First State Asia Pacific gute Wahl


06.07.07 16:14
Morningstar

München (aktiencheck.de AG) - Anteilseigner des First State Asia Pacific finden momentan kaum einen besseren Südostasien-Fonds, berichten die Experten von Morningstar.

Fonds aus der Morningstar-Kategorie "Asien Pazifik ohne Japan" seien zwar in der Lage, hohe Renditen zu generieren, gleichzeitig seien sie jedoch mit deutlichen Schwankungen verbunden. Die annualisierte Standardabweichung über 10 Jahre betrage für Fonds aus dieser Kategorie im Durchschnitt 26%, während die Standardabweichung des MSCI Europe für denselben Zeitraum bei 16% liege. Für Investoren, die bereit seien, entsprechende Risiken einzugehen, habe dieser Fonds einiges zu bieten. Allerdings sei er für Neuanleger geschlossen.

Wenige andere Fonds würden über ein Management mit einem vergleichbaren Erfahrungsschatz verfügen. Fondsmanager, Angus Tulloch, bringe es auf 27 Jahre Erfahrung. Alistair Thompson, der den Fonds stellvertretend aus Singapur heraus manage, bringe zusätzlich 17 Jahre Erfahrung in Fernost-Investments mit. Insgesamt stünden den Fondsmanagern 8 weitere Analysten aus Hongkong und Singapur zur Seite, die sich seit durchschnittlich 11 Jahren mit asiatischen Aktien befassen würden. Das komplette Team nehme regelmäßige Unternehmensbesuche vor. Die Experten würden glauben, dass das erfahrene Managementteam und die regionale Nähe zu den Unternehmen die Überlegenheit dieses Fonds gegenüber anderen Produkten untermauern würden.

Tulloch und sein Team würden einen risikokontrollierten Anlageansatz verfolgen. Mit Makroanalysen würden sie sich zunächst einen allgemeinen Überblick über die südostasiatischen Märkte verschaffen. Sie würden nach dem Bottom-Up-Ansatz investieren und dabei einen langen Anlagehorizont von 3 bis 5 Jahren zugrunde legen. Für die Einzeltitelauswahl stehe die Qualität der Unternehmen im Vordergrund. Ein solides Management, die Aussicht auf nachhaltiges Gewinnwachstum (ca. 5% bis 6%) sowie ein gesundes Geschäftsmodell, das dieses Wachstum stütze, seien dabei grundlegend.

Tulloch meide allerdings Unternehmen, von denen er nicht glaube, dass sie ihr Wachstum auf lange Sicht halten könnten. Zusätzlich überprüfe er Kennzahlen wie das Kurs/Gewinn-Verhältnis oder das Kurs/Buchwert-Verhältnis, um sicherzugehen, dass das Unternehmen noch zu einem fairen Preis bewertet sei.

Der Fokus auf nachhaltiges Wachstum könne dazu führen, dass der Fonds in heißlaufenden Märkten zurückbleibe, sei aber hilfreich für das Risikomanagement. Im Jahr der Asienkrise (1998) beispielsweise habe dieser Fonds weniger als der Kategoriedurchschnitt verloren. Die Volatilität habe in den vergangenen 3, 5 und 10 Jahren unterhalb des Durchschnitts der Vergleichsgruppe gelegen. Tulloch habe den Fonds durch unterschiedliche Marktzyklen geführt, ohne langfristig die Rendite im Konkurrenzvergleich zu beeinträchtigen. Der Fonds habe in den vergangenen 3, 5 und 10 Jahren zu den erfolgreichsten Fonds seiner Vergleichsgruppe gehört. Auch die Gesamtkostenquote von 1,63% liege im Rahmen.

Die Experten von Morningstar würden glauben, dass Investoren mit diesem Fonds eine gute Wahl getroffen hätten. Das erfahrene Analysten- und Managementteam, die Anlagestrategie sowie die langfristige Erfolgsgeschichte sprächen dafür. Allerdings sei dieser Fonds für Neuanleger nicht mehr zugänglich.

Anleger, die auf die Expertise von Angus Tulloch setzen möchten, hätten eine Alternative, den First State Asia Pacific Leaders. Der vom gleichen Team gemanagte Fonds habe in den vergangenen Jahren ungefähr dieselbe Rendite wie das First State Flagschiff Asia Pacific erzielt. Tulloch manage den First State Asia Pacific Leader nahezu deckungsgleich, allerdings beschränke er sich bei der Einzeltitelauswahl rein auf Large Caps. Zudem verteile sich das Fondsvermögen von über 1,7 Mrd. Euro auf etwa halb so viele Positionen (60 Titel) im Portfolio. Anleger würden für diesen Fonds neben einem Ausgabeaufschlag von 4% jährliche Verwaltungsgebühren in Höhe von 1,5% zahlen. (Ausgabe vom 02.07.2007) (06.07.2007/fc/a/f)