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England im Trend zu moderaterem Wachstum


07.12.07 10:30
Swiss Life

Zürich (aktiencheck.de AG) - Die revidierten Konjunkturprognosen der Englischen Zentralbank kommen als Eingeständnis einer zuletzt zu restriktiven geldpolitischen Haltung daher, so die Experten von Swiss Life.

Der geldpolitische Ausschuss weise ausdrücklich auf die nachlassende Konsumnachfrage als Folge rückläufiger Häuserpreise und der letzten Zinserhöhungen hin. In weiteren Kommentaren habe der Vorsteher der Bank of England den Weg für Zinssenkungen geebnet, die nun eher früher als bisher erwartet vorgenommen werden dürften.

Diese geänderte Haltung stehe im Einklang mit dem Szenario der Experten, worin sie von einer Verlangsamung des Wachstumstempos von zuletzt durchschnittlich 0,8% pro Quartal auf nur noch 0,5% über die kommenden Quartale ausgehen würden. Der Trend zu moderaterem Wachstum sei in allen Sektoren auszumachen, von Finanzdienstlistungen bis zum Verarbeitenden Gewerbe. Eine Unternehmerbefragung des Chartered Institute of Purchasing and Supply habe für Oktober im Dienstleistungsbereich den langsamsten Geschäftsgang seit über viereinhalb Jahren ergeben und die Unternehmerstimmung in der Industrie sei auf den tiefsten Stand seit Frühjahr 2006 gefallen.

Ein starker Anstieg der Preise für Nahrungsmittel und Erdölprodukte habe die Teuerungsrate im Oktober wieder über 2% ansteigen lassen. Die Rohstoffpreise würden weiterhin ein Risiko für steigende Inflationszahlen bilden, gleichwohl würden die Experten aufgrund der sich abschwächenden Binnenkonjunktur einen nachlassenden Teuerungsdruck auf den übrigen Komponenten des Index erwarten. (Ausgabe Dezember 2007) (07.12.2007/fc/a/m)