Fidelity Euro Blue Chip Fonds im Fokus


17.12.07 10:25
Morningstar

München (aktiencheck.de AG) - Der Fidelity Euro Blue Chip Fonds (ISIN LU0088814487 / WKN 98852) kauft Unternehmen, die unabhängig vom wirtschaftlichen Umfeld wachsen und die Profitabilität steigern können, so die Experten von "Morningstar".

Man glaube, dass dieser Ansatz in Zeiten konjunktureller Unwägbarkeiten Früchte trage. Alexandra Hartmann investiere im Euro Blue Chip Fund in Unternehmen, die auch unter schwierigen Rahmenbedingungen ihren Vorsprung bei Profitabilität und Wettbewerbsfähigkeit behaupten und ausbauen könnten. Zugegeben, viele Manager würden vorgeben, diese Titel zu selektieren. Dabei greife sie zurück auf Restrukturierungs-Wetten wie Daimler (Steigerung der operativen Marge nach Abspaltung von Chrysler), Continental (Integration von VDO), Deutsche Post (Restrukturierung US-Sparte) oder Siemens (konzernweite Erhöhung der Kapitalrenditen).

Ende 2006 habe Hartmann Siemens noch unattraktiv gefunden. Damals habe Siemens, ein Schwergewicht am deutschen Aktienmarkt, nicht den Top 10-Holdings des Fidelity Fds-Germany A angehört. Zuviel Kapital sei unproduktiv eingesetzt worden, die Kapitalrenditen hätten einfach nicht trotz möglichen Restrukturierungspotenzials gestimmt, so Hartmann damals. Es sei nicht schlecht bei Investments, seine Meinung zu ändern.

Ein weiteres Thema seien Unternehmen mit großer Preissetzungsmacht wie zum Beispiel Versorger. Hartmann prognostiziere, dass die Strompreise steigen und damit die Gewinne von E.ON oder SUEZ anziehen würden. Konjunkturunabhängiges Wachstumspotenzial sehe sie auch beim Kleiderkonzern Inditex (Zara, Massimo Dutti), der sich weltweit zusammen mit H&M in die Fußgängerzonen dränge. Auch eine K+S sollte mit Blick auf das global begrenzte Angebot von Kali die Preise anheben und so den schwachen USD kompensieren können.

Dieser Euro Blue Chip Fonds habe ein starkes Deutschlandgewicht von fast 40% (Benchmark MSCI EMU 24%). Dies sollte sich in absehbarer Zeit nicht ändern, weil die von Hartmann gewählten deutschen Aktienthemen auch noch in einem Jahr Bestand haben dürften. Anleger sollten deshalb prüfen, ob sie mit einem deutschen Aktienfonds nicht schon ausreichend am heimischen Markt engagiert seien.

Hartmann habe den Fonds Anfang des Jahres von Alexander Scurlock übernommen, der im Kalenderjahr 2006 unterdurchschnittlich abgeschnitten habe (was sicherlich nicht der Grund für die Abgabe des Mandats gewesen sei). Sie habe einen ordentlichen Start hingelegt und bewege sich im oberen Viertel der Vergleichsgruppe Eurozone Standardwerte.

Hartmanns Vorgehensweise, in Werte zu investieren, die moderate Umsatzanstiege in stärkeres Gewinnwachstum umsetzen könnten, sollte vor allem in Phasen schwächerer konjunktureller Entwicklung seine Vorteile gegenüber Vergleichsfonds ausspielen können. Der Fonds unter Leitung Hartmanns eigne sich als gutes langfristiges Basisinvestment. (Ausgabe vom 14.12.2007) (17.12.2007/fc/a/f)






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