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Erholung im Rohstoffsektor hält an
06.06.16 11:11
Saxo Bank
Kopenhagen (www.fondscheck.de) - Der Rohstoffsektor hat sich in der vergangenen Woche weiter erholt und ließ den Bloomberg Rohstoffindex auf ein Sieben-Monats-Hoch klettern, so Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank.
Während sich die Ölpreise rund um die Marke von 50 US-Dollar pro Barrel stabilisiert hätten, hätten sich die Edelmetalle durch Unterstützung der schlechten US-Arbeitsmarktzahlen zu erholen versucht. Auch der Agrarsektor habe stetig zugelegt und sei seit dem März-Tief rund 22 Prozent gestiegen. "Grund dafür ist die starke Performance von Zucker und insbesondere Sojabohnen", so Hansen. Wochensieger sei Erdgas gewesen, das von Meldungen profitiert habe, dass das US-Wetter in den kommenden Wochen wärmer werde als erwartet. "Steigende Temperaturen kurbeln den Kühlungsbedarf an und somit auch die Erdgasnachfrage", habe Hansen gesagt.
Der Goldpreis habe insbesondere von überraschend schwachen US-Arbeitsmarktdaten profitiert. Im Mai seien nur 38.000 neue Jobs geschaffen worden, im Gegensatz zu erwarteten 160.000 neuen Arbeitsplätzen. "Das war der schwächste Monat seit August 2011", so Hansen. Die zuvor den ganzen Mai über grassierende Edelmetallschwäche basiere insbesondere auf dem starken US-Dollar und der Angst vor einer neuen Zinserhöhung seitens der FED. Insbesondere Gold sei dadurch in Mitleidenschaft gezogen worden und habe über ein Drittel seiner Gewinne der vergangenen Monate wieder abgegeben. Aus einer technischen Perspektive habe Gold bislang an der Marke von 1.205 USD pro Feinunze Unterstützung gefunden - der ersten kritischen Unterstützungsmarke vor 1.175 und 1.145 USD pro Feinunze. "Unterdessen wäre wieder ein Anstieg über 1.240 USD pro Feinunze ein erstes Signal dafür, dass der Boden erreicht ist", so Hansen.
Für die Ölmärkte habe vergangene Woche das OPEC-Meeting im Fokus gestanden. "Das Treffen endete ohne die üblichen Unstimmigkeiten, an die wir uns mittlerweile gewöhnt haben. Auch wenn keine Produktionskürzungen beschlossen wurden, gebe es aktuell keine Notwendigkeit für Initiativen, da der Markt auf einem guten Weg zu einer Balance ist", so Hansen. Während es in den vergangenen Wochen an den Ölmärkten ruhig zugegangen sei, sei nun ein Nachfrageanstieg zur Absicherung nach unten mittels des Optionsmarktes zu verzeichnen. "Die Differenz zwischen dem, was die Händler für Puts im Vergleich zu Calls zahlen, ist gestiegen und hat die Volatilitätskurve auf die Put-Seite gedreht", habe Hansen abschließend gesagt. (06.06.2016/fc/a/m)
Während sich die Ölpreise rund um die Marke von 50 US-Dollar pro Barrel stabilisiert hätten, hätten sich die Edelmetalle durch Unterstützung der schlechten US-Arbeitsmarktzahlen zu erholen versucht. Auch der Agrarsektor habe stetig zugelegt und sei seit dem März-Tief rund 22 Prozent gestiegen. "Grund dafür ist die starke Performance von Zucker und insbesondere Sojabohnen", so Hansen. Wochensieger sei Erdgas gewesen, das von Meldungen profitiert habe, dass das US-Wetter in den kommenden Wochen wärmer werde als erwartet. "Steigende Temperaturen kurbeln den Kühlungsbedarf an und somit auch die Erdgasnachfrage", habe Hansen gesagt.
Der Goldpreis habe insbesondere von überraschend schwachen US-Arbeitsmarktdaten profitiert. Im Mai seien nur 38.000 neue Jobs geschaffen worden, im Gegensatz zu erwarteten 160.000 neuen Arbeitsplätzen. "Das war der schwächste Monat seit August 2011", so Hansen. Die zuvor den ganzen Mai über grassierende Edelmetallschwäche basiere insbesondere auf dem starken US-Dollar und der Angst vor einer neuen Zinserhöhung seitens der FED. Insbesondere Gold sei dadurch in Mitleidenschaft gezogen worden und habe über ein Drittel seiner Gewinne der vergangenen Monate wieder abgegeben. Aus einer technischen Perspektive habe Gold bislang an der Marke von 1.205 USD pro Feinunze Unterstützung gefunden - der ersten kritischen Unterstützungsmarke vor 1.175 und 1.145 USD pro Feinunze. "Unterdessen wäre wieder ein Anstieg über 1.240 USD pro Feinunze ein erstes Signal dafür, dass der Boden erreicht ist", so Hansen.
Für die Ölmärkte habe vergangene Woche das OPEC-Meeting im Fokus gestanden. "Das Treffen endete ohne die üblichen Unstimmigkeiten, an die wir uns mittlerweile gewöhnt haben. Auch wenn keine Produktionskürzungen beschlossen wurden, gebe es aktuell keine Notwendigkeit für Initiativen, da der Markt auf einem guten Weg zu einer Balance ist", so Hansen. Während es in den vergangenen Wochen an den Ölmärkten ruhig zugegangen sei, sei nun ein Nachfrageanstieg zur Absicherung nach unten mittels des Optionsmarktes zu verzeichnen. "Die Differenz zwischen dem, was die Händler für Puts im Vergleich zu Calls zahlen, ist gestiegen und hat die Volatilitätskurve auf die Put-Seite gedreht", habe Hansen abschließend gesagt. (06.06.2016/fc/a/m)


