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ETF-Handel: Notenbanker heben die Laune
26.10.16 09:00
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Trotz der nach wie vor seitwärts laufenden Aktienbörsen verzeichneten Market Maker in den vergangenen Wochen anziehende Umsätze im ETF-Handel, so die Deutsche Börse AG.
"Im Vergleich hat das Anlegerinteresse an Indexfonds ordentlich zugelegt", melde Oliver Kilian von der UniCredit. Zwar hätten Aktien-ETFs wie gehabt die deutliche Mehrheit des Geschäfts gestellt. "Mit knapp 35 Prozent liegen Produkte mit festverzinslichen Werten dennoch spürbar über dem Durchschnitt."
Anders bei der Commerzbank - in deren Orderbüchern stünden Aktien-ETFs mit 82 Prozent noch deutlicher als üblich im Anlegerfokus, wie Frank Mohr schildere. Wie in den Wochen zuvor komme der Händler auf insgesamt etwa 26.000 ETF-Trades. "Das hat sich bei uns mittlerweile auf diesem Niveau eingependelt", bemerke Mohr, der über alle Anlageklassen hinweg mit 51 zu 49 Prozent ein weitgehend ausgeglichenes Verhältnis von Zu- und Abflüssen ausmache.
Deutsche Bluechip-ETFs (ISIN LU0378438732 / WKN ETF001; ISIN DE000ETFL011 / WKN ETFL01; ISIN DE0005933931 / WKN 593393; ISIN LU0252633754 / WKN LYX0AC) seien zumeist gefragt, wie die Händler einhellig berichten würden. "Gehebelte DAX-Produkte gehören auch dazu", ergänze Mohr.
Ebenso seien Europa-weit investierte Portfolios etwa im EURO STOXX 50 (ISIN LU0488317297 / WKN ETF054; ISIN LU0378434079 / WKN ETF050) und Stoxx Europe 600 unterm Strich in den Anlegerdepots gelandet. Etwas Abgabedruck gebe es bei MSCI World-, S&P 500- und MSCI USA-ETFs. Die Vorliebe für europäische Werte führe der Händler unter anderem auf die auch in Zukunft weit offenen Geldschleusen der Europäischen Zentralbank zurück. "Das ist Futter für die Aktienmärkte."
Die Kunden der UniCredit hätten darüber hinaus mehrheitlich auf Stoxx Europe 50-Tracker mit den größten europäischen Aktiengesellschaften aus dem Euroraum plus der Schweiz und Großbritannien gesetzt. Die Umsätze mit an marktbreite Indices wie dem MSCI Europe, MSCI World gekoppelte Indexfonds beschreibe Kilian als verhalten. "Hier überwogen leicht die Käufe."
Gleichzeitig seien bei S&P 500-ETFs (ISIN US78462F1030 / WKN 898706; ISIN FR0010892224 / WKN A1C0B5) auf niedrigem Niveau beide Seiten gespielt worden.
Das Interesse an Aktien aufstrebender Staaten sei laut Kilian auffällig groß. MSCI Emerging Market-Tracker (ISIN FR0010959676 / WKN A1C9B1; ISIN FR0010429068 / WKN LYX0BX) hätten in dem Segment zu den beliebtesten Produkten gehört.
Die Umsätze mit Rentenwerten beschreibe Kilian als ansehnlich. Auf der Suche nach dem Mehr an Rendite gegenüber Bonds entwickelter Länder hätten Investoren verstärkt zu Indexfonds, die an den in US-Dollar geführten Barclays Capital Emerging Markets Local Currency Liquid Government Index (ISIN IE00B4613386 / WKN A1JJTV; ISIN IE00B5M4WH52 / WKN A1JADV) gekoppelt seien, gegriffen. Der Index enthalte liquide Staatsanleihen von Schwellenländern in lokaler Währung, wobei das Engagement pro Land auf maximal 10 Prozent begrenzt sei. "Darunter waren Transaktionen mit großem Volumen."
Rege gehandelt und in Summe abgestoßen worden seien auf Euro lautende Unternehmensanleihen mit einer Restlaufzeit zwischen einem und drei Jahren im Markit iBoxx Eur 1-3 Index. Ebenso hätten sich Anleger tendenziell von Barclays Capital Euro Aggregate Bond Index-ETFs getrennt, der sowohl Staats- als auch Unternehmensanleihen enthalte.
Mohr spreche von zumeist Abgaben von Produkten auf den Deutsche Börse Eurogove Germany 5-10 Index (ISIN DE000ETFL201 / WKN ETFL20). "Ansonsten handelten Anleger im Sektor auf niedrigen Niveau in beide Richtungen."
Mit Blick auf die Branchen stünden Banken-ETFs mit knapp einem Drittel der Umsätze mit Sektor-ETFs im Vordergrund. "Hier hatten wir sehr starke Nachfrage", informiere Mohr. Aktien etwa im MSCI Europe Banks, Stoxx Europe 600 Banks und Euro Stoxx Banks stünden bei Anlegern hoch im Kurs und seien in Summe gefragt. Einen leichten Kaufüberhang mache der Händler für MSCI Europe Materials-ETFs aus, während Versorger im Stoxx Europe 600 Utilities tendenziell abgestoßen worden seien. (Ausgabe vom 25.10.2016) (26.10.2016/fc/a/e)
"Im Vergleich hat das Anlegerinteresse an Indexfonds ordentlich zugelegt", melde Oliver Kilian von der UniCredit. Zwar hätten Aktien-ETFs wie gehabt die deutliche Mehrheit des Geschäfts gestellt. "Mit knapp 35 Prozent liegen Produkte mit festverzinslichen Werten dennoch spürbar über dem Durchschnitt."
Anders bei der Commerzbank - in deren Orderbüchern stünden Aktien-ETFs mit 82 Prozent noch deutlicher als üblich im Anlegerfokus, wie Frank Mohr schildere. Wie in den Wochen zuvor komme der Händler auf insgesamt etwa 26.000 ETF-Trades. "Das hat sich bei uns mittlerweile auf diesem Niveau eingependelt", bemerke Mohr, der über alle Anlageklassen hinweg mit 51 zu 49 Prozent ein weitgehend ausgeglichenes Verhältnis von Zu- und Abflüssen ausmache.
Deutsche Bluechip-ETFs (ISIN LU0378438732 / WKN ETF001; ISIN DE000ETFL011 / WKN ETFL01; ISIN DE0005933931 / WKN 593393; ISIN LU0252633754 / WKN LYX0AC) seien zumeist gefragt, wie die Händler einhellig berichten würden. "Gehebelte DAX-Produkte gehören auch dazu", ergänze Mohr.
Ebenso seien Europa-weit investierte Portfolios etwa im EURO STOXX 50 (ISIN LU0488317297 / WKN ETF054; ISIN LU0378434079 / WKN ETF050) und Stoxx Europe 600 unterm Strich in den Anlegerdepots gelandet. Etwas Abgabedruck gebe es bei MSCI World-, S&P 500- und MSCI USA-ETFs. Die Vorliebe für europäische Werte führe der Händler unter anderem auf die auch in Zukunft weit offenen Geldschleusen der Europäischen Zentralbank zurück. "Das ist Futter für die Aktienmärkte."
Gleichzeitig seien bei S&P 500-ETFs (ISIN US78462F1030 / WKN 898706; ISIN FR0010892224 / WKN A1C0B5) auf niedrigem Niveau beide Seiten gespielt worden.
Das Interesse an Aktien aufstrebender Staaten sei laut Kilian auffällig groß. MSCI Emerging Market-Tracker (ISIN FR0010959676 / WKN A1C9B1; ISIN FR0010429068 / WKN LYX0BX) hätten in dem Segment zu den beliebtesten Produkten gehört.
Die Umsätze mit Rentenwerten beschreibe Kilian als ansehnlich. Auf der Suche nach dem Mehr an Rendite gegenüber Bonds entwickelter Länder hätten Investoren verstärkt zu Indexfonds, die an den in US-Dollar geführten Barclays Capital Emerging Markets Local Currency Liquid Government Index (ISIN IE00B4613386 / WKN A1JJTV; ISIN IE00B5M4WH52 / WKN A1JADV) gekoppelt seien, gegriffen. Der Index enthalte liquide Staatsanleihen von Schwellenländern in lokaler Währung, wobei das Engagement pro Land auf maximal 10 Prozent begrenzt sei. "Darunter waren Transaktionen mit großem Volumen."
Rege gehandelt und in Summe abgestoßen worden seien auf Euro lautende Unternehmensanleihen mit einer Restlaufzeit zwischen einem und drei Jahren im Markit iBoxx Eur 1-3 Index. Ebenso hätten sich Anleger tendenziell von Barclays Capital Euro Aggregate Bond Index-ETFs getrennt, der sowohl Staats- als auch Unternehmensanleihen enthalte.
Mohr spreche von zumeist Abgaben von Produkten auf den Deutsche Börse Eurogove Germany 5-10 Index (ISIN DE000ETFL201 / WKN ETFL20). "Ansonsten handelten Anleger im Sektor auf niedrigen Niveau in beide Richtungen."
Mit Blick auf die Branchen stünden Banken-ETFs mit knapp einem Drittel der Umsätze mit Sektor-ETFs im Vordergrund. "Hier hatten wir sehr starke Nachfrage", informiere Mohr. Aktien etwa im MSCI Europe Banks, Stoxx Europe 600 Banks und Euro Stoxx Banks stünden bei Anlegern hoch im Kurs und seien in Summe gefragt. Einen leichten Kaufüberhang mache der Händler für MSCI Europe Materials-ETFs aus, während Versorger im Stoxx Europe 600 Utilities tendenziell abgestoßen worden seien. (Ausgabe vom 25.10.2016) (26.10.2016/fc/a/e)
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