würden Gewinne glattgestellt: Der Baader Bank zufolge hätten sich Anleger etwa in den beiden Nebenwertefonds DWS German Small/Mid Cap und CS EF (Lux) Small & Mid Cap Germany positioniert. Abgestoßen worden seien hingegen der DWS Deutschland, der UniDeutschland XS und der auf Aktien aus der Agrar- und Nahrungsmittelbranche konzentrierte DJE Agrar & Ernährung.
"Abgaben im DJE Agrar & Ernährung sind unüblich", meine Schulte, sonst werde der Fonds immer gekauft. Auch Körbe mit asiatischen Aktien hätten meist auf den Verkaufslisten gestanden, etwa der Aberdeen Global Asian Smaller Companies in Britischen Pfund und US-Dollar (ISIN LU0231459958 / WKN A0HMM5; ISIN LU0231459107 / WKN A0HMM3) sowie der DWS Top Asien.
Orlemann zufolge habe es noch Abflüsse aus dem "exotischen" Nordinvest nordasia.com (ISIN DE0009792176 / WKN 979217) gegeben, der auf asiatische Aktien aus dem Internetsektor setze und mit dieser Strategie seit Jahresanfang immerhin um 25 Prozent zugelegt habe. Beliebt bleibe hingegen der bereits in den vergangenen Wochen stark nachgefragte DWS Biotech.
"Hier hatten wir zumindest einen leichten Käuferüberhang." Der Fonds habe im Juni nach einem monatelangen Aufwärtstrend einen Rücksetzer zu verkraften gehabt, sei seitdem aber wieder deutlich im Wert gestiegen. Seit Jahresanfang ergebe sich mittlerweile ein Wertzuwachs von 46 Prozent, in den vergangenen drei Jahren sei bereits eine Rendite von 30 Prozent jährlich erreicht worden.
Das Thema Minenfonds sei Anlegern derzeit offenbar zu heiß, Abgaben würden dominieren, etwa im BlackRock Global World Mining: "Die Unsicherheit ist hier wohl besonders groß", meine Schulte. Die meisten Rohstoffpreise würden schwächeln; der Goldpreis sei vor zwei Wochen kurz über die Marke von 1.300 US-Dollar geklettert, habe seitdem aber wieder nachgegeben und liege aktuell 27 Prozent unter seinem Hoch vom vergangenen Herbst. Auch Minenaktien hätten große Verluste zu verschmerzen.
Der Ansturm auf Immobilienfonds vor Inkrafttreten der neuen Regeln am 22. Juli sei zwar vorbei, ganz tot sei das Geschäft aber nicht. "Allerdings sehen wir viele Rückgaben", erkläre Orlemann. Betroffen sei insbesondere der CS Euroreal, während es im Grundbesitz Europa und im Deka-ImmobilienEuropa Käufe und Verkäufe gegeben habe. Sämtliche Kurse seien zuletzt etwas zurückgegangen. (06.08.2013/fc/a/f)
Weder sei es zu Käufen im großen Stil gekommen noch zu Gewinnmitnahmen. "Und das Geschäft mit Immobilienfonds ist nach Inkrafttreten der neuen Regeln auch weniger geworden." Lucas Schulte von der Baader Bank melde ebenfalls ferienbedingt niedrige Umsätze. "Dabei gab es mit den durchwachsenen Quartalsberichten, den Notenbanktreffen und wichtigen US-Konjunkturdaten ja durchaus Schlagzeilen."
Weiterhin gut würden Mischfonds ankommen - allerdings längst nicht alle. "Der Flossbach von Storch Multiple Opportunities steht auf unserer Umsatzliste wieder ganz oben, es gab nur Käufe", erkläre Orlemann. Der flexibel in internationale Aktien und Anleihen investierende Fonds könne seit Jahresanfang immerhin mit einer Rendite von 6,85 Prozent punkten. Ebenfalls gesucht sei dem Händler zufolge der M&G Optimal Income Fund gewesen, der im laufenden Jahr noch auf ein Plus von 4,6 Prozent komme. "Da gab es fast nur Zuflüsse."
Im Carmignac Patrimoine hätten sich Käufe und Verkäufe hingegen die Waage gehalten. Der Großtanker unter den Mischfonds, der 29 Milliarden Euro verwalte, schlage sich im Moment eher schlecht als recht und komme seit Anfang Januar nur auf ein Plus von 0,4 Prozent. Schulte melde daneben Abgaben im FMM-Fonds, der seit 1987 existiere und von der Fondsgesellschaft DJE als "erster Vermögensverwalter-Fonds in Deutschland" bezeichnet werde. Dieser habe im vergangenen Jahr hinter der Konkurrenz hergehinkt, gehöre in diesem Jahr mit einem Wertzuwachs von 6 Prozent aber zu den Gewinnern.
"Abgaben im DJE Agrar & Ernährung sind unüblich", meine Schulte, sonst werde der Fonds immer gekauft. Auch Körbe mit asiatischen Aktien hätten meist auf den Verkaufslisten gestanden, etwa der Aberdeen Global Asian Smaller Companies in Britischen Pfund und US-Dollar (ISIN LU0231459958 / WKN A0HMM5; ISIN LU0231459107 / WKN A0HMM3) sowie der DWS Top Asien.
Orlemann zufolge habe es noch Abflüsse aus dem "exotischen" Nordinvest nordasia.com (ISIN DE0009792176 / WKN 979217) gegeben, der auf asiatische Aktien aus dem Internetsektor setze und mit dieser Strategie seit Jahresanfang immerhin um 25 Prozent zugelegt habe. Beliebt bleibe hingegen der bereits in den vergangenen Wochen stark nachgefragte DWS Biotech.
"Hier hatten wir zumindest einen leichten Käuferüberhang." Der Fonds habe im Juni nach einem monatelangen Aufwärtstrend einen Rücksetzer zu verkraften gehabt, sei seitdem aber wieder deutlich im Wert gestiegen. Seit Jahresanfang ergebe sich mittlerweile ein Wertzuwachs von 46 Prozent, in den vergangenen drei Jahren sei bereits eine Rendite von 30 Prozent jährlich erreicht worden.
Das Thema Minenfonds sei Anlegern derzeit offenbar zu heiß, Abgaben würden dominieren, etwa im BlackRock Global World Mining: "Die Unsicherheit ist hier wohl besonders groß", meine Schulte. Die meisten Rohstoffpreise würden schwächeln; der Goldpreis sei vor zwei Wochen kurz über die Marke von 1.300 US-Dollar geklettert, habe seitdem aber wieder nachgegeben und liege aktuell 27 Prozent unter seinem Hoch vom vergangenen Herbst. Auch Minenaktien hätten große Verluste zu verschmerzen.
Der Ansturm auf Immobilienfonds vor Inkrafttreten der neuen Regeln am 22. Juli sei zwar vorbei, ganz tot sei das Geschäft aber nicht. "Allerdings sehen wir viele Rückgaben", erkläre Orlemann. Betroffen sei insbesondere der CS Euroreal, während es im Grundbesitz Europa und im Deka-ImmobilienEuropa Käufe und Verkäufe gegeben habe. Sämtliche Kurse seien zuletzt etwas zurückgegangen. (06.08.2013/fc/a/f)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 307,931 € | 308,493 € | -0,562 € | -0,18% | 17.04./11:48 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| LU0323578657 | A0M430 | 324,68 € | 291,84 € | |
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