ETF-Handel: Asiatische Aktien gefragt


12.08.14 17:07
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Achterbahnfahrt an den Aktienbörsen hält auch ETF-Anleger auf Trapp, so die Deutsche Börse AG.

Zwar habe sich Händlern zufolge nach der Ausverkaufsstimmung in der Woche zuvor der Verkaufsdruck wieder gelegt. "Dennoch war mit rund 23.000 Trades und sehr starken Umsätzen die Woche sehr spannend", beschreibe Sascha Cronemeyer.

Der leichte Kaufüberhang über alle Anlageklassen hinweg überrasche den ETF-Spezialisten der Commerzbank. "Anleger nutzen scheinbar die Kurse für einen günstigen Wiedereinstieg."

"Aktieninvestments sind mit einem Anteil von stattlichen 88 Prozent die Umsatztreiber im ETF-Handel", melde Cronemeyer. Wie so häufig stünden DAX- (ISIN DE0005933931 / WKN 593393; ISIN LU0274211480 / WKN DBX1DA; ISIN LU0378438732 / WKN ETF001) und EURO STOXX 50-Tracker (ISIN DE0005933956 / WKN 593395; ISIN DE000ETFL029 / WKN ETFL02; ISIN LU0274211217 / WKN DBX1EU) bei Anlegern im Vordergrund. Im Gegensatz zum Gesamtbild mit 54 Prozent Käufen und 46 Prozent Verkäufen hätten sich dort allerdings Zu- und Abflüsse in etwa die Waage gehalten.

Jörg Sengfelder von Flow Traders spreche von einem hauchdünnen Kaufüberhang in beiden Gattungen. "Zu Beginn der Woche dominierten die Abgaben, Donnerstag und Freitag wurde wieder gekauft", präzisiere Sidi Kleefeld von der Deutschen Bank.

Italienische Standardwerte (ISIN IE00B1XNH568 / WKN A0MZWP) seien stark gehandelt und meist abgestoßen worden, wie Cronemeyer bemerke. Auf beiden Seiten gespielt würden bei der Commerzbank ShortDAX-Tracker. "Das deutet auf Anleger mit eher kurzfristigem Anlagehorizont."

"Raus aus Europa, rein in asiatische Schwellenländer", so beschreibe Sengfelder das klare Anlegerverhalten der vergangenen Handelstage. Koreanische und chinesische Aktien (ISIN FR0010713784 / WKN A0RF40) stünden ebenso auf den Einkaufslisten der ETF-Investoren wie Schwellenländeraktien im MSCI Far East ex Japan (ISIN DE000A0HGZS9 / WKN A0HGZS).

Gefallen fänden Investoren auch an breit gestreuten Portfolios wie dem MSCI Emerging Marktes-Index. Auch würden japanische Aktien gern genommen. Zu den bevorzugten Werten hätten MSCI Japan-Tracker und an den MSCI Far East ex Japan (ISIN DE000A0HGZS9 / WKN A0HGZS) gekoppelte ETFs gehört.

Im Vorfeld der türkischen Präsidentschaftswahlen seien der MSCI Turkey-ETF und der Lyxor ETF Turkey von einer Verkaufswelle betroffen gewesen, wie Sengfelder melde. Letzterer spiegele die Entwicklung des Dow Jones Turkey Titans 20 wider.

"ETFs, die an breiter aufgestellte europäische Indices gekoppelt sind, wurden meist abgestoßen", berichte Sengfelder. Aus den Depots raus kämen etwa Indexfonds auf den STOXX Europe 600 (ISIN DE0002635307 / WKN 263530; ISIN IE00B60SWW18 / WKN A0RGCK) und den MSCI Europe (ISIN FR0010655696 / WKN A0REJM; ISIN IE00B60SWY32 / WKN A0RGCM). Ebenso hätten sich Investoren von weltweiten Dividendenwerten im STOXX Global Select Dividend, von Indexfonds auf den MSCI North America und von MSCI World-Portfolios getrennt.

Bewegung in beide Richtungen verbuche Kleefeld mit Blick auf S&P 500-Tracker. Cronemeyer führe Indexfonds auf den marktbreiten US-Korb dagegen auf der Kaufseite. "Stark gehandelt wurden MSCI Canada-ETFs." Damit setze sich die Vorliebe für kanadische Dividendenwerte fort.

"Im Bond-Bereich war viel zu tun", berichte Sengfelder, wobei Anleger bevorzugt auf klassische Staatsanleihen der Euroländer (ISIN LU0524480265 / WKN DBX0HM; ISIN DE000A0H08B6 / WKN A0H08B; ISIN LU0290356871 / WKN DBX0AD) sowie sieben bis zehnjährige US-Treasuries (ISIN DE000A0LGQB6 / WKN A0LGQB) setzen würden. "ETFs mit Hochzinsanleihen werden von unseren Kunden in Summe abgestoßen." Dazu hätten Staatsanleihen von Schwellenländern (ISIN DE000A1JB4Q0 / WKN A1JB4Q; ISIN IE00B4613386 / WKN A1JJTV) und in Euro geführte Unternehmensanleihen (ISIN DE000A1C8QT0 / WKN A1C8QT) gehört. Corporate Bonds ohne Finanzwerte (ISIN DE000A0YEEX4 / WKN A0YEEX) würden sowohl Sengfelder als auch Kleefeld auf der Abgabenseite (ISIN IE00B2NPKV68 / WKN A0NECU) führen.

Bei den Branchen-ETFs hätten die Finanzwerte das Geschehen dominiert. Der Handel mit Banken-ETFs (ISIN DE0006289309 / WKN 628930; ISIN DE000A0F5UJ7 / WKN A0F5UJ) sei nach Angaben von Cronemeyer in beide Richtungen geflossen, während ETFs mit Finanzdiensleistern (ISIN DE000A0H08G5 / WKN A0H08G; ISIN FR0010251744 / WKN LYX0A6; ISIN LU0378435712 / WKN ETF066) stark verkauft worden seien. (12.08.2014/fc/a/e)





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