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FT Europa Dynamik Fondsporträt
07.05.07 12:05
Euro fondsxpress
München (aktiencheck.de AG) - Mit seinem Quant-Ansatz sucht der FT Europa Dynamik (ISIN DE0008478181 / WKN 847818) seine Aktien nur anhand der Fundamentaldaten aus, die Auswahlkriterien haben bislang für eine gute Performance gesorgt, so die Experten von "Euro fondsxpress"
Bauchschmerzen bekomme Carsten Große-Knetter eigentlich nie. Zumindest nicht, wenn es um seine Investments gehe. Denn der promovierte Physiker verlasse sich nur auf Fundamentaldaten und nie auf sein Bauchgefühl. Deshalb nenne er sich selbstironisch gerne "Numbercruncher" oder "Zahlenquetscher".
Große-Knetter arbeite beim Fondshaus Frankfurt-Trust. Dort manage er den FT Europa Dynamik. Die Auswahl der einzelnen Titel erledige er mit einem quantitativen Analysemodell, das er und sein Team selbst entwickelt hätten.
"Unser Programm sagt uns, welche Aktien wir haben müssen - und die kaufen wir dann einfach", erkläre der 40-Jährige. Wie gut das Vertrauen in die reinen Zahlen funktioniere, zeige die Bilanz der vergangenen drei Jahre.
Im Sommer 2004 habe Große-Knetter den FT Europa Dynamik auf das Quant-Modell umgestellt. Seither habe der Europa-Fonds seinen Vergleichsindex, den Dow Jones STOXX 600, um 24 Prozentpunkte geschlagen.
Um die besten Aktien aus der Benchmark herauszufiltern, wähle der Manager die Titel nach fünf Kriterien aus - Bewertung, Momentum, Gewinnrevisionen, Wachstum und Risiko. Hintergrund sei folgender: Jedes dieser Kriterien entwickele sich unabhängig voneinander. Bewertung und Momentum würden sogar negativ miteinander korrelieren. "Aus all den Daten errechnen wir dann aber keinen Durchschnittsrang für die Aktien, sondern wählen jeweils die besten Werte aus den fünf Kategorien aus", betone der Physiker.
Die bestplatzierten Titel aus dem Kriterium Bewertung gewichte Große-Knetter schließlich mit 30 Prozent am stärksten. Das Kriterium Risiko gehe mit 10 Prozent ins Portfolio ein. Die drei übrigen Kategorien würden jeweils 20 Prozent bei der Portfoliobestückung wiegen.
Insgesamt nehme Große-Knetter 100 Titel ins Depot. Die meisten Aktien gewichte er mit etwa einem Prozent. Auch richte er sich nach dem Indexgewicht der Werte und danach, aus welchem Auswahlkriterium sie kommen würden. So würden günstige Papiere leicht übergewichtet. Zudem müsse er keine Anlagegrenzen beachten. Das Resultat sei, dass der FT Europa Dynamik bei den Sektoren zum Teil große Unterschiede zum DJ Index ausweise. So halte der Fonds derzeit 22,1 Prozent Finanzwerte, der Index jedoch 32,6 Prozent. So stark weiche der Fonds aber selten vom Index ab.
Am wichtigsten sei für Große-Knetter gewesen, mit der Fondskonstruktion "ein AlIwetterprodukt zu schaffen, dass auch bei schlechten Börsen gut läuft", so der Tüftler. Um die wettertauglichste Strategie zu finden, habe er das Konzept vorher anhand der Börsendaten aus den vergangenen zwölf Jahren getestet. Zehnmal sei das Anlagemodell dabei besser als seine Benchmark gewesen. Zudem sei der Fonds so konzipiert, dass er den Index nach zwei Jahren immer schlage.
Große-Knetter habe auch ermittelt, wann es optimal sei, die Aktien umzuschichten: Seither würden alle drei Monate neue Werte aufgenommen und alte verkauft. (Ausgabe 18/2007 vom 04.05.2007) (07.05.2007/fc/a/f)
Bauchschmerzen bekomme Carsten Große-Knetter eigentlich nie. Zumindest nicht, wenn es um seine Investments gehe. Denn der promovierte Physiker verlasse sich nur auf Fundamentaldaten und nie auf sein Bauchgefühl. Deshalb nenne er sich selbstironisch gerne "Numbercruncher" oder "Zahlenquetscher".
Große-Knetter arbeite beim Fondshaus Frankfurt-Trust. Dort manage er den FT Europa Dynamik. Die Auswahl der einzelnen Titel erledige er mit einem quantitativen Analysemodell, das er und sein Team selbst entwickelt hätten.
"Unser Programm sagt uns, welche Aktien wir haben müssen - und die kaufen wir dann einfach", erkläre der 40-Jährige. Wie gut das Vertrauen in die reinen Zahlen funktioniere, zeige die Bilanz der vergangenen drei Jahre.
Um die besten Aktien aus der Benchmark herauszufiltern, wähle der Manager die Titel nach fünf Kriterien aus - Bewertung, Momentum, Gewinnrevisionen, Wachstum und Risiko. Hintergrund sei folgender: Jedes dieser Kriterien entwickele sich unabhängig voneinander. Bewertung und Momentum würden sogar negativ miteinander korrelieren. "Aus all den Daten errechnen wir dann aber keinen Durchschnittsrang für die Aktien, sondern wählen jeweils die besten Werte aus den fünf Kategorien aus", betone der Physiker.
Die bestplatzierten Titel aus dem Kriterium Bewertung gewichte Große-Knetter schließlich mit 30 Prozent am stärksten. Das Kriterium Risiko gehe mit 10 Prozent ins Portfolio ein. Die drei übrigen Kategorien würden jeweils 20 Prozent bei der Portfoliobestückung wiegen.
Insgesamt nehme Große-Knetter 100 Titel ins Depot. Die meisten Aktien gewichte er mit etwa einem Prozent. Auch richte er sich nach dem Indexgewicht der Werte und danach, aus welchem Auswahlkriterium sie kommen würden. So würden günstige Papiere leicht übergewichtet. Zudem müsse er keine Anlagegrenzen beachten. Das Resultat sei, dass der FT Europa Dynamik bei den Sektoren zum Teil große Unterschiede zum DJ Index ausweise. So halte der Fonds derzeit 22,1 Prozent Finanzwerte, der Index jedoch 32,6 Prozent. So stark weiche der Fonds aber selten vom Index ab.
Am wichtigsten sei für Große-Knetter gewesen, mit der Fondskonstruktion "ein AlIwetterprodukt zu schaffen, dass auch bei schlechten Börsen gut läuft", so der Tüftler. Um die wettertauglichste Strategie zu finden, habe er das Konzept vorher anhand der Börsendaten aus den vergangenen zwölf Jahren getestet. Zehnmal sei das Anlagemodell dabei besser als seine Benchmark gewesen. Zudem sei der Fonds so konzipiert, dass er den Index nach zwei Jahren immer schlage.
Große-Knetter habe auch ermittelt, wann es optimal sei, die Aktien umzuschichten: Seither würden alle drei Monate neue Werte aufgenommen und alte verkauft. (Ausgabe 18/2007 vom 04.05.2007) (07.05.2007/fc/a/f)


