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Eurozone volkswirtschaftlicher Ausblick


02.08.07 13:54
Swiss Life

Zürich (aktiencheck.de AG) - Die Tage kontinuierlich steigender EU-Stimmungsindikatoren aus der Unternehmenswelt scheinen gezählt zu sein, so die Experten von Swiss Life.

Die Ölpreise, die Aufwertung des Euro und die höheren Finanzierungskosten würden auf das Gemüt schlagen. Allerdings zeige sich die Stärke des Unternehmenssektors einmal mehr in den veröffentlichten BIP-Zahlen zum 1. Quartal. Wie schon seit einigen Jahren sei die Exportstärke eine große Stütze für das Gesamtwachstum. Die Bestellungseingänge aus dem Ausland für Konsum- als auch Kapitalgüter würden sich unbeeindruckt von der Eurostärke zeigen. Allerdings bewege sich die Binnennachfrage kaum, was teilweise auf die Mehrwertsteuererhöhung in Deutschland zurückzuführen sei.

Trotz dieser gedämpften Kauflaune habe die Konsumentenstimmung in Deutschland im Mai dieses Jahres den zweithöchsten Stand erreicht nach dem Rekordwert des Jahres 1978. Die Experten von Swiss Life würden somit an ihrer Einschätzung festhalten, dass der Privatkonsum in zunehmendem Masse zur Wachstumsdynamik beitragen werde. Der Aufschwung am Arbeitsmarkt und die Reallohnzuwächse würden dafür sprechen. Potenzielle Steuererleichterungen dürften angesichts verbesserter Budgetdefizite in der gesamten Region zum Thema werden.

Den zehnten Monat hintereinander sei die Inflationsrate unterhalb der EZB-Schwelle zu liegen gekommen. Dennoch würden die Offiziellen der Zentralbank besorgt um die Preisdynamik angesichts stärkerer Preissetzungsmacht der Unternehmen in Zeiten gestiegener Energiekosten und fallender Arbeitslosenraten bleiben, die wiederum höhere Lohnforderungen zur Folge haben könnten. In der Tat könnte der erneut hohe Ölpreis die allgemeine Inflationsrate doch deutlicher über die 2%-Marke steigen lassen, als die Experten von Swiss Life dies angenommen hätten. (Ausgabe August 2007) (02.08.2007/fc/a/m)