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ETF-Handel: Weder Fisch noch Fleisch
31.05.17 09:40
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - ETF-Anleger lassen es zurzeit etwas ruhiger angehen, so die Deutsche Börse AG.
"Bei überschaubaren Umsätzen hielten sich Zu- und Abflüsse insgesamt in etwa die Waage", beschreibe Florian Lenhart von der UniCredit das Geschehen im ETF-Handel. Der Wochenauftakt lasse ebenfalls noch zu wünschen übrig. "Feiertagsbedingt wurde am Montag in den USA und London nicht gehandelt, das spüren wir in der Regel."
Mit Blick auf das entwickelte Europa mache Lenhart schwindendes Interesse an DAX-Werten (ISIN DE000ETFL011 / WKN ETFL01, ISIN DE000ETFL060 / WKN ETFL06, ISIN DE000A0X8994 / WKN A0X899) aus. Wenn gehandelt würde, überwögen die Verkäufe. Gleichzeitig hätten sich Investoren zumeist mit EURO STOXX 50-ETFs (ISIN LU0380865021 / WKN DBX1ET, ISIN DE0005933956 / WKN 593395, ISIN LU0378438732 / WKN ETF001) verschiedener Emittenten eingedeckt. "Hier verbuchen wir nahezu ausschließlich Käufe."
Indexfonds, die an den breiter engagierten STOXX Europe 600 (ISIN FR0010791004 / WKN A0X9R1) gekoppelt seien, der die 600 nach Börsenwert größten Unternehmen 18 europäische Länder enthalte, kämen hingegen überwiegend aus den Depots raus. Unterm Strich hätten sich Anleger zudem von ihren TecDAX-Positionen verabschiedet. "Dabei fällt ein sehr großer Verkauf deutlich ins Gewicht."
Die Kunden der Commerzbank scheinen zusätzliches Potenzial in hiesigen Blue Chips zu vermuten, so die Deutsche Börse AG. "DAX-Werte belegen in unserer Kaufstatistik den Spitzenplatz", melde Carsten Schröder. Auf Rang zwei der meist gesuchten ETFs seien MSCI Europe-Tracker gefolgt. Von EURO STOXX 50-ETFs hätten sich Anleger in Summe getrennt.
Gegensätzliches Anlegerverhalten würden die ETF-Spezialisten auch im Handel mit US-Portfolios verbuchen. Während Schröder mehrheitliche Abgaben bei S&P 500-Positionen registriere, spreche Lenhart von Nachfrage nach Indexfonds auf das viel beachtete marktbreite Barometer.
"Für eine kurze Handelswoche hatten wir mit knapp 30.000 ETF-Trades ganz gut zu tun", beschreibe Schröder die vergangenen Handelstage. Über alle Anlageklassen hinweg hätten bei der Commerzbank mit 55 Prozent die Zuflüsse dominiert. Während das gesamte ETF-Geschäft aller Voraussicht nach ab morgen wieder in gewohnten Bahnen laufen werde, hätten beim Deutschen Aktienindex noch die Impulse gefehlt. "Der DAX bewegt sich innerhalb einer sehr engen Spanne", meine Schröder, der sich mehr Fluss in die eine oder andere Richtung wünsche.
ETFs mit chinesischen Konzernen würden nach Beobachtung von Lenhart auf regen Zuspruch stoßen. "Generell ist das Kaufinteresse an Schwellenländer-Aktien groß." Etwa hätten sich Anleger in an der Börse Hongkong notierten Großunternehmen (ISIN IE00B02KXK85 / WKN A0DK6Z) mit Geschäft in China ebenso wie in Aktien positioniert, die im CSI 300 (ISIN LU0875160326 / WKN DBX0NK) enthalten seien. Letzterer umfasse die 300 an der Shanghai Stock Exchange oder Shenzhen Stock Exchange gelisteten A-Aktien mit der größten Marktkapitalisierung gemessen am Streubesitz.
Nach dem Einbruch am brasilianischen Aktienmarkt rund um die Korruptionsvorwürfe gegen Präsident Michel Temer sehe so mancher UniCredit-Kunde in den niedrigen Notierungen Einstiegschancen, wie Lenhard schätze. Auf den Einkaufslisten stünden beispielsweise Tracker des MSCI Brazil. Mitte Mai habe der zugrunde liegende Index von 1.985 auf 1.660 Punkte eingebüßt und mache seitdem tendenziell Boden gut. Aktuell notiere der MSCI Brazil bei 1.745 Zählern (Stand: 30.05.2017).
Das Geschäft mit Renten-ETFs beschreibe Lenhard als insgesamt ausgeglichen. "Auffallend ist der Trend weg von langlaufenden europäischen Staatsanleihen hin zu Kurzläufern." Ein Beispiel dafür seien rege gefragte Bundesanleihen (ISIN DE0006289481 / WKN 628948) mit Restlaufzeiten zwischen zweieinhalb und fünfeinhalb Jahren.
Zu den beliebtesten Rentenprodukten zähle Schröder Unternehmensanleihen im Markit iBoxx USD Liquid Investment Grade Corporates 100 Index (ISIN FR0012647451 / WKN A14RGV). "Die Produkte wurden sehr aktiv in beide Richtungen gehandelt."
Bei den Branchen stünden bei der Commerzbank Finanzwerte mit gut einem Drittel der Umsätze mit Sektor-ETFs im Vordergrund. "Hier hatten wir sehr starke Nachfrage auf beiden Seiten", informiere Schröder. Auf niedrigerem Niveau hätten sich Anleger zudem zumeist mit Automobil- und Energiewerten eingedeckt.
Fast nur Käufe melde Lenhard sowohl für Bankaktien etwa im EURO STOXX Banks als auch Werte aus dem Gesundheitssektor. Gleichzeitig hätten sich seine Kunden per Saldo von ihren Engagements in Finanzwerten verabschiedet. (Ausgabe vom 30.05.2017) (31.05.2017/fc/a/e)
"Bei überschaubaren Umsätzen hielten sich Zu- und Abflüsse insgesamt in etwa die Waage", beschreibe Florian Lenhart von der UniCredit das Geschehen im ETF-Handel. Der Wochenauftakt lasse ebenfalls noch zu wünschen übrig. "Feiertagsbedingt wurde am Montag in den USA und London nicht gehandelt, das spüren wir in der Regel."
Mit Blick auf das entwickelte Europa mache Lenhart schwindendes Interesse an DAX-Werten (ISIN DE000ETFL011 / WKN ETFL01, ISIN DE000ETFL060 / WKN ETFL06, ISIN DE000A0X8994 / WKN A0X899) aus. Wenn gehandelt würde, überwögen die Verkäufe. Gleichzeitig hätten sich Investoren zumeist mit EURO STOXX 50-ETFs (ISIN LU0380865021 / WKN DBX1ET, ISIN DE0005933956 / WKN 593395, ISIN LU0378438732 / WKN ETF001) verschiedener Emittenten eingedeckt. "Hier verbuchen wir nahezu ausschließlich Käufe."
Indexfonds, die an den breiter engagierten STOXX Europe 600 (ISIN FR0010791004 / WKN A0X9R1) gekoppelt seien, der die 600 nach Börsenwert größten Unternehmen 18 europäische Länder enthalte, kämen hingegen überwiegend aus den Depots raus. Unterm Strich hätten sich Anleger zudem von ihren TecDAX-Positionen verabschiedet. "Dabei fällt ein sehr großer Verkauf deutlich ins Gewicht."
Die Kunden der Commerzbank scheinen zusätzliches Potenzial in hiesigen Blue Chips zu vermuten, so die Deutsche Börse AG. "DAX-Werte belegen in unserer Kaufstatistik den Spitzenplatz", melde Carsten Schröder. Auf Rang zwei der meist gesuchten ETFs seien MSCI Europe-Tracker gefolgt. Von EURO STOXX 50-ETFs hätten sich Anleger in Summe getrennt.
Gegensätzliches Anlegerverhalten würden die ETF-Spezialisten auch im Handel mit US-Portfolios verbuchen. Während Schröder mehrheitliche Abgaben bei S&P 500-Positionen registriere, spreche Lenhart von Nachfrage nach Indexfonds auf das viel beachtete marktbreite Barometer.
ETFs mit chinesischen Konzernen würden nach Beobachtung von Lenhart auf regen Zuspruch stoßen. "Generell ist das Kaufinteresse an Schwellenländer-Aktien groß." Etwa hätten sich Anleger in an der Börse Hongkong notierten Großunternehmen (ISIN IE00B02KXK85 / WKN A0DK6Z) mit Geschäft in China ebenso wie in Aktien positioniert, die im CSI 300 (ISIN LU0875160326 / WKN DBX0NK) enthalten seien. Letzterer umfasse die 300 an der Shanghai Stock Exchange oder Shenzhen Stock Exchange gelisteten A-Aktien mit der größten Marktkapitalisierung gemessen am Streubesitz.
Nach dem Einbruch am brasilianischen Aktienmarkt rund um die Korruptionsvorwürfe gegen Präsident Michel Temer sehe so mancher UniCredit-Kunde in den niedrigen Notierungen Einstiegschancen, wie Lenhard schätze. Auf den Einkaufslisten stünden beispielsweise Tracker des MSCI Brazil. Mitte Mai habe der zugrunde liegende Index von 1.985 auf 1.660 Punkte eingebüßt und mache seitdem tendenziell Boden gut. Aktuell notiere der MSCI Brazil bei 1.745 Zählern (Stand: 30.05.2017).
Das Geschäft mit Renten-ETFs beschreibe Lenhard als insgesamt ausgeglichen. "Auffallend ist der Trend weg von langlaufenden europäischen Staatsanleihen hin zu Kurzläufern." Ein Beispiel dafür seien rege gefragte Bundesanleihen (ISIN DE0006289481 / WKN 628948) mit Restlaufzeiten zwischen zweieinhalb und fünfeinhalb Jahren.
Zu den beliebtesten Rentenprodukten zähle Schröder Unternehmensanleihen im Markit iBoxx USD Liquid Investment Grade Corporates 100 Index (ISIN FR0012647451 / WKN A14RGV). "Die Produkte wurden sehr aktiv in beide Richtungen gehandelt."
Bei den Branchen stünden bei der Commerzbank Finanzwerte mit gut einem Drittel der Umsätze mit Sektor-ETFs im Vordergrund. "Hier hatten wir sehr starke Nachfrage auf beiden Seiten", informiere Schröder. Auf niedrigerem Niveau hätten sich Anleger zudem zumeist mit Automobil- und Energiewerten eingedeckt.
Fast nur Käufe melde Lenhard sowohl für Bankaktien etwa im EURO STOXX Banks als auch Werte aus dem Gesundheitssektor. Gleichzeitig hätten sich seine Kunden per Saldo von ihren Engagements in Finanzwerten verabschiedet. (Ausgabe vom 30.05.2017) (31.05.2017/fc/a/e)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 212,25 € | 211,10 € | 1,15 € | +0,54% | 24.04./21:59 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE000ETFL011 | ETFL01 | 223,75 € | 190,22 € | |
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