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ETF-Handel "Optimismus pur"
19.10.10 12:43
Deutsche Börse AG
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Aussicht auf zusätzliche geldpolitische Maßnahmen der US-Notenbank sowie überzeugende Unternehmenszahlen haben den DAX zuletzt auf ein Zweijahreshoch klettern lassen - und die ETF-Anleger aus der Reserve gelockt, so die Deutsche Börse AG.
"Es wird alles mitgenommen, was nicht niet- und nagelfest ist", schildere Bastian Ohta von der UniCredit Group die Lage, er spreche von "Optimismus pur" und sehe den charttechnisch wichtigen Ausbruch nach vielen Monaten in einer engen Handelsspanne als Auslöser. Der DAX liege am Nachmittag bei 6.507 Punkten leicht im Plus.
"Wir hatten zuletzt deutlich höhere Umsätze", melde Bernardus Roelofs von Flow Traders. Das bestätige auch Frank Mohr von der Commerzbank. "Allerdings ist das Niveau vom Frühsommer noch nicht wieder erreicht." Es würden ganz klar die Engagements überwiegen, wie die Market Maker einhellig berichten würden. Investoren hätten sich vor allem auf die großen Märkte konzentriert, also auf EURO STOXX, DAX und Dow Jones (ISIN DE0005933931 / WKN 593393, ISIN DE0005933956 / WKN 593395). Einige würden auch von einzelnen Gewinnmitnahmen berichten. Eine "enorme Nachfrage" habe es der UniCredit Group zufolge im Übrigen beim MDAX-ETF gegeben.
Wie bereits in der Vorwoche stünden Renten-ETFs dagegen ganz klar auf den Verkaufslisten. "Es gab vor allem Abgaben", erkläre Mohr, und zwar "quer Beet". Als Beispiele nenne der Händler den ComStage iBoxx Liquid Sovereigns Diversified 3-5 (ISIN LU0444606023 / WKN ETF503), den ComStage iBoxx Liquid Sovereigns Diversified 5-7 und den iShares iBoxx Liquid Sovereigns Capped 1,5-2,5 (ISIN DE000A0H0793 / WKN A0H079).
Im Gegensatz zu den Vorwochen hätten auch Schwellenländer-Rentenfonds zuletzt nicht mehr überzeugen können: Flow Traders melde Abgaben beim iShares JPMorgan Emerging Markets Bond. Allerdings habe es auch Zuflüsse bei Fixed Income-Produkten gegeben, etwa hätten langfristig orientierte Investoren laut Commerzbank an deutschen Langläufern (ISIN LU0444606965 / WKN ETF522) Gefallen gefunden.
Eine höchst attraktive Alternative seien für viele Anleger nach wie vor die Schwellenländer. Hier werde breit investiert (ISIN LU0292107645 / WKN DBX1EM, ISIN DE000A0HGZT7 / WKN A0HGZT), es komme aber auch zum Teil zu Gewinnmitnahmen. Flow Traders zufolge sei z.B. bei ETFs mit brasilianischen Aktien (ISIN DE000A0HG2M1 / WKN A0HG2M) Kasse gemacht worden. Ein möglicher Grund: Der Indexfonds habe in den vergangenen drei Monaten um knapp 14 Prozent zugelegt. Sonst werde allerdings überwiegend eingekauft, laut Commerzbank sei etwa der ComStage MSCI Pacifix ex Japan gut angekommen, Flow Traders habe großes Interesse am Lyxor China Enterprise registriert.
Von den Sektoren-ETFs seien zuletzt die Bankenfonds (ISIN LU0292103651 / WKN DBX1SF) gesucht gewesen, wie Gregor Hamme von der UniCredit Group erkläre: "Die guten Quartalsberichte der US-Banken färben ab." Außerdem seien wieder Zykliker gefragt, dem entsprechend seien die antizyklischen Telekommunikations-ETFs auch eher verkauft worden. Extrem gut angenommen werde darüber hinaus weiter der iShares FTSE/EPRA European Property. Laut Hamme hätten sich die verwalteten Gelder im Immobilienfonds in den vergangenen drei Monaten fast verdoppelt. Der Kurs habe im gleichen Zeitraum um 21 Prozent zugelegt.
Bezüglich der Rohstoffe gebe es hingegen immer mehr Skeptiker. Auf den Abgabelisten stünden Roelofs zufolge etwa der Lyxor Commodities und der ETC All Commodities DJ-UBSCI (ISIN DE000A0KRKC6 / WKN A0KRKC), während sich beim ETC auf physisches Gold (ISIN DE000A0N62G0 / WKN A0N62G) Zu- und Abflüsse noch die Waage gehalten hätten.
Ansonsten sei bei den Sektoren-ETFs ein klares Muster nicht auszumachen, normale Sektorrotationen würden überwiegen. "Aufgrund der hohen Liquidität der Sektoren-ETFs werden diese zunehmend von Trendfolgern genutzt. Die Entscheidungen fallen auf Basis quantitativer Modelle", erläutere Mohr. Zuletzt seien dabei Indexfonds mit Aktien aus den Bereichen Finanzdienstleistungen und Technologie (ISIN LU0378435712 / WKN ETF066, ISIN LU0378437098 / WKN ETF076) gesucht gewesen, während ETFs, die die Industriegüter- oder Chemiebranche (ISIN LU0378436017 / WKN ETF069, ISIN LU0378435555 / WKN ETF064) abbilden würden, abgestoßen worden seien. (19.10.2010/fc/a/f)
"Es wird alles mitgenommen, was nicht niet- und nagelfest ist", schildere Bastian Ohta von der UniCredit Group die Lage, er spreche von "Optimismus pur" und sehe den charttechnisch wichtigen Ausbruch nach vielen Monaten in einer engen Handelsspanne als Auslöser. Der DAX liege am Nachmittag bei 6.507 Punkten leicht im Plus.
"Wir hatten zuletzt deutlich höhere Umsätze", melde Bernardus Roelofs von Flow Traders. Das bestätige auch Frank Mohr von der Commerzbank. "Allerdings ist das Niveau vom Frühsommer noch nicht wieder erreicht." Es würden ganz klar die Engagements überwiegen, wie die Market Maker einhellig berichten würden. Investoren hätten sich vor allem auf die großen Märkte konzentriert, also auf EURO STOXX, DAX und Dow Jones (ISIN DE0005933931 / WKN 593393, ISIN DE0005933956 / WKN 593395). Einige würden auch von einzelnen Gewinnmitnahmen berichten. Eine "enorme Nachfrage" habe es der UniCredit Group zufolge im Übrigen beim MDAX-ETF gegeben.
Wie bereits in der Vorwoche stünden Renten-ETFs dagegen ganz klar auf den Verkaufslisten. "Es gab vor allem Abgaben", erkläre Mohr, und zwar "quer Beet". Als Beispiele nenne der Händler den ComStage iBoxx Liquid Sovereigns Diversified 3-5 (ISIN LU0444606023 / WKN ETF503), den ComStage iBoxx Liquid Sovereigns Diversified 5-7 und den iShares iBoxx Liquid Sovereigns Capped 1,5-2,5 (ISIN DE000A0H0793 / WKN A0H079).
Eine höchst attraktive Alternative seien für viele Anleger nach wie vor die Schwellenländer. Hier werde breit investiert (ISIN LU0292107645 / WKN DBX1EM, ISIN DE000A0HGZT7 / WKN A0HGZT), es komme aber auch zum Teil zu Gewinnmitnahmen. Flow Traders zufolge sei z.B. bei ETFs mit brasilianischen Aktien (ISIN DE000A0HG2M1 / WKN A0HG2M) Kasse gemacht worden. Ein möglicher Grund: Der Indexfonds habe in den vergangenen drei Monaten um knapp 14 Prozent zugelegt. Sonst werde allerdings überwiegend eingekauft, laut Commerzbank sei etwa der ComStage MSCI Pacifix ex Japan gut angekommen, Flow Traders habe großes Interesse am Lyxor China Enterprise registriert.
Von den Sektoren-ETFs seien zuletzt die Bankenfonds (ISIN LU0292103651 / WKN DBX1SF) gesucht gewesen, wie Gregor Hamme von der UniCredit Group erkläre: "Die guten Quartalsberichte der US-Banken färben ab." Außerdem seien wieder Zykliker gefragt, dem entsprechend seien die antizyklischen Telekommunikations-ETFs auch eher verkauft worden. Extrem gut angenommen werde darüber hinaus weiter der iShares FTSE/EPRA European Property. Laut Hamme hätten sich die verwalteten Gelder im Immobilienfonds in den vergangenen drei Monaten fast verdoppelt. Der Kurs habe im gleichen Zeitraum um 21 Prozent zugelegt.
Bezüglich der Rohstoffe gebe es hingegen immer mehr Skeptiker. Auf den Abgabelisten stünden Roelofs zufolge etwa der Lyxor Commodities und der ETC All Commodities DJ-UBSCI (ISIN DE000A0KRKC6 / WKN A0KRKC), während sich beim ETC auf physisches Gold (ISIN DE000A0N62G0 / WKN A0N62G) Zu- und Abflüsse noch die Waage gehalten hätten.
Ansonsten sei bei den Sektoren-ETFs ein klares Muster nicht auszumachen, normale Sektorrotationen würden überwiegen. "Aufgrund der hohen Liquidität der Sektoren-ETFs werden diese zunehmend von Trendfolgern genutzt. Die Entscheidungen fallen auf Basis quantitativer Modelle", erläutere Mohr. Zuletzt seien dabei Indexfonds mit Aktien aus den Bereichen Finanzdienstleistungen und Technologie (ISIN LU0378435712 / WKN ETF066, ISIN LU0378437098 / WKN ETF076) gesucht gewesen, während ETFs, die die Industriegüter- oder Chemiebranche (ISIN LU0378436017 / WKN ETF069, ISIN LU0378435555 / WKN ETF064) abbilden würden, abgestoßen worden seien. (19.10.2010/fc/a/f)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 203,40 € | 199,34 € | 4,06 € | +2,04% | 17.04./19:48 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0005933931 | 593393 | 211,25 € | 175,00 € | |
Werte im Artikel




