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ETF-Handel: Steigendes Sicherheitsbedürfnis
15.06.16 09:18
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Zehn Tage vor der Abstimmung über den Verbleib Großbritanniens in der EU gehen viele Investoren lieber auf Nummer sicher, so die Deutsche Börse AG.
"Wir sehen einen klaren Trend Richtung Renten-ETFs", melde Florian Lenhart von der UniCredit. Auch bei der Commerzbank steige der Anteil des Fixed Income-Geschäfts im Handel mit Indexfonds. "Deutsche Staatsanleihen mit Laufzeiten von über zehn Jahren kommen derzeit besonders gut an", beschreibe Andreas Bartels. Gleichzeitig hätten sich Anleger in Summe von drei- bis fünfjährigen europäischen Bonds etwa im iBoxx Euro Liquid Sovereigns Diversified (ISIN LU0444606023 / WKN ETF503) und im Euro MTS Investment Grade verabschiedet.
Am anhaltenden Interesse an einem überwiegend in den Anlegerdepots landenden Bund-Future Short-ETF erkenne man, dass die Meinungen über die Aussichten des hiesigen Rentenbarometers auseinander gehen würden. "Auch unsere Kunden setzten mit dem vermehrten Kauf eines Bund Double Short-ETFs zumeist auf fallende Kurse zehnjähriger Bundesanleihen", beobachte Lenhart. "Im gesamten Rentenbereich überwogen mit etwa 75 Prozent die Zuflüsse."
Derzeit scheinen sich EU-Kritiker und -Befürworter im Königreich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zu liefern, so die Deutsche Börse AG. Nachdem bislang die Austrittsgegner in den fast täglich aktualisierten Meinungsumfragen meist die Nase vorn gehabt hätten, würden Marktforscher die Chancen für beide Lager aktuell in etwa auf gleichauf sehen. Buchmacher wie Ladbroke und Betfair würden die Wahrscheinlichkeit eines Austritts lediglich mit rund einem Drittel beziffern.
Unternehmen aus asiatischen Schwellenländern beispielsweise im MSCI Asia würden Lenhart zufolge verstärkt verkauft. "In dem Bereich hatten wir sehr viele Abgänge." Bartels bestätige den Trend und spreche zudem von überwiegenden Verkäufen bei Indexfonds, die an den japanischen, den lateinamerikanischen (ISIN LU0292108619 / WKN DBX1ML) oder den brasilianischen Markt (ISIN IE00B0M63516 / WKN A0HGWA) gekoppelt seien. Gut an kämen hingegen breiter aufgestellte Produkte wie der MSCI Emerging Marktes-ETFs (WKN A1JMLL).
Marco Salaorno von der Société Générale sehe die erhöhte Aufmerksamkeit für Aktien aus dem asiatischen Raum in Verbindung mit der anstehenden Entscheidung von Indexbetreiber MSCI, chinesische A-Aktien der Shanghai oder Shenzhen Stock Exchange in seine Indices mit einzubeziehen. "Die Entscheidung darüber fällt heute Abend." Eine Zugehörigkeit würde naturgemäß die Nachfrage über ETFs erhöhen.
Aus ETFs mit europäischen Aktien hätten sich die Kunden der UniCredit zumeist verabschiedet. Lenhart spreche von nahezu ausschließlich Verkäufen etwa bei DAX- und EURO STOXX 50-Produkten.
Bartels Kunden hingegen hätten auf hiesige Bluechips im deutsche Aktienindex (ISIN LU0378438732 / WKN ETF001, ISIN IE00B53QG562 / WKN A0YEDX, ISIN FR0010377028 / WKN LYX0BT) ebenso wie auf Unternehmen im EURO STOXX 50 (ISIN DE0005933956 / WKN 593395, ISIN LU0155367302 / WKN 778188, ISIN FR0010816041 / WKN LYX0A5) vertraut. "Hier überwogen in den vergangenen Handelstagen die Käufe." Zu den meist gehandelten Produkten bei der Commerzbank hätten zudem Portfolios mit deutschen Aktien aus der zweiten und dritten Reihe gehört. "MDAX-ETFs und SDAX-ETFs waren stark gefragt." Aktien beispielsweise im S&P 500 (ISIN IE0031442068 / WKN 622391, ISIN IE00B3XXRP09 / WKN A1JX53) und MSCI World stünden per Saldo ebenfalls auf den Einkaufslisten.
Als eher unterdurchschnittlich beschreibe Bartels die Bewegungen bei Branchen-ETFs. Immobilienaktien etwa im STOXX Europe 600 Real Estate würden auf niedrigem Niveau in Summe abgestoßen. Ebenso stünden Aktien aus der Grundstoffe-Industrie im STOXX Europe 600 Basic Resources mehrheitlich zur Disposition. Einen leichten Kaufüberhang mache der Händler für MSCI Europe Materials-ETFs aus. "Generell ist der Anteil von Aktien-ETFs mit rund 60 Prozent auf Wochensicht vergleichsweise gering." (Ausgabe vom 14.06.2016) (15.06.2016/fc/a/e)
"Wir sehen einen klaren Trend Richtung Renten-ETFs", melde Florian Lenhart von der UniCredit. Auch bei der Commerzbank steige der Anteil des Fixed Income-Geschäfts im Handel mit Indexfonds. "Deutsche Staatsanleihen mit Laufzeiten von über zehn Jahren kommen derzeit besonders gut an", beschreibe Andreas Bartels. Gleichzeitig hätten sich Anleger in Summe von drei- bis fünfjährigen europäischen Bonds etwa im iBoxx Euro Liquid Sovereigns Diversified (ISIN LU0444606023 / WKN ETF503) und im Euro MTS Investment Grade verabschiedet.
Am anhaltenden Interesse an einem überwiegend in den Anlegerdepots landenden Bund-Future Short-ETF erkenne man, dass die Meinungen über die Aussichten des hiesigen Rentenbarometers auseinander gehen würden. "Auch unsere Kunden setzten mit dem vermehrten Kauf eines Bund Double Short-ETFs zumeist auf fallende Kurse zehnjähriger Bundesanleihen", beobachte Lenhart. "Im gesamten Rentenbereich überwogen mit etwa 75 Prozent die Zuflüsse."
Derzeit scheinen sich EU-Kritiker und -Befürworter im Königreich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zu liefern, so die Deutsche Börse AG. Nachdem bislang die Austrittsgegner in den fast täglich aktualisierten Meinungsumfragen meist die Nase vorn gehabt hätten, würden Marktforscher die Chancen für beide Lager aktuell in etwa auf gleichauf sehen. Buchmacher wie Ladbroke und Betfair würden die Wahrscheinlichkeit eines Austritts lediglich mit rund einem Drittel beziffern.
Marco Salaorno von der Société Générale sehe die erhöhte Aufmerksamkeit für Aktien aus dem asiatischen Raum in Verbindung mit der anstehenden Entscheidung von Indexbetreiber MSCI, chinesische A-Aktien der Shanghai oder Shenzhen Stock Exchange in seine Indices mit einzubeziehen. "Die Entscheidung darüber fällt heute Abend." Eine Zugehörigkeit würde naturgemäß die Nachfrage über ETFs erhöhen.
Aus ETFs mit europäischen Aktien hätten sich die Kunden der UniCredit zumeist verabschiedet. Lenhart spreche von nahezu ausschließlich Verkäufen etwa bei DAX- und EURO STOXX 50-Produkten.
Bartels Kunden hingegen hätten auf hiesige Bluechips im deutsche Aktienindex (ISIN LU0378438732 / WKN ETF001, ISIN IE00B53QG562 / WKN A0YEDX, ISIN FR0010377028 / WKN LYX0BT) ebenso wie auf Unternehmen im EURO STOXX 50 (ISIN DE0005933956 / WKN 593395, ISIN LU0155367302 / WKN 778188, ISIN FR0010816041 / WKN LYX0A5) vertraut. "Hier überwogen in den vergangenen Handelstagen die Käufe." Zu den meist gehandelten Produkten bei der Commerzbank hätten zudem Portfolios mit deutschen Aktien aus der zweiten und dritten Reihe gehört. "MDAX-ETFs und SDAX-ETFs waren stark gefragt." Aktien beispielsweise im S&P 500 (ISIN IE0031442068 / WKN 622391, ISIN IE00B3XXRP09 / WKN A1JX53) und MSCI World stünden per Saldo ebenfalls auf den Einkaufslisten.
Als eher unterdurchschnittlich beschreibe Bartels die Bewegungen bei Branchen-ETFs. Immobilienaktien etwa im STOXX Europe 600 Real Estate würden auf niedrigem Niveau in Summe abgestoßen. Ebenso stünden Aktien aus der Grundstoffe-Industrie im STOXX Europe 600 Basic Resources mehrheitlich zur Disposition. Einen leichten Kaufüberhang mache der Händler für MSCI Europe Materials-ETFs aus. "Generell ist der Anteil von Aktien-ETFs mit rund 60 Prozent auf Wochensicht vergleichsweise gering." (Ausgabe vom 14.06.2016) (15.06.2016/fc/a/e)
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