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ETFs: Kursrutsch bringt viele ETF-Verkäufe
07.08.24 11:31
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Talfahrt an den Börsen macht auch vor dem ETF-Handel nicht halt, so die Deutsche Börse AG.
Ivo Orlemann von der ICF Bank melde "massive Rückgaben", vor allem am Freitag und gestrigen Montag. Auch Frank Mohr von der Société Générale berichte von deutlichen Verkäufen, bei extrem hohen Umsätzen. "Wir sehen sehr viele Abgaben", beschreibe Leo Puschmann von Lang & Schwarz die Lage. Das gelte auch für Krypto-ETNs. Heute gehe es den Händlern zufolge ein bisschen ruhiger zu.
Sorgen über eine drohende Rezession in den USA hätten weltweit zu heftigen Verlusten an den Börsen geführt, vor allem Freitag und Montag. "Das war schon außergewöhnlich", bemerke Mohr. Auslöser seien schwache US-Arbeitsmarktdaten am Freitag gewesen, dazu sei die Zuspitzung der Lage im Nahen Osten gekommen. "Eine Welle der Risikoaversion hat sich in der letzten Woche sukzessive aufgebaut und schwappte gestern über Asiens Aktienmärkte nach Europa und in die USA", berichte Helaba-Analyst Ralf Umlauf.
Der DAX habe am gestrigen Montag bei 17.339 Punkten geschlossen, das seien 8 Prozent unter seinem jüngsten Hoch. Noch schlimmer habe es die Tech-Werte erwischt: Der Nasdaq 100 habe gestern Abend fast 14 Prozent unter seinem jüngsten Hoch gelegen. Am Dienstagmorgen würden sich die Börsen stabilisieren, der DAX stehe am Mittag bei 17.350 Punkten.
Vom Ausverkauf sei kein Segment verschont geblieben. "Speziell getroffen hat es aber Tech-Werte und technologielastige Indices wie Nasdaq und S&P 500 - weniger den MSCI World oder den DAX", erkläre Mohr. Er mache darauf aufmerksam, dass auf Wochensicht - von Montag bis Freitag also - die Zuflüsse in Tech-ETFs noch klar überwogen hätten. "Bis zum Donnerstag stiegen Anleger also offenbar noch ein."
Auch Puschmann zufolge würden sich die Abgaben über alle Bereiche erstrecken. "Auch asiatische und speziell japanische Aktien wurden sehr viel verkauft." Aufgrund der heftigen Schwankungen werde bei Lang & Schwarz aktuell auch viel auf Volatilitäts-Tracker gesetzt, konkret den WisdomTree S&P 500 VIX Short-Term Futures 2.25x Daily Leveraged-ETN (ISIN XS2819843736/ WKN A4AGVZ) und den Amundi S&P 500 VIX Futures Enhanced Roll-ETF (ISIN LU0832435464/ WKN LYX0PM). Beide hätten zuletzt kräftige Kursgewinne verzeichnet. Bei der ICF gehe einiges um im Amundi Nasdaq 100 (ISIN LU2197908721/ WKN LYX05V), aber auch im WisdomTree DAX 3x Daily Short (ISIN IE00B8GKPP93/ WKN A1VBKG). Mit dem könne mit Hebel drei auf einen fallenden DAX gesetzt werden.
Laut Orlemann immer gesucht: der VanEck Defense (ISIN IE000YYE6WK5/ WKN A3D9M1) und der VanEck Uranium and Nuclear Technologies (ISIN IE000M7V94E1/ WKN A3D47K). "Das sind Kriegsprofiteure."
Beliebt würden aktuell Geldmarkt-Tracker, wie Mohr feststellt, vor allem der Xtrackers II EUR Overnight Rate Swap (ISIN LU0290358497/ WKN DBX0AN) und der Amundi EUR Overnight Return (ISIN FR0010510800/ WKN LYX0B6) bleiben, aber auch geldmarktnahe Produkte wie der iShares USD Treasury Bond 1-3yr (ISIN IE00BDFK1573/ WKN A2JE39).
Auch Krypto-Währungen hätten kräftige Verluste verzeichnet. Der Bitcoin sei gestern unter 50.000 US-Dollar abgerutscht. Am Dienstagmittag seien es allerdings schon wieder über 55.000 US-Dollar. "Vor allem Bitcoin- und Ethereum-Tracker wurden verkauft", melde Puschmann. Orlemann melde ebenfalls viele Abflüsse aus Bitcoin-, Ethereum und auch Ripple-ETNs (ISIN CH0454664043/ WKN A2UBKC). "Heute wird aber schon wieder gekauft."
Einiges los sei auch in Gold-ETCs wie dem Invesco Physical Gold (ISIN IE00B579F325/ WKN A1AA5X). "Wir sehen Käufe und Verkäufe", stelle Orlemann fest. Der Goldpreis halte sich mit aktuell 2.413 US-Dollar auf hohem Niveau, habe von den jüngsten Turbulenzen aber nicht mehr profitieren können. (Ausgabe vom 06.08.2024) (07.08.2024/fc/a/e)
Ivo Orlemann von der ICF Bank melde "massive Rückgaben", vor allem am Freitag und gestrigen Montag. Auch Frank Mohr von der Société Générale berichte von deutlichen Verkäufen, bei extrem hohen Umsätzen. "Wir sehen sehr viele Abgaben", beschreibe Leo Puschmann von Lang & Schwarz die Lage. Das gelte auch für Krypto-ETNs. Heute gehe es den Händlern zufolge ein bisschen ruhiger zu.
Sorgen über eine drohende Rezession in den USA hätten weltweit zu heftigen Verlusten an den Börsen geführt, vor allem Freitag und Montag. "Das war schon außergewöhnlich", bemerke Mohr. Auslöser seien schwache US-Arbeitsmarktdaten am Freitag gewesen, dazu sei die Zuspitzung der Lage im Nahen Osten gekommen. "Eine Welle der Risikoaversion hat sich in der letzten Woche sukzessive aufgebaut und schwappte gestern über Asiens Aktienmärkte nach Europa und in die USA", berichte Helaba-Analyst Ralf Umlauf.
Der DAX habe am gestrigen Montag bei 17.339 Punkten geschlossen, das seien 8 Prozent unter seinem jüngsten Hoch. Noch schlimmer habe es die Tech-Werte erwischt: Der Nasdaq 100 habe gestern Abend fast 14 Prozent unter seinem jüngsten Hoch gelegen. Am Dienstagmorgen würden sich die Börsen stabilisieren, der DAX stehe am Mittag bei 17.350 Punkten.
Auch Puschmann zufolge würden sich die Abgaben über alle Bereiche erstrecken. "Auch asiatische und speziell japanische Aktien wurden sehr viel verkauft." Aufgrund der heftigen Schwankungen werde bei Lang & Schwarz aktuell auch viel auf Volatilitäts-Tracker gesetzt, konkret den WisdomTree S&P 500 VIX Short-Term Futures 2.25x Daily Leveraged-ETN (ISIN XS2819843736/ WKN A4AGVZ) und den Amundi S&P 500 VIX Futures Enhanced Roll-ETF (ISIN LU0832435464/ WKN LYX0PM). Beide hätten zuletzt kräftige Kursgewinne verzeichnet. Bei der ICF gehe einiges um im Amundi Nasdaq 100 (ISIN LU2197908721/ WKN LYX05V), aber auch im WisdomTree DAX 3x Daily Short (ISIN IE00B8GKPP93/ WKN A1VBKG). Mit dem könne mit Hebel drei auf einen fallenden DAX gesetzt werden.
Laut Orlemann immer gesucht: der VanEck Defense (ISIN IE000YYE6WK5/ WKN A3D9M1) und der VanEck Uranium and Nuclear Technologies (ISIN IE000M7V94E1/ WKN A3D47K). "Das sind Kriegsprofiteure."
Beliebt würden aktuell Geldmarkt-Tracker, wie Mohr feststellt, vor allem der Xtrackers II EUR Overnight Rate Swap (ISIN LU0290358497/ WKN DBX0AN) und der Amundi EUR Overnight Return (ISIN FR0010510800/ WKN LYX0B6) bleiben, aber auch geldmarktnahe Produkte wie der iShares USD Treasury Bond 1-3yr (ISIN IE00BDFK1573/ WKN A2JE39).
Auch Krypto-Währungen hätten kräftige Verluste verzeichnet. Der Bitcoin sei gestern unter 50.000 US-Dollar abgerutscht. Am Dienstagmittag seien es allerdings schon wieder über 55.000 US-Dollar. "Vor allem Bitcoin- und Ethereum-Tracker wurden verkauft", melde Puschmann. Orlemann melde ebenfalls viele Abflüsse aus Bitcoin-, Ethereum und auch Ripple-ETNs (ISIN CH0454664043/ WKN A2UBKC). "Heute wird aber schon wieder gekauft."
Einiges los sei auch in Gold-ETCs wie dem Invesco Physical Gold (ISIN IE00B579F325/ WKN A1AA5X). "Wir sehen Käufe und Verkäufe", stelle Orlemann fest. Der Goldpreis halte sich mit aktuell 2.413 US-Dollar auf hohem Niveau, habe von den jüngsten Turbulenzen aber nicht mehr profitieren können. (Ausgabe vom 06.08.2024) (07.08.2024/fc/a/e)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 53,31 € | 53,16 € | 0,15 € | +0,28% | 16.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| IE000M7V94E1 | A3D47K | 61,39 € | 23,75 € | |
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