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Flash-Crash des Pfunds: Wo Rauch ist, da ist auch Feuer
07.10.16 15:15
Kames Capital
London (www.fondscheck.de) - Das Britische Pfund hat den September mit einem Kurs von 1.30 Dollar beendet, so Scott Jamieson, Head of Multi-Asset Investing bei Kames Capital.
In den ersten Oktobertagen sei die Zuversicht gewachsen, dass die US-Notenbank FED im Dezember an der Zinsschraube drehe. Gleichzeitig habe es starke Hinweise seitens des britischen Schatzkanzlers auf eine Lockerung der britischen Geldpolitik gegeben. Das Pfund habe sich auf 1.265 Dollar abgeschwächt. Doch dieser Rückgang sei nichts zu dem Einbruch in der letzten Nacht gewesen. Im asiatischen Handel habe das Pfund auf bis zu 1.1378 US-Dollar nachgegeben.
Grundsätzlich seien solche "Flash-Crahes" auf Überreaktionen von Computer-Handelssytemen zurückzuführen. Doch wo es Rauch gebe, da gebe es auch Feuer. Ein wichtiger Auslöser für den Einbruch seien vielleicht Kommentare des Französischen Präsidenten Hollande gewesen. Großbritannien müsse der Austritt aus der Europäischen Union Schmerzen bereiten. Aber die Realität sei, dass derzeit nichts und niemand hinter dem Pfund stehe. Die Bank of England habe die Geldpolitik substanziell gelockert. Der Schatzkanzler sei auf demselben Kurs. Und dass, obwohl Großbritannien weiterhin an einem Leistungsbilanz-Defizit zu kauen habe.
In der letzten Woche habe sich der Markt auf extrem negativ auf das Pfund positioniert. Die Entwicklungen dieser Woche würden diese Positionierung nur verlängern. Sicher würden die Verkaufe des schnellen Geldes enden. Doch das werde die Schwäche des Pfunds nur kurzfristig stoppen.
BOE-Governeur Mar Carney werde die Pfundschwäche seit dem Brexit-Votum begrüßt haben. Sie helfe den Exporteuren und sei Teil der Strategie die Leistungsbilanz wieder auszubalancieren. Doch auch er sei daran interessiert, dass die Abwertung kontrolliert von Statten gehe. Doch die Ereignisse der Nacht auf Freitag seien alles andere als kontrolliert gewesen. Wenn sie sich wiederholen würden, dann bestehe die Gefahr, dass Großbritannien die Basiszinsen statt zu senken, sogar erhöhen müsse, um das Pfund zu verteidigen und einen möglichen Anstieg der Inflation zu verhindern. Ein Beispiel liefere Mexiko. Dort seien die Zinsen nach internationalem Druck in diesem Jahr dreimal erhöht worden. Komme es in Großbritannien soweit, wären die Schmerzen groß. Präsident Hollande wäre zufrieden. (07.10.2016/fc/a/m)
In den ersten Oktobertagen sei die Zuversicht gewachsen, dass die US-Notenbank FED im Dezember an der Zinsschraube drehe. Gleichzeitig habe es starke Hinweise seitens des britischen Schatzkanzlers auf eine Lockerung der britischen Geldpolitik gegeben. Das Pfund habe sich auf 1.265 Dollar abgeschwächt. Doch dieser Rückgang sei nichts zu dem Einbruch in der letzten Nacht gewesen. Im asiatischen Handel habe das Pfund auf bis zu 1.1378 US-Dollar nachgegeben.
In der letzten Woche habe sich der Markt auf extrem negativ auf das Pfund positioniert. Die Entwicklungen dieser Woche würden diese Positionierung nur verlängern. Sicher würden die Verkaufe des schnellen Geldes enden. Doch das werde die Schwäche des Pfunds nur kurzfristig stoppen.
BOE-Governeur Mar Carney werde die Pfundschwäche seit dem Brexit-Votum begrüßt haben. Sie helfe den Exporteuren und sei Teil der Strategie die Leistungsbilanz wieder auszubalancieren. Doch auch er sei daran interessiert, dass die Abwertung kontrolliert von Statten gehe. Doch die Ereignisse der Nacht auf Freitag seien alles andere als kontrolliert gewesen. Wenn sie sich wiederholen würden, dann bestehe die Gefahr, dass Großbritannien die Basiszinsen statt zu senken, sogar erhöhen müsse, um das Pfund zu verteidigen und einen möglichen Anstieg der Inflation zu verhindern. Ein Beispiel liefere Mexiko. Dort seien die Zinsen nach internationalem Druck in diesem Jahr dreimal erhöht worden. Komme es in Großbritannien soweit, wären die Schmerzen groß. Präsident Hollande wäre zufrieden. (07.10.2016/fc/a/m)


