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ETF-Handel: Ab nach Europa
29.10.13 18:05
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Rekordjagd am Aktienmarkt bringt Bewegung in den ETF-Handel, so die Deutsche Börse AG.
"Was das Volumen angeht, war die vergangene Woche sehr, sehr gut", kommentiere Jörg Sengfelder von Flow Traders in Amsterdam. Und auch die Commerzbank spreche von guten Umsätzen im Zuge des DAX-Anstiegs auf 9.000 Punkte: "Es ist wieder mehr los als noch vor anderthalb Wochen. Vor allem Tracker europäischer Aktienindices stehen bei Anlegern hoch im Kurs", melde Martina Schröttle aus dem Londoner Handelssaal des Instituts und spreche von rund 11.500 Trades im Wochenmittel.
Am heutigen Dienstag kratze der DAX erneut an der 9.000-Punkte-Marke, nachdem das Börsenbarometer diese am vergangenen Freitag zum ersten Mal in seiner 25-jährigen Geschichte überwunden habe.
Einen deutlichen Kaufüberhang verbuche Schröttle sowohl bei Trackern des EURO STOXX 50 (ISIN DE0005933956 / WKN 593395; ISIN IE0008471009 / WKN 935927) und des DAX (ISIN DE0005933931 / WKN 593393; ISIN DE000ETFL011 / WKN ETFL01; ISIN LU0274211480 / WKN DBX1DA) als auch bei Indexfonds, die die Entwicklung des MSCI Europe abbilden würden.
Sengfelder beobachte zwar ebenfalls starkes Kaufinteresse nach europäischen Aktien, betone aber, dass mittlerweile aber vor allem die sehr breiten Indices, wie der STOXX 600 oder der MSCI Europe in die Depots gelegt würden. "Bei DAX- und EURO STOXX 50-Trackern sehen wir seit Freitag doch auch deutliche Gewinnmitnahmen", berichte der Händler.
Gregor Hamme von der Unicredit könne trotz der neuen Allzeithochs im DAX allerdings keine Auffälligkeiten erkennen: "Bei DAX-ETFs können wir derzeit keine Richtung ausmachen - es gibt weder Gewinnmitnahmen noch Anschlusskäufe."
Ein gemischtes Bild zeige sich in der Euro-Peripherie. Während Sengfelder von deutlichen Käufen italienischer, spanischer und vor allem griechischer Aktienindices (ISIN FR0010405431 / WKN LYX0BF) berichte, sei das Interesse von Anlegern an diesen Ländern laut Hamme in der vergangenen Woche deutlich abgeebbt. "Nach den massiven Zuflüssen in den zurückliegenden beiden Handelswochen waren in den vergangenen Tagen kaum noch Zuflüsse zu beobachten", wisse der Market Maker.
Vorwiegend abgegeben würden, wie Schröttle beobachte, aktuell Tracker der marktbreiten US-Indices S&P 500 und MSCI USA. Auch den noch getreuter engagierten MSCI World (ISIN DE000A0HGZR1 / WKN A0HGZR; ISIN LU0274208692 / WKN DBX1MW), der die Entwicklung von über 6.000 Aktien aus mehr als 20 Industrieländern widerspiegle, führe die Händlerin auf der Verkaufsseite. Für die gegen Schwankungen des Euro abgesicherte Version MSCI World EUR Hedged UCITS ETF von iShares melde Sengfelder allerdings einen Kaufüberhang.
Laut Flow Traders setze sich das Interesse an Schwellenländer-Aktien fort. So verzeichne Sengfelder klare Käufe sowohl in Trackern des breiten MSCI Emerging Markets (ISIN FR0010429068 / WKN LYX0BX; ISIN nicht bekannt/ WKN A1HGZT), als auch in ETFs, die die Entwicklung einzelner Länderindizes abbilden würden. "Ganz vorne mit dabei sind unter anderem indische oder lateinamerikanische Aktien (ISIN LU0292108619 / WKN DBX1ML)."
Auf der Rentenseite beobachte die Commerzbank aktuell überdurchschnittliche Umsätze: "Mit 26 Prozent am gesamten ETF-Geschäft ist der Anteil von Fixed Income-Produkten in den vergangenen Handelstagen sehr stark gewesen. Zum Vergleich: In den Sommermonaten lag die Quote unter 10 Prozent, im Jahresdurchschnitt bei rund 15 Prozent", erkläre Schröttle. Dabei seien vor allem Euro-Staatsanleihen mit kurzem Laufzeitband (ISIN IE00B6YX5F63 / WKN A1JKSV) verkauft worden.
Sengfelder könne indes keine einheitliche Richtung im Bond-Bereich feststellen: "Es ist ein reges hin und her, vor allem bei den breiten europäischen Rentenindices. Unter dem Strich halten sich Käufe und Verkäufe hier aber die Waage." Auf der Kaufseite führe Sengfelder hingegen Tracker internationaler Staatsanleihen (ISIN DE000A0RM439 / WKN A0RM43) sowie US-High Yields (ISIN US18451N2045 / WKN A1JUZA).
Auch Staatsanleihen der Euro-Peripherie, insbesondere italienische (ISIN DE000A1J0BF1 / WKN A1J0BF) seien gefragt. Europäische Unternehmensanleihen seien hingegen überwiegend abgegeben worden, ergänze der Market Maker.
Von den Sektoren würden laut Commerzbank und Flow Traders Aktien von Immobilienunternehmen mit deutlichen Käufen herausstechen. "Der Kaufüberhang ist zuletzt zwar etwas kleiner geworden, er liegt aber immer noch bei 72 zu 28 Prozent. Zu den beliebtesten Produkten des Sektors zählt etwa der iShares Developed Markets Property Yield UCITS ETF", melde Sengfelder.
Laut Schröttle habe der Immobiliensektor in der vergangenen Woche ein Drittel des gesamten Handels mit Branchenfonds ausgemacht. "Und dabei wurde eigentlich fast ausschließlich zugegriffen", beobachte die Händlerin.
Käufe beobachte Sengfelder daneben in Aktien der Branchen Öl und Gas (ISIN FR0010344960 / WKN LYX0A9) sowie Versicherung (ISIN FR0010344903 / WKN LYX0AQ). Zurückgekommen seien hingegen Einzelhandelspapiere (ISIN DE000A0H08P6 / WKN A0H08P) sowie Aktien von Unternehmen der Baubranche (ISIN IE00B5MTY309 / WKN A0RPR4). Hamme melde zudem erhöhte Rückflüsse im Telekomsektor (ISIN FR0010344796 / WKN LYX0AW). (29.10.2013/fc/a/e)
"Was das Volumen angeht, war die vergangene Woche sehr, sehr gut", kommentiere Jörg Sengfelder von Flow Traders in Amsterdam. Und auch die Commerzbank spreche von guten Umsätzen im Zuge des DAX-Anstiegs auf 9.000 Punkte: "Es ist wieder mehr los als noch vor anderthalb Wochen. Vor allem Tracker europäischer Aktienindices stehen bei Anlegern hoch im Kurs", melde Martina Schröttle aus dem Londoner Handelssaal des Instituts und spreche von rund 11.500 Trades im Wochenmittel.
Am heutigen Dienstag kratze der DAX erneut an der 9.000-Punkte-Marke, nachdem das Börsenbarometer diese am vergangenen Freitag zum ersten Mal in seiner 25-jährigen Geschichte überwunden habe.
Einen deutlichen Kaufüberhang verbuche Schröttle sowohl bei Trackern des EURO STOXX 50 (ISIN DE0005933956 / WKN 593395; ISIN IE0008471009 / WKN 935927) und des DAX (ISIN DE0005933931 / WKN 593393; ISIN DE000ETFL011 / WKN ETFL01; ISIN LU0274211480 / WKN DBX1DA) als auch bei Indexfonds, die die Entwicklung des MSCI Europe abbilden würden.
Sengfelder beobachte zwar ebenfalls starkes Kaufinteresse nach europäischen Aktien, betone aber, dass mittlerweile aber vor allem die sehr breiten Indices, wie der STOXX 600 oder der MSCI Europe in die Depots gelegt würden. "Bei DAX- und EURO STOXX 50-Trackern sehen wir seit Freitag doch auch deutliche Gewinnmitnahmen", berichte der Händler.
Gregor Hamme von der Unicredit könne trotz der neuen Allzeithochs im DAX allerdings keine Auffälligkeiten erkennen: "Bei DAX-ETFs können wir derzeit keine Richtung ausmachen - es gibt weder Gewinnmitnahmen noch Anschlusskäufe."
Ein gemischtes Bild zeige sich in der Euro-Peripherie. Während Sengfelder von deutlichen Käufen italienischer, spanischer und vor allem griechischer Aktienindices (ISIN FR0010405431 / WKN LYX0BF) berichte, sei das Interesse von Anlegern an diesen Ländern laut Hamme in der vergangenen Woche deutlich abgeebbt. "Nach den massiven Zuflüssen in den zurückliegenden beiden Handelswochen waren in den vergangenen Tagen kaum noch Zuflüsse zu beobachten", wisse der Market Maker.
Laut Flow Traders setze sich das Interesse an Schwellenländer-Aktien fort. So verzeichne Sengfelder klare Käufe sowohl in Trackern des breiten MSCI Emerging Markets (ISIN FR0010429068 / WKN LYX0BX; ISIN nicht bekannt/ WKN A1HGZT), als auch in ETFs, die die Entwicklung einzelner Länderindizes abbilden würden. "Ganz vorne mit dabei sind unter anderem indische oder lateinamerikanische Aktien (ISIN LU0292108619 / WKN DBX1ML)."
Auf der Rentenseite beobachte die Commerzbank aktuell überdurchschnittliche Umsätze: "Mit 26 Prozent am gesamten ETF-Geschäft ist der Anteil von Fixed Income-Produkten in den vergangenen Handelstagen sehr stark gewesen. Zum Vergleich: In den Sommermonaten lag die Quote unter 10 Prozent, im Jahresdurchschnitt bei rund 15 Prozent", erkläre Schröttle. Dabei seien vor allem Euro-Staatsanleihen mit kurzem Laufzeitband (ISIN IE00B6YX5F63 / WKN A1JKSV) verkauft worden.
Sengfelder könne indes keine einheitliche Richtung im Bond-Bereich feststellen: "Es ist ein reges hin und her, vor allem bei den breiten europäischen Rentenindices. Unter dem Strich halten sich Käufe und Verkäufe hier aber die Waage." Auf der Kaufseite führe Sengfelder hingegen Tracker internationaler Staatsanleihen (ISIN DE000A0RM439 / WKN A0RM43) sowie US-High Yields (ISIN US18451N2045 / WKN A1JUZA).
Auch Staatsanleihen der Euro-Peripherie, insbesondere italienische (ISIN DE000A1J0BF1 / WKN A1J0BF) seien gefragt. Europäische Unternehmensanleihen seien hingegen überwiegend abgegeben worden, ergänze der Market Maker.
Von den Sektoren würden laut Commerzbank und Flow Traders Aktien von Immobilienunternehmen mit deutlichen Käufen herausstechen. "Der Kaufüberhang ist zuletzt zwar etwas kleiner geworden, er liegt aber immer noch bei 72 zu 28 Prozent. Zu den beliebtesten Produkten des Sektors zählt etwa der iShares Developed Markets Property Yield UCITS ETF", melde Sengfelder.
Laut Schröttle habe der Immobiliensektor in der vergangenen Woche ein Drittel des gesamten Handels mit Branchenfonds ausgemacht. "Und dabei wurde eigentlich fast ausschließlich zugegriffen", beobachte die Händlerin.
Käufe beobachte Sengfelder daneben in Aktien der Branchen Öl und Gas (ISIN FR0010344960 / WKN LYX0A9) sowie Versicherung (ISIN FR0010344903 / WKN LYX0AQ). Zurückgekommen seien hingegen Einzelhandelspapiere (ISIN DE000A0H08P6 / WKN A0H08P) sowie Aktien von Unternehmen der Baubranche (ISIN IE00B5MTY309 / WKN A0RPR4). Hamme melde zudem erhöhte Rückflüsse im Telekomsektor (ISIN FR0010344796 / WKN LYX0AW). (29.10.2013/fc/a/e)
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| DE0005933956 | 593395 | 62,45 € | 48,21 € | |
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