Erweiterte Funktionen
ETFs rege Nachfrage nach Bluechip-Fonds
13.10.09 09:50
Deutsche Börse AG
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die gute Laune an den Aktienmärkten sorgt auch im Handel mit Indexfonds für rege Umsätze, so die Deutsche Börse AG.
Vor allem Bluechip-ETFs seien angesichts der bislang positiv laufenden Quartalsberichtssaison gefragt. "Bei Aktien wird im Moment alles gekauft", erläutere Eric Wiegand von der Deutschen Bank und verweise auf nochmals gestiegene Volumina. Als "sehr gut" beschreibe auch Frank Mohr von der Commerzbank die aktuelle Stimmung.
Befeuert durch die besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen von Alcoa und zuletzt auch Philips sowie neuer Jahreshöchststände beim DAX würden sich Anleger vor allem ETFs auf das deutsche Aktienbarometer (ISIN DE0005933931 / WKN 593393; ISIN LU0274211480 / WKN DBX1DA; ISIN LU0378438732 / WKN ETF001) und den DJ EURO STOXX 50 (ISIN DE0005933956 / WKN 593395; ISIN LU0274211217 / WKN DBX1EU; ISIN LU0378434079 / WKN ETF050) ins Portfolio legen. Anhänger würden auch weiterhin gehebelte Produkte finden, etwa der Lyxor ETF Leveraged DJ EURO STOXX 50 und der Lyxor ETF LevDAX, wie Marco Salaorno von der Société Générale berichte.
Allerdings gebe es auch bereits Gewinnmitnahmen, besonders beim DJ EURO STOXX 50, erkläre Bernardus Roelofs von Flow Traders. Der sei zuletzt besser gelaufen als der MSCI Europe und der DJ STOXX 50, die beide ebenfalls europäische Unternehmen abbilden würden. "Die Anleger fragen sich zunehmend, wie es weiter geht", erkläre Roelofs.
Gleichzeitig habe sich die Suche nach attraktiven Nischen jenseits von DAX intensiviert. Auffällig seien die hohen Umsätze im Fonds auf den Midcap-Index MDAX von iShares in den vergangenen fünf Tagen. Händler würden einhellig von einem großen Kundeninteresse berichten. Der ETF könne auf Sicht von sechs Monaten mit einem Plus von gut 50 Prozent aufwarten, bzw. 26 Prozent in zwölf Monaten. Das sei deutlich mehr als bei seinem dem DAX folgenden iShares-Pendant, der lediglich rund 27 in sechs Monaten und knapp 13 Prozent in zwölf Monaten erreicht habe.
Skeptiker gebe es aber auch noch, sie würden weiter auf Short-Produkte setzen. Hier werde ebenfalls vor allem dem DJ EURO STOXX 50 misstraut, berichte Eric Wiegand von einer hohen Nachfrage nach Short-ETFs auf den europäischen Index. "Einige Anleger stellen sich offenbar auf eine Korrektur ein", vermute Wiegand. Die Commerzbank sehe hingegen nur ein geringes Interesse an Short-Produkten. "Allenfalls wollen Kunden mit Long-Produkten short gehen", erläutere Frank Mohr.
Daneben würden Emerging Markets, Sektoren und Währungsanlagen ein Thema bleiben, wie auch die Deutsche Bank feststelle. Bei den Schwellenländern hätten sich Investoren vor allem auf China und Indien sowie auf breite Indices konzentriert. Gesucht gewesen sei zum Beispiel der db x-trackers S&P Select Frontier ETF, der die Entwicklung von Unternehmen unterschiedlichster Schwellenländer nachvollziehe. "Kunden engagieren sich weiter stark in den Emerging Markets", meine auch Marco Salaorno, besonders begehrt seien Russland-, Indien-, China- oder Osteuropa-ETFs.
Bei den Sektoren ergebe sich kein einheitliches Bild. Zahlreiche Anleger würden Roelofs zufolge schon wieder defensive Branchen favorisieren. Er berichte von umfangreichen Käufen in den Bereichen Healthcare, Lebensmittel und Getränke (ISIN FR0010344861 / WKN LYX0AR), Telekommunikation (ISIN FR0010344812 / WKN LYX0A1) sowie Versicherungen (ISIN FR0010344903 / WKN LYX0AQ).
Der Medien-ETF von iShares (ISIN DE0006289424 / WKN 628942) sei hingegen abgegeben worden. Wiegand bestätige das Interesse an Healthcare-ETFs, daneben fänden aber auch Indexfonds Anklang, die die Entwicklung von Unternehmen der Grundstoff- sowie der Öl- und Gasindustrie (ISIN LU0292101796 / WKN DBX1SG) wiedergeben würden. Salaorno zufolge habe es bei den Grundstoffen (ISIN FR0010345389 / WKN LYX0AX) im Rahmen von Sektorrotationen aber eher Abgaben gegeben, bei den Banken (ISIN FR0010345371 / WKN LYX0AP) Zu- und Verkäufe.
Wie in der vergangenen Woche hätten Investoren mit dem Currency Valuation ETF unter- und überbewertete Währungen gegeneinander ausgespielt. Der Index bilde eine Strategie ab, bei der Dreimonats-Terminkontrakte auf unterbewertete G10-Währungen gekauft und Drei-Monats-Terminkontrakte auf überbewertete G10-Währungen verkauft würden.
Bei den Renten-Indexfonds verlaufe der Handel weiter ruhig. "Cash-ETFs werden weiter abgegeben", melde Marco Salaorno. Auf der Verkaufsliste stünden etwa die beiden Geldmarktfonds ETF Euro Cash (ISIN FR0010510800 / WKN LYX0B6) von Lyxor und der db x-trackers II Eonia TR (ISIN LU0290358497 / WKN DBX0AN) von der Deutschen Bank. Das sei kaum verwunderlich: Etwa habe letzterer auf Sicht von sechs Monaten nur eine magere Rendite von 0,19 Prozent eingefahren. Daneben würden bei Renten-ETFs auch Short-Positionen eingegangen, wie Wiegand erläutere. Neueinstiege gebe es außerdem bei ETFs auf höher verzinste Unternehmensanleihen, wie etwa dem Lyxor ETF Euro Corporate Bonds. (13.10.2009/fc/a/f)
Vor allem Bluechip-ETFs seien angesichts der bislang positiv laufenden Quartalsberichtssaison gefragt. "Bei Aktien wird im Moment alles gekauft", erläutere Eric Wiegand von der Deutschen Bank und verweise auf nochmals gestiegene Volumina. Als "sehr gut" beschreibe auch Frank Mohr von der Commerzbank die aktuelle Stimmung.
Befeuert durch die besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen von Alcoa und zuletzt auch Philips sowie neuer Jahreshöchststände beim DAX würden sich Anleger vor allem ETFs auf das deutsche Aktienbarometer (ISIN DE0005933931 / WKN 593393; ISIN LU0274211480 / WKN DBX1DA; ISIN LU0378438732 / WKN ETF001) und den DJ EURO STOXX 50 (ISIN DE0005933956 / WKN 593395; ISIN LU0274211217 / WKN DBX1EU; ISIN LU0378434079 / WKN ETF050) ins Portfolio legen. Anhänger würden auch weiterhin gehebelte Produkte finden, etwa der Lyxor ETF Leveraged DJ EURO STOXX 50 und der Lyxor ETF LevDAX, wie Marco Salaorno von der Société Générale berichte.
Allerdings gebe es auch bereits Gewinnmitnahmen, besonders beim DJ EURO STOXX 50, erkläre Bernardus Roelofs von Flow Traders. Der sei zuletzt besser gelaufen als der MSCI Europe und der DJ STOXX 50, die beide ebenfalls europäische Unternehmen abbilden würden. "Die Anleger fragen sich zunehmend, wie es weiter geht", erkläre Roelofs.
Gleichzeitig habe sich die Suche nach attraktiven Nischen jenseits von DAX intensiviert. Auffällig seien die hohen Umsätze im Fonds auf den Midcap-Index MDAX von iShares in den vergangenen fünf Tagen. Händler würden einhellig von einem großen Kundeninteresse berichten. Der ETF könne auf Sicht von sechs Monaten mit einem Plus von gut 50 Prozent aufwarten, bzw. 26 Prozent in zwölf Monaten. Das sei deutlich mehr als bei seinem dem DAX folgenden iShares-Pendant, der lediglich rund 27 in sechs Monaten und knapp 13 Prozent in zwölf Monaten erreicht habe.
Daneben würden Emerging Markets, Sektoren und Währungsanlagen ein Thema bleiben, wie auch die Deutsche Bank feststelle. Bei den Schwellenländern hätten sich Investoren vor allem auf China und Indien sowie auf breite Indices konzentriert. Gesucht gewesen sei zum Beispiel der db x-trackers S&P Select Frontier ETF, der die Entwicklung von Unternehmen unterschiedlichster Schwellenländer nachvollziehe. "Kunden engagieren sich weiter stark in den Emerging Markets", meine auch Marco Salaorno, besonders begehrt seien Russland-, Indien-, China- oder Osteuropa-ETFs.
Bei den Sektoren ergebe sich kein einheitliches Bild. Zahlreiche Anleger würden Roelofs zufolge schon wieder defensive Branchen favorisieren. Er berichte von umfangreichen Käufen in den Bereichen Healthcare, Lebensmittel und Getränke (ISIN FR0010344861 / WKN LYX0AR), Telekommunikation (ISIN FR0010344812 / WKN LYX0A1) sowie Versicherungen (ISIN FR0010344903 / WKN LYX0AQ).
Der Medien-ETF von iShares (ISIN DE0006289424 / WKN 628942) sei hingegen abgegeben worden. Wiegand bestätige das Interesse an Healthcare-ETFs, daneben fänden aber auch Indexfonds Anklang, die die Entwicklung von Unternehmen der Grundstoff- sowie der Öl- und Gasindustrie (ISIN LU0292101796 / WKN DBX1SG) wiedergeben würden. Salaorno zufolge habe es bei den Grundstoffen (ISIN FR0010345389 / WKN LYX0AX) im Rahmen von Sektorrotationen aber eher Abgaben gegeben, bei den Banken (ISIN FR0010345371 / WKN LYX0AP) Zu- und Verkäufe.
Wie in der vergangenen Woche hätten Investoren mit dem Currency Valuation ETF unter- und überbewertete Währungen gegeneinander ausgespielt. Der Index bilde eine Strategie ab, bei der Dreimonats-Terminkontrakte auf unterbewertete G10-Währungen gekauft und Drei-Monats-Terminkontrakte auf überbewertete G10-Währungen verkauft würden.
Bei den Renten-Indexfonds verlaufe der Handel weiter ruhig. "Cash-ETFs werden weiter abgegeben", melde Marco Salaorno. Auf der Verkaufsliste stünden etwa die beiden Geldmarktfonds ETF Euro Cash (ISIN FR0010510800 / WKN LYX0B6) von Lyxor und der db x-trackers II Eonia TR (ISIN LU0290358497 / WKN DBX0AN) von der Deutschen Bank. Das sei kaum verwunderlich: Etwa habe letzterer auf Sicht von sechs Monaten nur eine magere Rendite von 0,19 Prozent eingefahren. Daneben würden bei Renten-ETFs auch Short-Positionen eingegangen, wie Wiegand erläutere. Neueinstiege gebe es außerdem bei ETFs auf höher verzinste Unternehmensanleihen, wie etwa dem Lyxor ETF Euro Corporate Bonds. (13.10.2009/fc/a/f)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 200,30 € | 199,20 € | 1,10 € | +0,55% | 24.04./21:59 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0005933931 | 593393 | 211,25 € | 180,86 € | |
Werte im Artikel




