Erweiterte Funktionen
Europa Value-Fonds: Jahresbericht zum 31. Oktober 2011
02.03.12 09:19
Metzler Asset Management
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Fonds Europa Value mit seinen Anteilsklassen AR (ISIN DE000A0ES8W6 / WKN A0ES8W) und AI (ISIN DE000A0YAK10 / WKN A0YAK1) investiert das verwaltete Vermögen überwiegend in europäische Aktien, die gegenüber dem Gesamtmarkt, der Branche und/oder der eigenen Bewertungshistorie unterbewertet sind, so die Experten von Metzler Asset Management.
Zu Beginn des Berichtsjahres hätten sich die Aktienmärkte noch freundlich, einhergehend mit einer starken Wirtschaft entwickelt. Die Atomkatastrophe in Japan und die politischen Unruhen in der arabischen Welt hätten im Frühjahr nur für kurze Irritationen des Börsenbarometers gesorgt, das bis zum Frühsommer nach oben gezeigt habe. Dann allerdings habe sich die Staatsschuldenkrise in Europa zunehmend belastend auf die Aktienmärkte ausgewirkt.
Mit dem starken Zinsanstieg für Staatsanleihen einiger südeuropäischer Länder seien bei den Marktteilnehmern Sorgen aufgekommen, der Euro-Rettungsschirm könne zu klein sein. Die Sparpakete vieler Regierungen hätten zudem eine Abschwächung der Konjunktur befürchten lassen, was die europäischen Aktienmärkte belastet habe. Betroffen gewesen seien vor allem zyklische, konjunktursensible Werte.
Der Bankensektor, im Fonds untergewichtet, habe mit einem Minus von 32,4% den größten Wertverlust im Berichtsjahr verbucht (Fondsanteil 11,7%). Anleger hätten Bankaktien skeptisch gegenübergestanden - sowohl wegen der Bestände von Staatspapieren südeuropäischer Länder in den Bilanzen als auch wegen der erhöhten Anforderungen an die Eigenkapitalquote. Auch die Branche Grundstoffe (-29,6%, Fondsanteil 1,1%) habe deutlich nachgegeben, vor allem wegen des Risikos einer Wirtschaftsabschwächung.
Dem eigentlich konjunkturresistenten Sektor Versorger (-19,3%, Fondsanteil 4,5%) hätten die Brennelementesteuer sowie die geplante Stilllegung von Atomkraftwerken zu schaffen gemacht. Die Sektoren Gesundheit (+0,6%, Fondsanteil 15,3%) und Öl (+5,5%, Fondsanteil 18,4%) hätten hingegen mit einem positiven Ergebnis abgeschnitten. Vor allem in der zweiten Hälfte des Berichtsjahres hätten Investoren mit Blick auf eine sich abzeichnende Wirtschaftsschwäche einen besser geschützten Hafen gesucht und defensive Titel der Branchen Gesundheit und Nahrungsmittel bevorzugt. Ölaktien hätten von einem Anstieg des Ölpreises infolge der Unruhen in Nordafrika und der weltweiten Diskussionen über ein Zurückfahren der Atomenergie nach dem Unglück in Fukushima profitiert.
Zu den Aktien mit dem stärksten Wertzuwachs im Fonds hätten Taylor Wimpey (+80,6%), Seadrill (+10,4%) und Pescanova (+6,3%) gezählt. Der britische Immobilienentwickler Taylor Wimpey habe von einer Stabilisierung der Situation im britischen Immobilienmarkt profitiert; zudem sei das Papier ins Blickfeld der Investoren aufgrund der sehr günstigen Bewertung geraten.
Das norwegische Unternehmen Seadrill, einer der weltweit führenden Betreiber von Ölplattformen mit der weltweit modernsten Flotte, habe eine gute Auftragslage verzeichnet und hohe Dividenden ausgeschüttet. Der spanische Fischzuchtbetreiber Pescanova habe mit einer sehr stabilen Geschäftsentwicklung und mit einer Verbesserung der Profitabilität überzeugt, nachdem das Unternehmen mehrere Jahre kräftig in neue Fischzuchtfarmen investiert habe. Die Position in Taylor Wimpey sei veräußert worden, ebenso wie die Aktien der russischen Öl- und Gasgesellschaft Gazprom - beide nach positiver Wertentwicklung.
Im Fonds seien zur Mitte des Jahres aufgrund der sehr hohen Volatilität an den Aktienmärkten die Risiken reduziert worden, indem sich die Investitionen stärker an der Benchmark ausgerichtet habe.
Die größten Fondspositionen zum Ende des Berichtszeitraums seien die britische Royal Dutch (Anteil am Fondsvolumen 7,34%), die britische Vodafone (Anteil am Fondsvolumen 5,91%), die spanische Telefónica (Anteil am Fondsvolumen 4,80%), und die französische Total (Anteil am Fondsvolumen 4,52%) gewesen.
Im Berichtsjahr seien Veräußerungsgewinne von 673 TEUR (Anteilklasse AR: 671 TEUR, Anteilklasse AI: 2 TEUR) und Veräußerungsverluste von 741 TEUR (Anteilklasse AR: 739 TEUR, Anteilklasse AI: 2 TEUR) angefallen. Der Gewinn stamme jeweils zu 100% aus Wertpapiergewinnen und der Verlust zu 100% aus Wertpapierverlusten.
Die Anteilsklasse AR des Fonds verzeichnete einen Wertverlust von 13,32% und blieb damit hinter der Benchmark MSCI Europa Value zurück, die 8,50% verlor, so die Experten von Metzler Asset Management. Auch die Anteilsklasse AI bleibe mit einem Verlust von 15,89% im Berichtszeitraum hinter der Benchmark zurück. (02.03.2012/fc/a/f)
Zu Beginn des Berichtsjahres hätten sich die Aktienmärkte noch freundlich, einhergehend mit einer starken Wirtschaft entwickelt. Die Atomkatastrophe in Japan und die politischen Unruhen in der arabischen Welt hätten im Frühjahr nur für kurze Irritationen des Börsenbarometers gesorgt, das bis zum Frühsommer nach oben gezeigt habe. Dann allerdings habe sich die Staatsschuldenkrise in Europa zunehmend belastend auf die Aktienmärkte ausgewirkt.
Mit dem starken Zinsanstieg für Staatsanleihen einiger südeuropäischer Länder seien bei den Marktteilnehmern Sorgen aufgekommen, der Euro-Rettungsschirm könne zu klein sein. Die Sparpakete vieler Regierungen hätten zudem eine Abschwächung der Konjunktur befürchten lassen, was die europäischen Aktienmärkte belastet habe. Betroffen gewesen seien vor allem zyklische, konjunktursensible Werte.
Der Bankensektor, im Fonds untergewichtet, habe mit einem Minus von 32,4% den größten Wertverlust im Berichtsjahr verbucht (Fondsanteil 11,7%). Anleger hätten Bankaktien skeptisch gegenübergestanden - sowohl wegen der Bestände von Staatspapieren südeuropäischer Länder in den Bilanzen als auch wegen der erhöhten Anforderungen an die Eigenkapitalquote. Auch die Branche Grundstoffe (-29,6%, Fondsanteil 1,1%) habe deutlich nachgegeben, vor allem wegen des Risikos einer Wirtschaftsabschwächung.
Dem eigentlich konjunkturresistenten Sektor Versorger (-19,3%, Fondsanteil 4,5%) hätten die Brennelementesteuer sowie die geplante Stilllegung von Atomkraftwerken zu schaffen gemacht. Die Sektoren Gesundheit (+0,6%, Fondsanteil 15,3%) und Öl (+5,5%, Fondsanteil 18,4%) hätten hingegen mit einem positiven Ergebnis abgeschnitten. Vor allem in der zweiten Hälfte des Berichtsjahres hätten Investoren mit Blick auf eine sich abzeichnende Wirtschaftsschwäche einen besser geschützten Hafen gesucht und defensive Titel der Branchen Gesundheit und Nahrungsmittel bevorzugt. Ölaktien hätten von einem Anstieg des Ölpreises infolge der Unruhen in Nordafrika und der weltweiten Diskussionen über ein Zurückfahren der Atomenergie nach dem Unglück in Fukushima profitiert.
Das norwegische Unternehmen Seadrill, einer der weltweit führenden Betreiber von Ölplattformen mit der weltweit modernsten Flotte, habe eine gute Auftragslage verzeichnet und hohe Dividenden ausgeschüttet. Der spanische Fischzuchtbetreiber Pescanova habe mit einer sehr stabilen Geschäftsentwicklung und mit einer Verbesserung der Profitabilität überzeugt, nachdem das Unternehmen mehrere Jahre kräftig in neue Fischzuchtfarmen investiert habe. Die Position in Taylor Wimpey sei veräußert worden, ebenso wie die Aktien der russischen Öl- und Gasgesellschaft Gazprom - beide nach positiver Wertentwicklung.
Im Fonds seien zur Mitte des Jahres aufgrund der sehr hohen Volatilität an den Aktienmärkten die Risiken reduziert worden, indem sich die Investitionen stärker an der Benchmark ausgerichtet habe.
Die größten Fondspositionen zum Ende des Berichtszeitraums seien die britische Royal Dutch (Anteil am Fondsvolumen 7,34%), die britische Vodafone (Anteil am Fondsvolumen 5,91%), die spanische Telefónica (Anteil am Fondsvolumen 4,80%), und die französische Total (Anteil am Fondsvolumen 4,52%) gewesen.
Im Berichtsjahr seien Veräußerungsgewinne von 673 TEUR (Anteilklasse AR: 671 TEUR, Anteilklasse AI: 2 TEUR) und Veräußerungsverluste von 741 TEUR (Anteilklasse AR: 739 TEUR, Anteilklasse AI: 2 TEUR) angefallen. Der Gewinn stamme jeweils zu 100% aus Wertpapiergewinnen und der Verlust zu 100% aus Wertpapierverlusten.
Die Anteilsklasse AR des Fonds verzeichnete einen Wertverlust von 13,32% und blieb damit hinter der Benchmark MSCI Europa Value zurück, die 8,50% verlor, so die Experten von Metzler Asset Management. Auch die Anteilsklasse AI bleibe mit einem Verlust von 15,89% im Berichtszeitraum hinter der Benchmark zurück. (02.03.2012/fc/a/f)



