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Eurozone nachlassende Dynamik erwartet


09.06.11 12:41
W&W Asset Management

Stuttgart (aktiencheck.de AG) - Nach einer kurzen Phase der Entspannung bereitete die EWU-Verschuldungskrise in den vergangenen Wochen wieder größere Sorgen, so die Einschätzung der W&W Asset Management, einer Tochtergesellschaft des Stuttgarter Vorsorge-Spezialisten Wüstenrot & Württembergische (W&W).

Die schwache Konjunkturentwicklung in den Ländern der EWU-Peripherie werde sich im Jahresverlauf voraussichtlich bremsend auf die Wachstumsdynamik der EWU auswirken. Derzeitiger Lichtblick sei Deutschland als Wachstumsmotor der EWU.

"Deutschland überraschte mit einem robusten Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts im ersten Quartal und bleibt weiterhin der Wachstumsmotor der EWU", berichte Ortansa Becker, Kapitalmarktanalystin bei der W&W Asset Management. Mit einem Anstieg von 2,5 Prozent im Jahresvergleich sei auch das EWU-Bruttoinlandsprodukt erfreulich ausgefallen - neben Deutschland hätten vor allem die französische und österreichische Wirtschaft dazu beigetragen.

Schlechte Nachrichten kämen aber weiterhin aus den Peripherieländern der EWU: Dort sei angesichts der restriktiven Fiskalmaßnahmen mit einem weiterhin nur schwachen beziehungsweise rückläufigem Wachstum zu rechnen. Insgesamt deute auch der leichte Rückgang einiger Stimmungsindikatoren darauf hin, dass im Jahresverlauf zumindest mit einer nachlassenden Konjunkturdynamik im EWU-Raum zu rechnen sei.

Der europäische Aktienmarkt sei in den vergangenen Wochen stark von gegensätzlichen Bewegungen beeinflusst worden. Einerseits hätten weitgehend erfreuliche Konjunkturvorgaben dazu beigetragen, dass der EURO STOXX 50 angestiegen sei, andererseits hätten Sorgen hinsichtlich der EWU-Verschuldungskrise die Stimmung der internationalen Anleger getrübt. "Für die kommenden Monate bleibt der Ausblick für die internationalen Aktienmärkte in dem aktuellen Umfeld verhalten", meine die Expertin. (09.06.2011/fc/a/m)