ETFs auf den DJ STOXX 600 Healthcare-Index


17.02.09 11:34
VERITAS INVESTMENT TRUST GmbH

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die VERITAS INVESTMENT TRUST GmbH stellt in ihrer aktuellen Ausgabe "ETF kompakt" u.a. ETFs auf den DJ STOXX 600 Healthcare-Index vor.

Längst sei es kein Geheimnis mehr, dass die Weltbevölkerung in zunehmendem Maße altere. Vor allem die entwickelten Industrieländer hätten mit einer inversen Alterungspyramide zu kämpfen, sprich es gebe immer mehr ältere Menschen, da mit einem steigenden Lebensstandard auch die Lebenserwartung zunehme. Mit dieser gestiegenen Lebenserwartung würden jedoch auch Probleme einhergehen, denn mit einem höheren Alter steige die Anfälligkeit für Zivilisationskrankheiten wie Krebs, Diabetes oder es entstehe die Notwendigkeit einer Dialyse. Für Unternehmen der Gesundheits- und Pharmaindustrie bestehe so die Chance, im Gleichschritt mit der steigenden Bedeutung des Gesundheitswesens zu wachsen.

Für den europäischen Raum berechne der Dow Jones STOXX 600 Health Care-Index die Wertentwicklung der größten europäischen Unternehmen des Gesundheitswesens, deren Geschäfte sich auf die Bereiche Arzneimittel, Pflegeausstattung und Biotechnologie konzentrieren würden.

Die Gewichtung der Werte im Index erfolge aufgrund der Freefloat-Marktkapitalisierung, wobei es keine Grenze für einen maximalen Anteil am Indexgewicht gebe. Um auf Veränderungen innerhalb des Sektors zeitnah reagieren und den Index entsprechend anpassen zu können, werde die Zusammensetzung und Gewichtung des Dow Jones STOXX 600 Health Care-Index viermal jährlich jeweils im März, Juni, September und im Dezember überprüft.

Berechnet werde der Index als reiner Kurs- und Performanceindex sowohl auf Euro- als auch auf US-Dollar-Basis. Während beim Performanceindex die von den im Index enthaltenen Unternehmen gezahlten Dividenden in die Preisbildung mit eingingen, berücksichtige der Kursindex nur die reine Kursentwicklung der Indexmitglieder entsprechend ihrer Gewichtung.

Derzeit besitze das britische Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline mit 19,71% das höchste Gewicht im DJ STOXX 600 Healthcare-Index. Der Konzern sei im Dezember 2000 durch die Fusion von Glaxo Wellcome mit SmithKline Beecham entstanden und sei heute einer der führenden, forschenden Arzneimittelhersteller und Anbieter von Gesundheitsprodukten. Jüngsten Presseberichten zufolge erwäge GlaxoSmithKline die Übernahme des indischen Generikaunternehmens Piramal Healthcare für etwa 1,5 Milliarden US-Dollar. Allerdings befänden sich die Gespräche hierfür noch in einem frühen Stadium.

Ein weiteres Schwergewicht stelle mit 19,08% Indexanteil der schweizerische Pharmakonzern Novartis dar. Das Unternehmen decke die gesamte Wertschöpfungskette von der Erforschung, über die Entwicklung bis hin zur Vermarktung von Medikamenten ab, welche nicht nur der Heilung von Krankheiten, sondern auch dem Schutz der Gesundheit und der Verbesserung des Wohlbefindens dienen würden. Die Produktpalette umfasse dementsprechend neben Generika und Humanimpfstoffen auch rezeptfreie Medikamente zur Selbstmedikation.

Während viele Unternehmen im vergangenen Jahr mit den wirtschaftlichen Folgen der Finanzkrise zu kämpfen gehabt hätten, blicke Novartis auf ein erfolgreiches Jahr 2008 zurück und habe sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis zulegen können. So sei der Nettoumsatz um 9% auf 41,5 Mrd. Dollar gewachsen, das operative Ergebnis habe sich um 32% auf 9,0 Mrd. Dollar verbessert. Der unverwässerte Gewinn pro Aktie sei bei einer geringeren Anzahl ausstehender Aktien von 2,81 Dollar im Vorjahr um 28% auf 3,59 Dollar gestiegen. Vor drei Wochen habe das Unternehmen bekannt gegeben, dass man von der japanischen Gesundheitsbehörde die Marktzulassung für vier Medikamente erhalten habe. Demnach dürfe der weltweit sechstgrößte Pharmakonzern und die Nummer vier in Europa nun Tasigna zur Behandlung von Leukämie, Xolair gegen schweres Asthma und den Blutdrucksenker Co-Dio sowie Lucentis gegen eine Augenerkrankung in Japan verkaufen.

Neben GlaxoSmithKline und Novartis besäßen noch der ebenfalls schweizerische Pharmakonzern Roche mit 16,23% sowie die französische Sanofi-Aventis und das britische Unternehmen AstraZeneca mit 11,03% bzw. 10,29% einen größeren Anteil im DJ STOXX 600 Healthcare-Index.

Aufgrund der zunehmenden Alterung der Weltbevölkerung, der damit einhergehenden erhöhten Anfälligkeit für Krankheiten sowie der stetigen Forschungsfortschritte seien die langfristigen Wachstumsaussichten für den Sektor Healthcare attraktiv. Zudem hätten sich die Unternehmen durch Zukäufe, Kooperationen und Übernahmen neu ausgerichtet bzw. ihre Angebotspalette erweitert, um so gestärkt in die Zukunft gehen zu können.

Folgende ETFs würden den DJ STOXX 600 Healthcare-Index im Verhältnis 1:10 abbilden: Comstage ETF, db-xtrackers und der Lyxor ETF. (Ausgabe vom 06.02.2009) (17.02.2009/fc/a/f)






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