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Fidelity Germany Fund im Fokus
23.02.07 16:15
Morningstar
München (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Morningstar" nahmen den Fidelity Funds - Germany Fund unter die Lupe.
Dieser Fonds verfolge einen Stock Picking-Ansatz mit Focus auf Wachstumsaktien, der auch halte, was er verspreche. Zwar habe Fondsmanagerin Alexandra Hartmann den HDAX als Vergleichsindex im Auge, aber die Top-10 Positionen würden zeigen, dass von den Komponenten der Benchmark erheblich abgewichen werde. Die Kehrseite der Medaille sei, dass starke Überzeugungen und strenge Auswahlkriterien für Wachstumswerte in Haussephasen zu einer vorübergehenden Underperformance führen könnten.
Siemens finde sich Ende 2006 nicht unter den Top 10 Holdings. Zuviel Kapital werde für Frau Hartmann zu unproduktiv eingesetzt - die Kapitalrenditen würden einfach nicht trotz möglichen Restrukturierungspotenzials stimmen. Außerdem habe Siemens im HDAX ein Gewicht von 8,3%, maximales Gewicht im Fonds wären somit 10% (Investmentgesetz) - ein Übergewicht von lediglich 1,7% für eine Wette, von der Hartmann nicht überzeugt sei.
Interessanter erscheine ihr der Versorger Markt. Steigende Strompreise sollten das von EON und RWE in Stromkraftwerke investierte Geld gute Renditen abwerfen lassen. Die Versorger würden im Fonds knapp ein Fünftel ausmachen. Gefallen finde Hartmann besonders an Unternehmen, die beständig in ihrer Nische wachsen würden, was sich in einem Umsatzwachstum von 5% und einem Gewinnwachstum von 10% niederschlagen sollte.
Fondsmanagerin Hartmann habe 2006 nicht an die hervorragenden Jahre 2004 und 2005 anschließen können. Ein starkes Untergewicht in den Stahltiteln ThyssenKrupp und Salzgitter sowie Volkswagen und MAN habe Performance gekostet. Diese Titel würden nicht ihren Wachstumskriterien entsprechen. Dass starkes konjunkturelles Branchenwachstum aktuell die Kassen der Konzerne fülle, sei kein Kriterium dafür, dass langfristig attraktive Renditen auf das eingesetzte Kapital verdient würden.
Der Fonds sei eine deutsche All Cap-Wette mit Wachstumsdreh. Er habe in den Zeiträumen 3, 5 und 10 Jahre zu den besten 20% der Kategorie deutsche Standardwerte gehört. Die Gesamtkostenquote (TER) des FF Germany Fund habe 2006 bei knapp 2% gelegen. Dies gelte es erst einmal wieder zu verdienen, um mit dem HDAX gleichzuziehen. Dieser Fonds müsse sich - wie alle aktiven Mandate - an ETFs messen lassen. Der Kostenvorsprung von ETFs auf DAX, MDAX, SDAX und TecDAX sei erheblich.
Hartmanns Vorgehensweise, konsequent in Wachstumswerte zu investieren, sollte vor allem in Phasen schwächerer konjunktureller Entwicklung seine Vorteile gegenüber Vergleichsfonds ausspielen können. (Ausgabe vom 16.02.2007) (23.02.2007/fc/a/f)
Dieser Fonds verfolge einen Stock Picking-Ansatz mit Focus auf Wachstumsaktien, der auch halte, was er verspreche. Zwar habe Fondsmanagerin Alexandra Hartmann den HDAX als Vergleichsindex im Auge, aber die Top-10 Positionen würden zeigen, dass von den Komponenten der Benchmark erheblich abgewichen werde. Die Kehrseite der Medaille sei, dass starke Überzeugungen und strenge Auswahlkriterien für Wachstumswerte in Haussephasen zu einer vorübergehenden Underperformance führen könnten.
Siemens finde sich Ende 2006 nicht unter den Top 10 Holdings. Zuviel Kapital werde für Frau Hartmann zu unproduktiv eingesetzt - die Kapitalrenditen würden einfach nicht trotz möglichen Restrukturierungspotenzials stimmen. Außerdem habe Siemens im HDAX ein Gewicht von 8,3%, maximales Gewicht im Fonds wären somit 10% (Investmentgesetz) - ein Übergewicht von lediglich 1,7% für eine Wette, von der Hartmann nicht überzeugt sei.
Fondsmanagerin Hartmann habe 2006 nicht an die hervorragenden Jahre 2004 und 2005 anschließen können. Ein starkes Untergewicht in den Stahltiteln ThyssenKrupp und Salzgitter sowie Volkswagen und MAN habe Performance gekostet. Diese Titel würden nicht ihren Wachstumskriterien entsprechen. Dass starkes konjunkturelles Branchenwachstum aktuell die Kassen der Konzerne fülle, sei kein Kriterium dafür, dass langfristig attraktive Renditen auf das eingesetzte Kapital verdient würden.
Der Fonds sei eine deutsche All Cap-Wette mit Wachstumsdreh. Er habe in den Zeiträumen 3, 5 und 10 Jahre zu den besten 20% der Kategorie deutsche Standardwerte gehört. Die Gesamtkostenquote (TER) des FF Germany Fund habe 2006 bei knapp 2% gelegen. Dies gelte es erst einmal wieder zu verdienen, um mit dem HDAX gleichzuziehen. Dieser Fonds müsse sich - wie alle aktiven Mandate - an ETFs messen lassen. Der Kostenvorsprung von ETFs auf DAX, MDAX, SDAX und TecDAX sei erheblich.
Hartmanns Vorgehensweise, konsequent in Wachstumswerte zu investieren, sollte vor allem in Phasen schwächerer konjunktureller Entwicklung seine Vorteile gegenüber Vergleichsfonds ausspielen können. (Ausgabe vom 16.02.2007) (23.02.2007/fc/a/f)


