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ETFs-Handel Standardwerte machen das Rennen
20.10.09 10:17
Deutsche Börse AG
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Steigende Börsenkurse locken Investoren auch weiterhin in Aktien-ETFs, so die Deutsche Börse AG.
"Die Stimmung ist unverändert positiv", meine etwa Bernardus Roelofs von Flow Traders. Ihm zufolge hätten Anleger weiter ETFs auf Standardwerte favorisiert, vor allem europäische. Allerdings komme es auch regelmäßig zu Gewinnmitnahmen. "Die Volumina auf der Aktienseite sind nochmals gestiegen", ergänze Eric Wiegand von der Deutschen Bank. Auch er sehe die Benchmark-Indices weiter im Fokus der Anleger.
In der Tat stünden Bluechip-Indextracker in den vergangenen fünf Handelstagen auf der Xetra-Umsatzliste wieder ganz oben, konkret ETFs auf DAX (ISIN DE0005933931 / WKN 593393, ISIN LU0274211480 / WKN DBX1DA und ISIN LU0378438732/ ETF001, ISIN DE000ETFL011 / WKN ETFL01) sowie DJ EURO STOXX 50 (ISIN LU0378434079 / WKN ETF050, ISIN DE0005933956 / WKN 593395, ISIN LU0274211217 / WKN DBX1EU). Einzig japanische Aktien seien derzeit weniger begehrt: Etwa sei der iShares ETF, der dem Nikkei 225 abbilde (ISIN DE000A0H08D2 / WKN A0H08D) laut Mark Schönbrodt von der DekaBank vor allem abgegeben worden.
Jedoch hätten sich Kunden laut Bastian Ohta von UniCredit vermehrt von ETFs getrennt, die den DJ STOXX 50 abbilden würden (zum Beispiel ISIN IE0008470928 / WKN 935926). "Wegen der Pfund-Schwäche bleiben die Anleger lieber im Euroraum und setzen auf den DJ EURO STOXX 50", erkläre Ohta. "Mit Großbritannien will sich niemand die Finger verbrennen." Der DJ STOXX 50 enthalte die Entwicklung der 50 größten Unternehmen aus europäischen Ländern inklusive Großbritannien und der Schweiz, konzentriere sich im Gegensatz zum DJ EURO STOXX 50 also nicht nur auf die Eurozone. Andere Market Maker könnten diesen Trend allerdings nicht unbedingt bestätigen.
Die Nachfrage nach Short-ETFs flaue indessen ab. "Short-Produkte werden nicht mehr so stark nachgefragt", schildere etwa Eric Wiegand die Lage. Offenbar schrumpfe vor dem Hintergrund der positiven Konjunktur- und Unternehmensdaten die Zahl der Pessimisten.
Angesichts der guten Entwicklung der Bluechips würden Anleger aber auch weiter nach Investitionsmöglichkeiten jenseits von DAX und DJ EURO STOXX suchen. "Wir sehen großes Interesse an kleineren und mittelgroßen Unternehmen", berichte Ohta. Als Beispiele nenne er den db x-trackers MSCI Europe Small Cap-ETF, der die Entwicklung europäischer Midcaps nachzeichne. Zu den größten Positionen würden hier etwa die Bank of Ireland, Immarsat, Rentokil und Logica gehören.
"Etwas Nachfrage" gebe es laut Flow Traders auch bei Strategiefonds, zum Beispiel sei der iShares DJ EURO STOXX Select Dividend 30 recht gut gelaufen, ebenso der Lyxor ETF MSCI EMU Value.
Der wieder deutlich gestiegene Risikoappetit zeige sich auch bei der Nachfrage nach einem Hedgefonds-ETF: Beim Produkt von db x-trackers hätten Anleger der Deutschen Bank zufolge zuletzt gerne wieder zugegriffen. Mit der Wertentwicklung der Standard-Indices könne das Papier bislang allerdings nicht mithalten. In den vergangenen sechs Monaten habe der Indexfonds lediglich um 9 Prozent zugelegt, beim iShares-DAX habe das Plus im selben Zeitraum hingegen bei knapp 29 Prozent gelegen.
Schwellenländer-ETFs würden gesucht bleiben, allerdings gebe es auch hier Glattstellungen. Flow Traders zufolge hätten sich Investoren gerne den Brasilien-ETF von Lyxor ins Portfolio gelegt, beim marktbreiten db x-trackers MSCI Emerging Markets habe es hingegen Käufe und Verkäufe gegeben. Auch andere Marktteilnehmer würden das große Interesse an Lateinamerika (zum Beispiel ISIN LU0292108619 / WKN DBX1ML) und vor allem Brasilien bestätigen.
Bei den Sektoren-Indexfonds seien der Deutschen Bank zufolge zuletzt vor allem Banken-Papiere gut gelaufen. "Hier überzeugen offenbar die guten Zahlen der US-Institute", erkläre Eric Wiegand. Ansonsten sei keine eindeutige Richtung auszumachen. Laut Bernardus Roelofs habe der Lyxor ETF World Water eher auf der Verkaufsliste gestanden. Das Papier zeichne die Performance der weltweit größten Unternehmen der Wasserwirtschaft nach, etwa Geberit, Veolia Environnement, Severn Trent Water und United Utilities. Auf Sicht von sechs Monaten könne das Papier allerdings nur mit einem Plus von 12 Prozent aufwarten. Ebenfalls gesucht gewesen seien, wie in den Vorwochen, Grundstoff-, Health Care- und Industriegüter-ETFs, wie die Deutsche Bank ergänze.
Das Geschäft mit den Renten-ETFs verlaufe weiter sehr ruhig, allenfalls würden kurze und mittlere Laufzeiten gekauft. Die DekaBank berichte etwa von Zuspruch für den ETFlab iBoxx Liquid Sovereign Diversified 1-3. "Inflationslinker gehen weiter gut", meine Eric Wiegand (zum Beispiel ISIN LU0290358224 / WKN DBX0AM). Bei den Geldmarkt-ETFs seien vor dem Hintergrund der geringen Verzinsung weiter Abflüsse zu verzeichnen. Skeptischer würden sich Investoren auch bei Kreditmarkt-ETFs zeigen und sich etwa vom db x-trackers II iTraxx Crossover 5-year (ISIN LU0290359032 / WKN DBX0AR) trennen. (20.10.2009/fc/a/f)
"Die Stimmung ist unverändert positiv", meine etwa Bernardus Roelofs von Flow Traders. Ihm zufolge hätten Anleger weiter ETFs auf Standardwerte favorisiert, vor allem europäische. Allerdings komme es auch regelmäßig zu Gewinnmitnahmen. "Die Volumina auf der Aktienseite sind nochmals gestiegen", ergänze Eric Wiegand von der Deutschen Bank. Auch er sehe die Benchmark-Indices weiter im Fokus der Anleger.
In der Tat stünden Bluechip-Indextracker in den vergangenen fünf Handelstagen auf der Xetra-Umsatzliste wieder ganz oben, konkret ETFs auf DAX (ISIN DE0005933931 / WKN 593393, ISIN LU0274211480 / WKN DBX1DA und ISIN LU0378438732/ ETF001, ISIN DE000ETFL011 / WKN ETFL01) sowie DJ EURO STOXX 50 (ISIN LU0378434079 / WKN ETF050, ISIN DE0005933956 / WKN 593395, ISIN LU0274211217 / WKN DBX1EU). Einzig japanische Aktien seien derzeit weniger begehrt: Etwa sei der iShares ETF, der dem Nikkei 225 abbilde (ISIN DE000A0H08D2 / WKN A0H08D) laut Mark Schönbrodt von der DekaBank vor allem abgegeben worden.
Jedoch hätten sich Kunden laut Bastian Ohta von UniCredit vermehrt von ETFs getrennt, die den DJ STOXX 50 abbilden würden (zum Beispiel ISIN IE0008470928 / WKN 935926). "Wegen der Pfund-Schwäche bleiben die Anleger lieber im Euroraum und setzen auf den DJ EURO STOXX 50", erkläre Ohta. "Mit Großbritannien will sich niemand die Finger verbrennen." Der DJ STOXX 50 enthalte die Entwicklung der 50 größten Unternehmen aus europäischen Ländern inklusive Großbritannien und der Schweiz, konzentriere sich im Gegensatz zum DJ EURO STOXX 50 also nicht nur auf die Eurozone. Andere Market Maker könnten diesen Trend allerdings nicht unbedingt bestätigen.
Die Nachfrage nach Short-ETFs flaue indessen ab. "Short-Produkte werden nicht mehr so stark nachgefragt", schildere etwa Eric Wiegand die Lage. Offenbar schrumpfe vor dem Hintergrund der positiven Konjunktur- und Unternehmensdaten die Zahl der Pessimisten.
"Etwas Nachfrage" gebe es laut Flow Traders auch bei Strategiefonds, zum Beispiel sei der iShares DJ EURO STOXX Select Dividend 30 recht gut gelaufen, ebenso der Lyxor ETF MSCI EMU Value.
Der wieder deutlich gestiegene Risikoappetit zeige sich auch bei der Nachfrage nach einem Hedgefonds-ETF: Beim Produkt von db x-trackers hätten Anleger der Deutschen Bank zufolge zuletzt gerne wieder zugegriffen. Mit der Wertentwicklung der Standard-Indices könne das Papier bislang allerdings nicht mithalten. In den vergangenen sechs Monaten habe der Indexfonds lediglich um 9 Prozent zugelegt, beim iShares-DAX habe das Plus im selben Zeitraum hingegen bei knapp 29 Prozent gelegen.
Schwellenländer-ETFs würden gesucht bleiben, allerdings gebe es auch hier Glattstellungen. Flow Traders zufolge hätten sich Investoren gerne den Brasilien-ETF von Lyxor ins Portfolio gelegt, beim marktbreiten db x-trackers MSCI Emerging Markets habe es hingegen Käufe und Verkäufe gegeben. Auch andere Marktteilnehmer würden das große Interesse an Lateinamerika (zum Beispiel ISIN LU0292108619 / WKN DBX1ML) und vor allem Brasilien bestätigen.
Bei den Sektoren-Indexfonds seien der Deutschen Bank zufolge zuletzt vor allem Banken-Papiere gut gelaufen. "Hier überzeugen offenbar die guten Zahlen der US-Institute", erkläre Eric Wiegand. Ansonsten sei keine eindeutige Richtung auszumachen. Laut Bernardus Roelofs habe der Lyxor ETF World Water eher auf der Verkaufsliste gestanden. Das Papier zeichne die Performance der weltweit größten Unternehmen der Wasserwirtschaft nach, etwa Geberit, Veolia Environnement, Severn Trent Water und United Utilities. Auf Sicht von sechs Monaten könne das Papier allerdings nur mit einem Plus von 12 Prozent aufwarten. Ebenfalls gesucht gewesen seien, wie in den Vorwochen, Grundstoff-, Health Care- und Industriegüter-ETFs, wie die Deutsche Bank ergänze.
Das Geschäft mit den Renten-ETFs verlaufe weiter sehr ruhig, allenfalls würden kurze und mittlere Laufzeiten gekauft. Die DekaBank berichte etwa von Zuspruch für den ETFlab iBoxx Liquid Sovereign Diversified 1-3. "Inflationslinker gehen weiter gut", meine Eric Wiegand (zum Beispiel ISIN LU0290358224 / WKN DBX0AM). Bei den Geldmarkt-ETFs seien vor dem Hintergrund der geringen Verzinsung weiter Abflüsse zu verzeichnen. Skeptischer würden sich Investoren auch bei Kreditmarkt-ETFs zeigen und sich etwa vom db x-trackers II iTraxx Crossover 5-year (ISIN LU0290359032 / WKN DBX0AR) trennen. (20.10.2009/fc/a/f)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 201,10 € | 199,34 € | 1,76 € | +0,88% | 17.04./11:01 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0005933931 | 593393 | 211,25 € | 175,00 € | |
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