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Europas Wirtschaft Wachstumsspitze wohl erreicht


17.07.07 15:53
Swiss Life

Zürich (aktiencheck.de AG) - In Europa scheint mit dem zweiten Quartal die Wachstumsspitze erreicht worden zu sein, so die Experten von Swiss Life.

Indikatoren zum Geschäftsgang der Unternehmen in der Eurozone würden sich inzwischen seitwärts bewegen, was angesichts des starken Euro und der höheren Zinsen zu erwarten gewesen sei. Positiv zu veranschlagen seien weiterhin das Beschäftigungswachstum und die verbesserte Lage der öffentlichen Haushalte, die weitere Steuersenkungen auch in Zukunft ermöglichen würden. Letzterer Punkt gelte ganz besonders auch für die Schweiz. Damit seien die Voraussetzungen für nachhaltiges Wachstum bis Ende des Jahrzehntes günstig.

In diesem Umfeld erstaune die weiterhin moderate Teuerungsentwicklung. Gemäß den Erwartungen der Experten sollte sich am vorteilhaften Inflationsausblick im dritten Quartal nichts ändern, wenn sie allfällige Fluktuationen aufgrund der Energiepreise einmal ausschließen würden. Hier sei im Auge zu behalten, dass die Saison der Tropenstürme vor Amerikas Küsten eben erst begonnen habe.

Die insgesamt vorteilhafte Beurteilung der künftigen Teuerungsentwicklung und Anzeichen einer sich verlangsamenden Kreditnachfrage würden nach Erachten der Experten die Notenbanken Englands und der Eurozone schon bald zu einem Ende des Zinserhöhungszyklus veranlassen. Jeweils eine weitere Zinserhöhung durch die genannten Institute werde in diesem Quartal jedoch mit Sicherheit noch hinzunehmen sein. Im Falle der Schweizerischen Nationalbank sei von einer Fortsetzung der Anhebung des Libor-Zielbandes im Quartalsrhythmus bis Ende des Jahres auszugehen.

Diese Berechenbarkeit der künftigen Geldpolitik und die erwartete Stabilisierung der konjunkturellen Dynamik in Europa sollten nach Meinung der Experten von Swiss Life für seitwärts tendierende Langfristzinsen besorgt sein. Gleiches würden sie auch für die Zinsen in den USA erwarten, wo sich an der Erwartung von bis Jahresende unveränderten Leitzinsen einstweilen nichts ändern sollte. Das gezeichnete Bild stabiler Zinsen in Kombination mit der sich verfestigenden Konjunktur in den USA stimme die Experten für die Aktienmärkte auch für das laufende Quartal wieder zuversichtlich. (Ausgabe 2. Quartal 2007) (17.07.2007/fc/a/m)