Erweiterte Funktionen

Emerging Markets: Deutliche Erholung im Mai


04.06.14 15:23
Pioneer Investments Austria

Wien (www.fondscheck.de) - Das erste Quartal 2014 brachte wegen des extrem kalten Winters in den USA einen deutlichen Einbruch des US-Wachstums auf -1%, so die Experten von Pioneer Investments Austria.

Neben dem Außenhandel sei dafür vor allem der Lagerabbau verantwortlich gewesen. "Genau das ist aber gut für das zukünftige Wachstum", erkläre Hans Köck, Investmentstratege bei Pioneer Investments Austria: "Niedrige Lagerbestände sind bei anhaltend guter Konsumnachfrage (+3,1% im 1. Quartal) sehr positiv, da die Unternehmen wieder mehr produzieren und ihre Lager aufbauen müssen, um die zukünftige Nachfrage zu erfüllen."

Die US-Unternehmensergebnisse würden weiterhin positiv überraschen, der S&P 500 Index eile von Rekordhoch zu Rekordhoch. Die Bewertung des Marktes sei allerdings nicht mehr billig. Kurzfristige Gewinnmitnahmen seien jederzeit möglich.

Eine deutliche Erholung habe es im vergangenen Monat - nach den Korrekturen, die 2014 bisher gebracht habe - an den Emerging Markets gegeben. Getragen gewesen sei dieser Anstieg vor allem von Russland, das von der leichten Entspannung in der Ukraine-Krise profitiert habe und von Indien.

"In Indien haben die Märkte den deutlichen Wahlsieg von Narendra Modi sehr positiv aufgenommen," sage Köck. Das Wahlergebnis schüre die Erwartungen der Anleger, dass Reformen Indien näher an die Industriestaaten heranbringen könnten. Neue Jobs, bessere Infrastruktur, ein Ende der Korruption, eine effizientere Bürokratie und ausländisches Investorengeld könnten Indien zu einem neuen Wirtschaftswunder, verhelfen.

Die Hoffnung auf eine Zinssenkung der EZB habe die europäischen Aktienmärkte zuletzt zusätzlich beflügelt. Die Wirtschaftserholung bleibe schwach, die Inflation mit aktuell 0,5% gefährlich tief, die EZB müsse reagieren, um die positive Stimmung an den Märkten aufrecht zu erhalten.

"Wir bleiben in sogenannten 'Risky Assets' übergewichtet, man muss allerdings das Risiko breit streuen und auf Alternativszenarien vorbereitet sein", erkläre Köck abschließend. (04.06.2014/fc/a/m)