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FMM-Fonds Fondsporträt
20.08.07 09:53
Euro fondsxpress
München (aktiencheck.de AG) - 20 Jahre sind eine lange Zeit, vor allem an den Finanzmärkten - Jens Ehrhardt kann dies bestätigen, so die Experten von "Euro fondsxpress".
Vor genau 20 Jahren sei die Geburtsstunde des FMM-Fonds, dem ersten Fonds von Ehrhardt, gewesen. Kurze Zeit später habe der Vermögensverwalter bereits den Oktober-Crash 1987 meistern müssen. Weitere Krisen seien gefolgt - etwa der erste Golfkrieg 1991, die LTCM-Pleite 1998 oder der Bärenmarkt von 2000 bis 2003.
Krisen seien aber immer die Stärke von Ehrhardt gewesen. Während der breite Aktienmarkt eingebrochen sei, habe der gebürtige Hamburger das Kapital der Anleger vor starken Verlusten bewahren können. Denn er scheue sich nicht, seine Aktien vorübergehend mit Futures abzusichern. Inzwischen habe Ehrhardt mit dem FMM-Fonds über 600 Prozent Rendite erzielt. Das entspreche einer jährlichen Rendite von mehr als zehn Prozent. Zudem sei er mit dem Fonds nur 1994 und 2002 ins Minus gerutscht. Auch die Bilanz der vergangenen vier Jahre überzeuge. Das sei der Zeitraum, den die Fonds-Note bewerte. Das Resultat sei Folgendes: Der FMM-Fonds erhalte in der Kategorie Aktienfonds Global die FONDSNOTE 1, das sei die Bestnote.
Den Namen FMM habe Ehrhardt 1987 nicht zufällig gewählt. Dahinter würden sich die drei Begriffe - Fundamental, Monetär und Markttechnik - und letztlich seine Anlagestrategie verbergen, die er schon 1974 in seiner Doktorarbeit formuliert habe. Die FMM-Strategie unterstütze ihn vor allem dabei, die Aktienquote zu bestimmen. So halte er Renten momentan für uninteressant, Aktien dagegen für attraktiv. Der Grund sei Folgender: Die großen Staatsfonds würden Anleihen zukünftig meiden und in Aktien anlegen. Eine hohe Dividende und eine solide Substanz seien wiederum die wichtigsten Kriterien, wenn Ehrhardt einzelne Aktien auswähle.
Schon lange sei die Dr. Jens Ehrhardt Kapital AG (DJE AG) aber keine Einmann-Show mehr. Inzwischen habe das Unternehmen 70 Mitarbeiter. Kein Wunder - 2003 habe die DJE AG beim Fondsvermögen die Eine-Milliarde-Euro-Marke durchbrochen. Heute verwalte die Gruppe beinahe zehn Milliarden Euro.
Die einzelnen DJE-Aktienfonds würden sich jedoch kaum voneinander unterscheiden. Schon immer habe Ehrhardt gerne deutsche Aktien gekauft. Meist halte er Nebenwerte, derzeit bevorzuge er jedoch Blue-Chips. Sie seien nicht so teuer wie Small- und Mid-Caps. Zudem agiere Ehrhardt antizyklisch. So sei er bereits im Jahr 2000 bei Kali und Salz (K+S) eingestiegen. Bewusst habe er sich gegen die Mode bei Telekom- und Technologieaktien gestellt und stattdessen "Old Economy"-Werte wie den Düngemittelhersteller gekauft. Hohe Kursgewinne seien der Lohn gewesen.
Bleibe die Frage, wie lange Ehrhardt noch an Bord bleibe. Schließlich sei er bereits 65 Jahre alt. Sein Kommentar laute wie folgt: "Warren Buffett ist deutlich älter - und immer noch im Unternehmen aktiv". Einen Nachfolger habe Ehrhardt indes schon im Auge - seinen 32-jährigen Sohn Jan.
Wer Jens Ehrhardt-Fonds kaufe, investiere in über 30 Jahre Erfahrung. (Ausgabe 33/2007 vom 17.08.2007) (20.08.2007/fc/a/f)
Vor genau 20 Jahren sei die Geburtsstunde des FMM-Fonds, dem ersten Fonds von Ehrhardt, gewesen. Kurze Zeit später habe der Vermögensverwalter bereits den Oktober-Crash 1987 meistern müssen. Weitere Krisen seien gefolgt - etwa der erste Golfkrieg 1991, die LTCM-Pleite 1998 oder der Bärenmarkt von 2000 bis 2003.
Krisen seien aber immer die Stärke von Ehrhardt gewesen. Während der breite Aktienmarkt eingebrochen sei, habe der gebürtige Hamburger das Kapital der Anleger vor starken Verlusten bewahren können. Denn er scheue sich nicht, seine Aktien vorübergehend mit Futures abzusichern. Inzwischen habe Ehrhardt mit dem FMM-Fonds über 600 Prozent Rendite erzielt. Das entspreche einer jährlichen Rendite von mehr als zehn Prozent. Zudem sei er mit dem Fonds nur 1994 und 2002 ins Minus gerutscht. Auch die Bilanz der vergangenen vier Jahre überzeuge. Das sei der Zeitraum, den die Fonds-Note bewerte. Das Resultat sei Folgendes: Der FMM-Fonds erhalte in der Kategorie Aktienfonds Global die FONDSNOTE 1, das sei die Bestnote.
Schon lange sei die Dr. Jens Ehrhardt Kapital AG (DJE AG) aber keine Einmann-Show mehr. Inzwischen habe das Unternehmen 70 Mitarbeiter. Kein Wunder - 2003 habe die DJE AG beim Fondsvermögen die Eine-Milliarde-Euro-Marke durchbrochen. Heute verwalte die Gruppe beinahe zehn Milliarden Euro.
Die einzelnen DJE-Aktienfonds würden sich jedoch kaum voneinander unterscheiden. Schon immer habe Ehrhardt gerne deutsche Aktien gekauft. Meist halte er Nebenwerte, derzeit bevorzuge er jedoch Blue-Chips. Sie seien nicht so teuer wie Small- und Mid-Caps. Zudem agiere Ehrhardt antizyklisch. So sei er bereits im Jahr 2000 bei Kali und Salz (K+S) eingestiegen. Bewusst habe er sich gegen die Mode bei Telekom- und Technologieaktien gestellt und stattdessen "Old Economy"-Werte wie den Düngemittelhersteller gekauft. Hohe Kursgewinne seien der Lohn gewesen.
Bleibe die Frage, wie lange Ehrhardt noch an Bord bleibe. Schließlich sei er bereits 65 Jahre alt. Sein Kommentar laute wie folgt: "Warren Buffett ist deutlich älter - und immer noch im Unternehmen aktiv". Einen Nachfolger habe Ehrhardt indes schon im Auge - seinen 32-jährigen Sohn Jan.
Wer Jens Ehrhardt-Fonds kaufe, investiere in über 30 Jahre Erfahrung. (Ausgabe 33/2007 vom 17.08.2007) (20.08.2007/fc/a/f)


